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Für einen Schatz fehlte der Platz

Eli Simic über die Einsamkeit als alleinerziehende Mama

Seit zwei Jahren ist sie Single und kümmert sich alleine um Töchterchen Mia. Wie es Eli Simic schafft, Job, Kind, Familie und Freunde unter einen Hut zu bringen und warum es in den letzten zwei Jahren keinen Platz für einen Mann an der Seite der Ex-Bachelorette hatte, verrät Eli im Gespräch mit schweizer-illustrierte.ch.

Eli Simic und Tochter Mia

Eli Simic und Tochter Mia gehen seit zwei Jahren zu zweit durchs Leben.

instagram.com/eli_simic

Wer ihr auf Instagram folgt, weiss: Wo Eli Simic drauf steht, da ist stets ein grosses Lachen drin. Die Mutter der dreijährigen Mia ist immer gut gelaunt, sieht nie müde aus, scheint alles perfekt im Griff zu haben. «Ja, auf Instagram präsentiere ich tatsächlich mehrheitlich die schönen Seiten meines Lebens, ich will die Community nicht runterziehen und doch auch regelmässig die realen Dinge vom Mamasein zeigen», sagt Eli Simic zu schweizer-illustrierte.ch. Natürlich sei nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen daheim. 

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«Im Gegenteil», offenbart die Schweizerin mit serbischen Wurzeln. «Mia macht gerade eine herausfordernde Phase durch. Alles wird verhandelt, alles wird diskutiert. Es fühlt sich an, als wäre sie bereist ein kleiner Teenager.» Dennoch sind Mutter und Tochter ein eingespieltes Dream-Team. Als Mia sieben Monate alt ist, trennen sich Mias Vater und Eli. Heute verbindet das Ex-Paar ein freundschaftliches und lockeres Verhältnis. «Auch die Besuchszeiten regeln wir flexibel und unkompliziert.»

An zwei Vormittagen die Woche ist Mia in der Kita. Unterstützung kriegt Eli auch von ihrer Familie. Manchmal schläft Mia sogar bei ihren Grosseltern. «Ich freue mich auch auf die Zeit, wenn Mia dann auch mal bei ihrem Papa übernachtet», sagt Eli. Bis dahin ist es so, wie es ist: Eli ist als alleinerziehende Mutter die Hauptbezugsperson für ihr Kind. 

Wie sie das alles so gut schafft, weiss sie selber nicht, sagt Eli und lacht. «Man wächst in die Rolle rein. Ausserdem ist Mia in einem Alter, in dem sie sich auch mal gut selber beschäftigen kann. Das will ich auch explizit so, zumal ich ja nicht ihr Pausenclown bin.»

Nebst ihrer Tätigkeit als Mama hat Eli die letzten zwei Jahre ein weiteres «Baby» geboren. «Ich habe einen Online-Kurs für Menschen, die unter Angststörungen leiden, konstruiert. Eli, die selber unter Panikattacken litt, merkte während Corona, dass Online-Angebote gefragt sind. Mit ihrem Coaching will sie nun Betroffenen Mut machen. Der Kurs ist erst seit wenigen Tagen online verfügbar. «Ich habe von A bis Z alles selber gemacht, die Homepage, die Videos, den Schnitt, alles.»

Langsam wieder offen für die Liebe

Eli hat vor allem dann gearbeitet, wenn Mia geschlafen hat. «Oft bis ein, zwei Uhr nachts.» Kein Wunder, dass bei so viel Arbeit die Liebe auf der Strecke blieb. Dennoch gibt Eli zu, dass ihr immer wieder mal die starke Schulter zum Ausheulen fehlt. «Ich kann ja nicht ewig ins Kissen schluchzen.» Ausserdem, das sei ja klar, habe jeder Mensch Bedürfnisse. Körperlicher und seelischer Natur.

Trotz der Einsamkeit, die Eli hie und da fühlt, hatte sie in den letzten zwei Jahren keine Zeit und keine Musse für die Liebe. «Wenn ich mich auf jemanden einlasse, dann soll das so richtig sein und nicht einfach so dazwischen geschoben.»

Erst jetzt, da ihr Online-Kurs fertig ist, kann sich Eli vorstellen, zu daten. «Jetzt habe ich wieder Zeit und bin sehr offen für Neues. Das war ich vorher nicht, was ich auch ausgestrahlt habe.» Eli ist sich sicher, dass sich deswegen in Sachen Liebe auch nichts ergeben hat. «Dafür habe ich enorm viele schöne Stunden mit meiner Familie und auch mit meiner besten Freundin verbracht.»

Wie soll der eine sein, der Elis Herz erobern kann? «Optisch bin ich sehr offen und habe nicht den einen Typ. Wichtig ist aber, dass ihm klar ist, dass es mich nur im Doppelpack mit Mia gibt.»

Von Maja Zivadinovic am 13. November 2021 - 17:09 Uhr
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