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Adieu, Sex!

10 Dinge, die mit deiner Beziehung passieren, wenn ein Baby kommt

Babykotze putzen statt knutschen, Wäsche im Akkord waschen statt in seidiger Bettwäsche Liebe machen und fettige Haare und Pischi statt rote Lippen und High Heels! Wenn man Eltern wird, dann passiert eine ganze Menge. Auch in einer Beziehung.

Symbolbild Eltern

Sie waren mal ein aktives Paar. Jetzt sind sie müde Eltern. Ihnen geht es also gleich wie allen frisch gebackenen Familien. 

Getty Images/Tetra images RF

Die gute News zuerst: Eltern werden ist wunderbar. So viel Liebe. So viel Entschleunigung, so viele erste Male, die dich komplett flashen. Darum gehts hier und heute aber nicht. Heute wollen wir uns nämlich mal ganz Mama und Papa widmen. Und den Tatsachen, die sich zwischen einem Paar verändern, wenn erstmal der Nachwuchs angekommen ist und mal so kurz nebenbei die ganze Welt verändert.

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1. Fettige Haare und Pischi statt rote Lippen und High Heels!

Mit einem Neugeborenen daheim ists verflixt. Obwohl die kleinen Menschlein fast den ganzen Tag verschlafen, kommst du nur selten dazu, vor dem Abend zu duschen. Warum das so ist, weisst du aber auch nicht ganz genau. Fakt ist dennoch, du kommst zu nichts. Kannst also auch nur schon happy sein, wenn du vor dem Mittag die Zähne geputzt hast. Halb so schlimm, denkst du. Und hast recht. Aber weisst du überhaupt noch, wie dein Partner/deine Partnerin gewaschen, frisiert und nicht im Pyjama aussieht? Nein? Gewöhn dich dran! Deine bessere Hälfte wird noch eine ganze Weile etwas zerzaust in vor allem praktischen Klamotten neben dir existieren.

2. Sex was?

Damit zum nächsten Punkt, der sich nach einer Geburt massiv verändert: Sag mal für eine ganze Weile Tschüss zu eurem Sexleben. Wir wissen, es war schön, als man noch ganz spontan jederzeit übereinander herfallen konnte. Nun ist alles etwas komplizierter: Für Sex bist du einfach zu dauermüde. Ausserdem ist das Liebe machen mit einem Babyfon daneben nie nie nie so hemmungslos wie ohne kleine Mitbewohner daheim. Als wäre das nicht genug, weisst du schon gar nicht, wann du zuletzt dazu gekommen bist, deine Achseln und Beine zu rasieren. Von Waxing wollen wir schon gar nicht sprechen.

3. Wett-Schrubben statt Serien bingen

Hach, weisst du noch damals vor den Kindern? Da konnte man wunderbar tagelang auf der Couch flätzen, kuscheln, Serien bingen, Zweisamkeit geniessen. Man brauchte nicht mehr als die Fernbedienung, Luft zum atmen und einander. Mit einem Baby daheim kommst du nicht mal mehr dazu, gut schweizerisch «10 vor 10» zu schauen. Entweder schläfst du dann schon oder du bist verdammt busy damit, Wäsche im Akkord zu wachen, zusammenzulegen und/oder Babykotze zu putzen. Man glaubt gar nicht, wie viel so ein Winzling ausspucken kann. Und dann ist da eben dieses neue Bild: Dein Partner abgekämpft auf allen Vieren. Kotzspuren auf seinem T-Shirt. Putzlappen in seiner rechten Hand. In der linken Gallseife. Baby hat eben gerade vorher noch den Body vollgekackt. Schon logisch, sexy ist das alles nicht, aber hey: Man ist ein Team. Und das ist grad das einzige, das hier und jetzt zählt.

4. Zoff um nix!

Vor allem an Anfang der Elternschaft ist man dauermüde. Und deswegen etwas dünnhäutig. Da braucht es fast nichts, um sich in die Haare zu geraten. Mama findet, Papa hält das Baby falsch. Papa ist genervt, weil Mama den Windeleimer nie leert. Mama will alles momsplainen, Papa ist hässig, weil seine Fernbedienung nicht da ist, wo sie immer ist. Also streiten wir. Und zwar oft. Und sehr schnell. Und dann sind da noch die Hormone, die dazu führen., dass Mama gern mal sehr schnell in Tränen ausbricht. Durchhalten! Es wird besser! Grosses Eltern-Ehrenwort!

AMERICAN HOUSEWIFE - "The Minivan" - As the Otto family ushers in a new era, Katie and Greg make the emotional decision to sell the family minivan. Meanwhile, Oliver suffers a setback that forces him to rethink how to accomplish his goals on the season premiere of "American Housewife," FRIDAY, SEPT. 27 (8:00-8:30 p.m. EDT), on ABC. (Michael Ansell via Getty Images)KATY MIXON, DIEDRICH BADER

Anzicken statt sich in den Armen zu liegen: Willkommen in der Elternschaft, liebe Freunde.

ABC via Getty Images

5. Date-Night? Was ist das?

Gibs zu, du hast früher gar nicht geschnallt, wie gross das Privileg ist, dass du jederzeit mit deinem Schatz ins Kino, zum Dinner oder an die angesagte Party gehen konntest. Dir war auch nicht bewusst, wie gross der Luxus ist, wenn man einfach so ganz kurzfristig und spontan verreisen kann? Jetzt ist dir all das schmerzlich bewusst. Und du würdest verdammt viel darum geben, auch nur husch zu zweit zum Fast Food Restaurant zu fahren, um einfach mal in Ruhe nur schon drei Pommes zu essen. Kopf nicht hängen lassen: Es hilft, wenn man sich Essen liefern lässt und sich dann hinsetzt, wenn der Nachwuchs schläft. Macht das Wetter mit und man hat einen Balkon, kann man sogar ein Kerzli anzünden. Mit ein bisschen Phantasie kann so ein Dinner sehr wohl als Date-Night durchgehen. Dass wir dabei die ausgeleierte Jogginghosen tragen und das Haar schon länger ungewaschen ist, ist im Moment gerade total egal.

6. Nachtwache statt Nachtruhe

Die lieben Kleinen wissen am Anfang ihres Lebens noch nicht, dass es Tag und Nacht gibt. Also sind sie die ersten paar Monate zumindest nachts oft wach. Sie wollen gefüttert, gewickelt und getragen werden. Es hilft enorm, wenn hier der Papa aus Solidarität mitmacht. Natürlich kann er nicht stillen, aber er kann füttern. Und wickeln. Und einfach nur ebenfalls zum Zombie mutieren, weil ihm der Schlafmangel mindestens so zusetzt wie der Neo-Mama. Wo man also früher zu zweit die Nacht zum Tag machte, weil man gemeinsam tanzte, ist man jetzt halt da. Auf dem Sofa. Mit Baby. Morgens um 3.15 Uhr. Open End. Vielleicht hat man sich nichts zu sagen. Vielleicht ist man so müde, dass man gereizt ist. Vielleicht sehnt man sich gerade sehr nach dem alten Leben. Was man aber selbst da nie vergessen sollte: Man ist zusammen in diesem Boot. Ein Team. Man schaukelt das Kind zu zweit. Und irgendwo weit hinten versteckt sich da sogar ein Funken Romantik.

Parenting statt Party, Symbolbild

Parenting statt Party all night long: So sieht das Paarleben nachts aus, wenn das Baby mal da ist. 

Getty Images/Image Source

7. Baby-Fotos statt Sexting!

Wann seid ihr zuletzt an den Anfang eures Whatsapp-Chats gescrollt? Damals, als ihr noch Sexting betrieben habt? Leidenschaftlich ward? Euch eure Liebe in jeder Nachricht erklärt habt? Euch vielleicht sogar sexy Bilder geschickt habt? Fühlt sich wie in einem anderen Leben an? War es auch! Da, wo früher nur eure Liebe zelebriert wurde, gehts jetzt um den Nachwuchs. Wie ist sein Stuhlgang heute. Was kann es schon Neues. Und dazwischen reichts auch mal für ein «Kannst du bitte Windeln und WC-Papier kaufen auf dem Heimweg?»

8. Let's talk about was eigentlich?

Früher waren wir wahrscheinlich beide berufstätig, hatten ein gemeinsames und jeweils ein eigenes Leben. Alles war im Fluss. Dinge passierten, wir trafen Leute, hatten was zu erzählen. Mit einem Baby daheim passiert zuerst einmal absolut nichts. Und doch eine Menge. Die Pärchen-Gespräche drehen sich genau deswegen neu zu rund 99,999999 Prozent um den Nachwuchs. Heute hat er/sie lustig gepupst. Heute hat er/sie im Restaurant massiv die Windel gefüllt. Heute hat sie/er einen Ton von sich gegeben. Am besten wohl man akzeptiert diesen Fakt einfach. Und vergisst nicht, dass wieder andere Zeiten kommen. Und irgendwo haben wir vielleicht ja doch noch ein paar Single-Freunde, die unser Eltern-Leben von zeit zu Zeit mit ihren Sex- und Dating-Geschichten erheitern.

9. Tschüss Hemmungen!

Als Paar waren wir vielleicht noch bemüht, nicht vor einander zu pupsen. Wir gaben uns Mühe, stets einen gepflegten und sauberen Eindruck zu machen. Wir gaben uns Mühe, haben die Zehennägel hinter verschlossenen Türe geschnitten. Nun ist also das Kleine da. Spätestens, wenn dieses die Windel so heftig gefüllt hat, dass sowohl Mama als auch Papa voller Kacka sind, ists vorbei mit den Hemmungen. Vielleicht ist das entzaubernd und schade. Aber sind wir ehrlich: So eine neue pure Freiheit hat auch etwas enorm Entspannendes. Und bis wir überhaupt mal wieder den Kopf frei für Sex haben, haben wir das mit den Ausdünstungen und unrasierten Achseln auch schon wieder vergessen,

10. Faktor Liebe

So, jetzt haben wir über viele Dinge geredet, die, sagen wir mal, nicht sooo sexy sind. Wie aber so oft haben wir uns auch hier das Beste zum Schluss aufbewahrt. Die Liebe. Klar, im Optimalfall ward ihr schon vor dem Baby verschossen ineinander. Aber das, was jetzt da ist, ist sehr viel mehr: Die gemeinsame Liebe zum eigenen Kind ist einfach nur überwältigend. Es gibt auch nichts Grossartigeres, als den eigenen Partner plötzlich in seiner Eltern-Rolle zu sehen. Und dann gibt es ganz viele dieser Momente zu dritt: Eventuell ist die Wohnung dreckig, die Wäsche stapelt sich und der Abwasch ist auch nicht gemacht. Aber da ist dieses kleine Wesen, das euch anstrahlt. Das euch zu Eltern gemacht hat. Das euch so sehr zusammengeschweisst hat. Das euch zur Familie gemacht hat. Also, vergesst das Chaos um euch herum. Und taucht ab. Die Welt aus Kinderaugen ist sehr viel bunter und schöner als sie es in Tat und Wahrheit ist. Aber das wisst ihr schon. Bleibt nur die Frage: Lest ihr noch oder denkt ihr schon an Baby Nummer 2?
 

Symbolbild Elternglück

Am Ende ist es eben doch einfach nur wunderbar, nicht mehr nur Paar, sondern auch Eltern zu sein.

Getty Images/Mint Images RF
Von MZ am 05.10.2021
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