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«Es ist keine Schande, um Hilfe zu bitten»

Eli Simic über ihr Leben als Single-Mami

Seit sechs Monaten lebt Eli Simic vom Vater ihrer Tochter Mia getrennt. Die Ex-Bachelorette zieht Bilanz und erzählt, wie sie ihr Leben als alleinerziehende Mutter meistert.

Eli Simic mit Tochter Mia, 6 Monate alt

Vor elf Monaten wurde Eli Simic Mutter der kleinen Mia.

ZVG

Eli Simic, deine Tochter Mia wird nächsten Monat ein Jahr alt. Wie feiert ihr das?
Weil dann viele in den Ferien sind, erst einmal sehr klein. Sicherlich mit Mias Papa Dominik, alles Weitere sehen wir, wenn die Ferienzeit vorbei ist. Dann machen wir wahrscheinlich etwas Grösseres.

Ein Jahr Mama. Was ist deine Bilanz?
Mehr Augenringe, aber auch mehr Glück.

Du und dein Ex-Partner Dominik sind nun seit rund einem halben Jahr getrennt. Wie hat sich dein Leben seither verändert?
Naja, ich muss sehr viel mehr planen und auch ein Stück weit mehr durchhalten. Ich kann ihm Mia nicht mehr einfach in den Arm geben und schnell etwas erledigen. Dominik und ich müssen die Zeit mit Mia nun organisieren. Aber das klappt ganz gut. Wir haben ein entspanntes Verhältnis.

Eli Simic beendet Mutterschaftsurlaub und wird Reiki-Therapeutin

Eli Simic kuschelt mit ihrer Tochter Mia. Vom Vater der Kleinen lebt sie getrennt.

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Ihr versteht euch also noch gut?
Ja, eigentlich schon. Natürlich haben wir mal mehr und mal weniger Mühe miteinander. Aber im Grossen und Ganzen funktioniert alles reibungslos.

Bist du schon wieder offen für eine neue Beziehung?
Oh nein! Ganz ehrlich, im Moment bin ich so mit meiner Tochter, mir selber und meinem Job beschäftigt, dass ich keinen Platz habe für einen Partner. Klar, wenn jetzt der Mann meiner Träume vor mir stünde, dann würde ich ihn nicht wegschicken, aber der kann von mir aus auch noch eine Weile warten.

Wie hat sich die Beziehung zwischen Mia und ihrem Papa verändert, seit ihr getrennt seid?
Ich finde, sie ist noch enger geworden. Dominik und ich sind seit der Trennung viel entspannter und das merkt Mia natürlich auch. Wir haben den Schritt früh genug gemacht, bevor die Fronten verhärten konnten. Wir können immer noch freundschaftlich und entspannt miteinander umgehen und das merkt die Kleine natürlich. Das ist mir auch wichtig.

Was rätst du anderen alleinerziehenden Müttern?
Traut euch, Hilfe zu holen! Ich bekomme so viele Nachrichten von Frauen, die nicht den Mut haben, ihre Beziehung zu beenden, obwohl sie unglücklich sind. Kinder spüren das und sind nur dann wirklich ausgeglichen, wenns den Eltern auch gut geht. Es ist keine Schande, um Hilfe zu bitten. Freunde, Geschwister, Eltern - irgendwer kann immer einspringen, wenn ihr einmal einen Moment für euch braucht.

«Brüste kann ein Arzt richten, die Beziehung zum Kind nicht!»

Eli Simic, Bachelorette 2017

Du hast dich kürzlich in deiner Instastory über einen Kommentar zu deinen Brüsten geärgert. Was ist passiert?
Ich habe ein Bild von mir im Bikini gepostet und eine Frau, wohlgemerkt, kommentierte, dass meine Brüste ja weg seien. Normalerweise lösche ich solch doofe Bemerkungen, aber nach einiger Überlegung, habe ich mich entschieden, darauf zu reagieren. Denn meine Brust ist kleiner, weil ich meine Tochter neun Monate lang gestillt habe und das verändert den Körper einer Frau nun einmal.

Warum ist dir das so ein Anliegen?
Es gibt doch genug Frauen, die ein Problem mit ihrem Körper haben und besonders mit dessen Veränderungen, die ein Kind mit sich bringt. Da finde ich es völlig unnötig, solche Kommentare zu machen. Ausserdem darf das doch kein Grund sein, nicht zu stillen. Nur, weil dann die Brüste nicht mehr perfekt sind. Das kann ja ein Arzt richten, die Beziehung, die durchs Stillen entsteht, nicht. Wenn man die Brust geben kann, dann ist das etwas so Schönes und Wichtiges für Mutter und Kind. Ich hatte richtig Mühe, als Mia nicht mehr gestillt werden wollte.

Warum denn das?
Sie hat mit neun Monaten beschlossen, dass sie lieber vom Tisch essen und nicht mehr gestillt werden will. Ich war noch gar nicht bereit dafür. Das war also schon hart für mich. Wie eine erste Abnabelung.

Würdest du dir die Brust machen lassen?
Ich bin grundsätzlich überhaupt nicht gegen Schönheitsoperationen. Aber im Moment ist das noch kein Thema. Ich habe erst vor zwei Monaten abgestillt und jetzt gebe ich meiner Brust erstmal einen Moment, um sich zu erholen. Wenn ich in ein oder zwei Jahren nicht zufrieden bin, dann denke ich noch einmal drüber nach.

Von Berit-Silja Gründlers am 19. Juni 2019