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Vorlesetag 2023

Didier Cuche liest den Kindern in drei Sprachen vor

Am 24. Mai ist Schweizer Vorlesetag. Skilegende Didier Cuche unterstützt den nationalen Aktionstag als Botschafter. Der Schweizer Illustrierten erklärt er, welchen Stellenwert das Vorlesen in seiner Familie hat.

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Didier Cuche liest seinen Kindern Noe (7) und Amelie (4) aus Buch Masse und Gewichte vor, in seinem Haus in Sonvilier

Skilegende Didier Cuche, 48, liest seinen Kindern auf Französisch und Deutsch vor.

Nik Hunger

«Den Moment des Vorlesens finde ich einen sehr schönen», sagt Didier Cuche (48), der mit seiner Frau Manuela und den beiden Kindern Noé (7) und Amélie (4) in Sonvilier BE zuhause ist. «Die Kinder können runterfahren, werden ruhiger und tauchen ganz in diese imaginären Welten ein, aus denen man ihnen vorliest. Und das nicht nur abends: Unsere beiden Kinder Noé und Amélie wollen bereits nach dem Aufstehen am Morgen sofort aufs Sofa und Bücher angucken. Noé kann langsam auch selber lesen. Es ist ein solches Ritual in unserem Alltag, dass ich sehr gern Botschafter für den Vorlesetag in Neuenburg bin.»

Didier Cuche liest seinen Kindern Noe (7) und Amelie (4) aus Buch Märkte aus aller Welt vor, in seinem Haus in Sonvilier

Didier Cuche liest seinen Kindern das Buch «Märkte aus aller Welt» vor. 

Nik Hunger

«Ich selber habe als Kind diese Leidenschaft fürs Lesen leider nicht so entwickelt, weder in der Schule noch zu Hause. Das war auch schwieriger, weil meine Eltern ein Restaurant führten, natürlich auch abends. Auf den Reisen als Skifahrer sind Bücher bei mir oft lange mitgereist – aber wenn ich dann angefangen habe, hatte ich Mühe, das Buch wieder wegzulegen.

«Sie liest ihnen auf Italienisch und Deutsch vor, ich auf Deutsch und Französisch»

Didier Cuche

Ich habe das Glück, dass meine Frau Manuela immer sehr viel las. Sie hat mich dann auch beim Vorlesen mitgerissen. Nun mache ich es je länger, je lieber. Sie liest ihnen auf Italienisch und Deutsch vor, ich auf Deutsch und Französisch – Noé und Amélie sprechen alle drei Sprachen. Wir haben die ganze Globi-Kollektion durch, auch die Steinböcke «Gian und Giachen» stehen zu Hause. Oft lesen wir Geschichten mit Tieren, die noch einen tieferen Sinn vermitteln.»

Didier Cuche liest seinen Kindern Noe (7) und Amelie (4) aus Buch Märkte aus aller Welt vor, in seinem Haus in Sonvilier

Sein Liebilngs-Kinderbuch sei «Pippi Langstrumpf», sagt Didier Cuche. Und der Satz: «Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar» aus «Der kleine Prinz» von Antoine de Saint-Exupéry hat sich im eingeprägt. 

Nik Hunger

«Aber wir staunen auch, wie sehr sich Noé für Sachbücher und Allgemeinwissen interessiert und das überhaupt nicht langweilig findet. Es macht Freude zu sehen, dass die Kinder nie genug von Büchern kriegen und immer um noch ein Kapitel mehr verhandeln wollen. Das sind schöne Vorzeichen, und ich hoffe, dass sie später selber gern lesen werden.»

Am 24. Mai findet zum sechsten Mal der Schweizer Vorlesetag statt. Alle Veranstaltungen auf: schweizervorlesetag.ch

In der Schweizer Illustrierten Nummer 20 2023 (jetzt am Kiosk) tauchen weitere Prominente Schweizer mit ihren Sprösslingen, Patenkindern und Freunden in die Welt der Geschichten ein. 

Von Eva Breitenstein am 24. Mai 2023 - 07:00 Uhr