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Zeidler und Diaz ganz offen

Anja und Morena über Liebes- und Mami-Krisen

Die eine ist Unternehmerin, Influencerin, Buchautorin, die andere Podcasterin und Influencerin. Anja Zeidler und Morena Diaz haben aber noch noch mehr Gemeinsamkeiten: Beide sind Mama von Töchtern. Wann und wieso sie an die Grenzen geraten, wieso Kinder eine Herausforderung für die Beziehung sind und wie sie alles unter einen Hut bringen, verraten die beiden in einem ehrlichen Schlagabtausch.

Anja Zeidler

Im Gespräch mit Morena Diaz gibt Anja Zeidler zu, dass sie immer mal wieder an ihre Grenzen stösst.

instagram.com/anjazeidler

In einer Sache sind sich Anja Zeidler (28) und Morena Diaz (29) sofort einig: Das Mamasein haben die Influencerinnen im Vorfeld unterschätzt. In Diaz' Podcast «Die Lehrerin im Bikini» reden Zeidler und Diaz offen und ehrlich über ihr Leben mit Kindern, Männern, einem Welpen, Jobs und die Tücken, die so ein Familienleben mit sich bringt.

Diaz, deren Tochter Nerea bald acht Monate alt ist, durchlebt aktuell eine strenge Zeit: «Ich bin oft alleine mit Nerea», sagt sie. Damit nicht genug: Die Kleine schlafe nur im Kinderwagen ein. «Es ist schön, dass ich oft rauskomme und viel spaziere, aber die Arbeit bleibt halt liegen», sagt sie. Und: «Zurzeit beruhigt sich Nerea nur bei mir. Das ist streng. Gestern war ich kurz einkaufen, sie blieb bei meiner Mama und hat 15 Minuten durchgeweint.»

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Die Krux mit dem Abgeben

Anja kennt die kleineren und grösseren Probleme mit dem Nachwuchs nur zu gut. Sie erzählt, dass sie grosse Mühe damit hatte, ihre Tochter Jela, 2, über Nacht abzugeben. Im Alter von rund acht Monaten habe sie es mal versucht. «Es ist mir sehr schwer gefallen.» Es gab sogar Situationen, in denen sie mitten in der Nacht zu ihrer Tochter fuhr.

«Weisst du, viele sagen, ich muss halt loslassen können», erwidert Diaz. Ein Satz, der die ehemalige Lehrerin richtig hässig macht. «Nerea ist mein Baby. Ich lasse mein Baby doch nicht los.» Sie würde sie eigentlich gerne in die Kinderkrippe geben, aber «das fällt mir sehr schwer».

Bei Zeidler stösst Diaz auf grosses Verständnis. «Bevor Jela zur Welt kam, dachte ich, dass ich sie sicher nicht in die Krippe gebe. Ich dachte, ich bringe doch keine Kinder zur Welt, damit ich sie nachher abgebe», so Zeidler weiter. Und: «Da habe ich mich aber wirklich geirrt. Heute geht Jela einen Tag pro Woche in die Krippe. Ich finde es super. Kinder lernen so viel von anderen Kindern. Jela geht richtig gerne.» Aber: «Du wirst selber spüren, wenn der richtige Moment für die Kita ist», rät Zeidler Diaz.

Das Kind als Beziehungsprobe

Dann kommen Zeidler und Diaz auf ein weiteres emotionales Thema zu sprechen. In Sachen Mental Load würden sich beide manchmal mehr Support von ihren Partnern wünschen. «Wenn wir aus dem Haus gehen und ich nicht an die Falsche, an Snacks und alles denke, dann denkt keine Sau daran», sagt Zeidler. 

Diaz kennt die Situation nur zu gut. Sie fragt sich aber, inwiefern Mütter zu dieser Situation beitragen. Und warum Väter nicht selber auf die Idee kommen, etwas mehr anzupacken. «Manchmal denke ich mir so 'Hmmm', warum müssen wir ihnen alles beibringen!?»

Anja hat hier einen guten Tipp: «Ich glaube, dass wir unseren Männern ruhig mehr zutrauen können und sollen.» Wichtig sei auch, dass man sich bewusst ist, dass die meisten Paare die Situation kennen, dass ein Kind eine Beziehung auf die Probe stellt. «Nur weil auf Instagram alles immer so schön aussieht, heisst das nicht, dass immer alles super ist», erklärt Zeidler. «Ich habe oft ganz schlechte Tage, an denen ich an meine Grenzen stosse und einfach nur da sitze und weine.»

Wie die zwei jungen Mütter mit all diesen Herausforderungen umgehen und was sie anderen Eltern raten, hören Sie hier

Von Maja Zivadinovic am 25. April 2022 - 07:09 Uhr
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