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Eltern, aufgepasst!

Diesen Fehler sollten wir beim Töpfli-Training vermeiden!

Während des Trockenwerdens gehören kleinere und grössere Unfälle dazu. Geht was daneben, sind Eltern schnell zur Stelle, um zu trösten. Was gut gemeint ist, kann aber kontraproduktiv sein. Warum das so ist, weiss die amerikanische Erziehungsexpertin Jamie Glowacki.

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Kind auf dem Töpfli

Alles will gelernt sein, so auch der Gang aufs WC.

Getty Images

Das Trockenwerden ist im Leben jeder Familie einer der ersten grossen Meilensteine Richtung Selbständigkeit! Wer aber denkt, dass Kinder quasi über Nacht und ohne Zwischenfälle die Windel verabschieden, irrt sich in den meisten Fällen. Wenn Kinder zum Beispiel tief in ein Spiel versunken sind, geht gerne mal noch was in die Hose. Gar kein Problem natürlich! Kleinere und grössere Unfälle gehören zum Trockenwerden dazu.

Warum «kein Problem» doch ein Problem sein kann

Absolut verständlich also, dass wir schnell zur Stelle sind, um die lieben Kleinen zu trösten, indem wir ihnen sagen, dass eine nasse Hose gar kein Problem ist. Eine, die von Phrasen dieser Art explizit abrät, ist Jamie Glowacki. Die US-amerikanische Expertin und Autorin des Bestsellers «Oh Crap! Potty Training» begleitet seit Jahren Familien auf dem Weg zur windelfreien Zeit und gibt ihre Tipps regelmässig auf Instagram weiter.

 

Konkret plädiert Glowacki dafür, auf Sätze wie «Kein Problem!» oder «Das ist nicht schlimm!» zu verzichten, wenn beim Töpfchentraining etwas daneben geht. Ist das nicht fies? Nicht unbedingt, ist sich Glowacki sicher. Denn für Kinder bedeutet diese Reaktion, dass das Geschehene in Ordnung ist und deswegen jederzeit wiederholt werden kann. Statt also zu relativieren, rät Glowacki für klare, aber ruhige Kommunikation, die Orientierung schafft, ohne Druck aufzubauen.

Konkret können Eltern Sätze wie folgende sagen: 

«Du hast auf den Boden gemacht, Kacka gehört ins Töpfchen.Setz dich bitte jetzt darauf, um Kacka zu machen» oder «Du lernst das gerade noch. Du hast in die Hose gepinkelt. Beim nächsten Mal machst du Pipi ins Töpfchen.»

Matchentscheidend dabei ist: ja nicht schimpfen und ja nicht laut werden. Das Ziel ist es, dem Kind liebevoll, aber eindeutig verstehen zu geben, was von ihm erwartet wird. Gelassenheit und Konsequenz vermitteln Sicherheit und unterstützen den Nachwuchs dabei, eine erste grosse Entwicklungsetappe zu meistern. Darauf dürfen wir stolz sein, und sie erst recht. 

Von mzi am 11. März 2026 - 12:00 Uhr