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Ex-Bachelorette Eli Simic spricht offen über ihr Leben als Mutter, ihren Beruf und ihre Dates. Sina Albisetti
Eli Simic im SI.Talk

«Als Mami lasse ich niemanden schnell an mich ran»

Seit eineinhalb Jahr lebt Ex-Bachelorette Eli Simic vom Vater ihrer Tochter Mia getrennt. Im SI-Talk erzählt die Single-Mutter, weshalb sie in der Zwischenzeit nur zwei Dates hatte und verrät, dass sie regelmässig obszöne Angebote bekommt.

Ehrlich, lustig und ungeschönt – so laufen eigentlich alle Gespräche mit Eli Simic, 32, ab. Die ehemalige Bachelorette hat schweizer-illustrierte.ch schon so manches Interview gegeben. Im Videoformat SI.Talk steht uns die alleinerziehende Mutter nun auch vor der Kamera Rede und Antwort. 

Neues Herzensprojekt

Dabei verrät sie uns, dass sie selbst nicht genau weiss, wie sie als alleinerziehende und beruflich selbstständige Mutter während der Corona-Krise einen kühlen Kopf bewahren konnte. Im Gegensatz zu ihren Moderations-Jobs seien glücklicherweise ihre Aufträge als Influencerin nicht gänzlich weggefallen. «Ich schaue, dass ich die Jobs, die ich bekomme, auch tatsächlich wahrnehmen kann», sagt sie. Das sei zwar mit einem Kind nicht immer leicht, aber dank der Hilfe von Familie, Freunden und Kollegen trotzdem machbar, sagt sie dankbar.

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Die Mutter der bald zweijährigen Mia denkt voraus und macht ihre berufliche Laufbahn nicht nur vom Social-Media-Dasein abhängig. Ihr neustes Projekt liegt ihr dabei sehr am Herzen. «Früher litt ich unter Panik- und Angststörungen. Im Corona-Wahnsinn habe ich eine Facebook-Seite für Betroffene gegründet, wo wir uns austauschen konnten. Diese kam sehr gut an», sagt Simic. Aus dieser Gruppe sei dann die Idee entstanden, einen Online-Kurs auf die Beine zu stellen und ihre Erfahrungen zu teilen. Mittlerweile habe sie die Zeit der Panik- und Angstzustände nämlich hinter sich gelassen und habe so manchen Tipp zu geben.

«Wir sind zwar kein Paar, aber gute Eltern.»

Eli Simic auf die Frage nach Mias Vater

Auf ihr Liebesleben angesprochen, sagt sie: «Ich bin in love mit meiner Tochter.» Es sei echt nicht leicht, einen passenden Partner zu finden, auch deshalb, weil sie als ehemalige Rosenkavalierin in der Schweiz bekannt sei. Sie bekomme ständig unmoralische Angebote, dass es ihr kalt den Rücken runterlaufe: «Von Pärchen, für Dreier, Fünfer, Doppelpack, Zehnerpack!»

Doch dann wird sie ernst: «Wenn du Mami bist und eine gewisse Verantwortung hast, lässt du nicht so schnell jemanden in dein Leben.» Zudem sei sie nicht sicher, ob sie überhaupt Zeit für einen Partner hätte. «Wenn Mia im Bett ist, kümmere ich mich um den Online-Kurs oder auch mal um mich selbst», sagt sie. Und dann gibt sie zu: «Das Bedürfnis nach jemandem hält sich im Moment wirklich in Grenzen. Ich suche nicht, ich lasse mich finden.»

Sie glaubt aber nicht, dass man es als Mutter schwerer habe, sich mit Männern zu verabreden. «Man sucht sich einfach bewusster aus, wen man datet», sagt sie. Sie selbst habe seit Mias Geburt erst zwei Dates gehabt, gibt sie zu. Mit Kind sei der Anspruch viel höher, denn es gehe ja nicht nur um sie, sondern auch um ihre Tochter. Sie wolle auch respektvoll gegenüber Mias Vater sein, zu dem sie ein gutes Verhältnis habe. «Wir sind zwar kein Paar, aber gute Eltern», fügt sie hinzu.

Ein Erziehungs-Remix für Mia

Die Erziehung ihrer Tochter sei weniger streng, als sie es damals als Kind erlebt habe. Ihre Mutter sei eine totale Autoritätsperson gewesen. Doch Anstand sei auch ihr als Mama sehr wichtig. Auf der anderen Seite sei sie für sehr viele Spässe zu haben, springe auf dem Sofa oder auf dem Spielplatz mit Mia herum. «Dann denke ich schon, dass ich ein echt cooles Mami bin», sagt sie vergnügt. In diesen Mix aus streng und gelassen kommt noch die Schweizerische Seite in ihr hinzu: «Abends um 19.15 Uhr sage sie zu Mia ‹So, es ist Zeit fürs Bett, ab zum Zähne putzen, Frau Simic›.» Kurz zusammengefasst formuliert es Eli Simic so: «Ich bin ein totaler Remix!»

Dieser Mix zieht sich auch in den Sprachen durch, die sie mit Mia spricht. Daheim ist dies Serbisch, draussen immer Deutsch. «Sie spricht schon beides ziemlich gut», verrät die stolze Mutter. Ihre Wurzeln wolle sie ihrer Tochter auf jeden Fall mitgeben. «Mia war mit drei Wochen das erste Mal in Serbien. Es ist mir extrem wichtig, ihr zu zeigen, wer nebst mir sonst noch zu unserer serbischen Familie gehört.»

Von Edita Dizdar am 16.09.2020
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