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  4. Frieda Hodel, Annina Campell und Mirjam Jäger über ihre Kinder

Liebe Promi-Mamis ...

Ist der Schritt von einem auf zwei Kinder wirklich so krass?

Der Volksmund behauptet: Ein Kind ist kein Kind. Wahre Worte oder reine Provokation? Und was verändert sich wirklich, wenn aus einem Trio ein Quartett wird? Wir haben mit Annina Campell, Frieda Hodel und Mirjam Jäger über genau diese und andere Fragen gesprochen.

Frieda Hodel und Fabio Zerzuben

Frieda Hodel mit ihrem Mann Fabio Zerzuben und den Töchtern Zuria und der kleinen Kaia.

instagram.com/friedahodel

Nirgendwo scheiden sich die Geister so sehr, wie in Belangen rund um das Familienleben. Während die eine Fraktion sagt, ein Kind sei total easy, man brauche das Leben kaum anzupassen, finden andere, dass das Leben auch nur mit einem Einzelkind ein komplett anderes ist als dieses, das man vor dem Nachwuchs hatte.

Dann gibt es noch diejenigen Eltern, die der Meinung sind, dass alles ab dem zweiten Kind kein Ding ist, die laufen dann einfach so mit. Andere wiederum empfinden die wachsende Familie als unglaublich anstrengend und herausfordernd. 

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Wir haben mit drei prominenten Müttern über ihre Erfahrungen gesprochen. 

Mirjam Jäger: «Ich habe jetzt noch weniger Zeit für mich»

Ein Kind ist kein Kind, stimmt das?
Mirjam Jäger: Also, dass ein Kind keines ist, stimmt nicht. Die Umstellung von keinem auf eines ist riesig. Beim Zweiten weiss man das. Man ist sich der Verantwortung und der Umstellung des Lebens bewusst. Es ist aber definitiv nochmal etwas anderes, ein oder zwei Kinder zu haben. Ich habe jetzt noch weniger Zeit für mich und muss mich noch besser organisieren. Gesamthaft aber war für mich die Umstellung von null auf ein Kind grösser. 

Was hat sich für dich am meisten verändert mit dem zweiten Kind?
Die ersten acht Monate war es hart, da ich fast nie nachschlafen konnte. Die Nächte waren mit dem Baby kurz und tagsüber wollte der Grössere ein Programm. Manchmal habe ich auch das Gefühl, dem Grossen nicht immer die Aufmerksamkeit schenken zu können, die er eigentlich haben sollte. Ich muss aber auch lernen, weniger hart mit mir selber zu sein, ich gebe das Beste und zweiteilen kann ich mich leider nicht.

Hat sich beruflich etwas für dich verändert als Zweifach-Mama und wenn ja, was?
Wegen Corona bin ich momentan leider nicht mehr ganz so beschäftigt wie vor der Pandemie. Es ist aber klar, dass es mehr Organisation braucht, wenn ich dann mal weg bin. Ich musste auch schon Jobs sausen lassen, weil meine Mutter keine Zeit hatte und ich den kleinen Jay momentan noch niemand anderem über Nacht anvertraue. 

Könntest du dir noch ein Kind vorstellen?
Ich finde es wahnsinnig schön, Kinder zu haben. Ich möchte meinen Söhnen auch gerecht werden und sie auf ihrem Weg so gut wie möglich unterstützen und fördern. Ich weiss nicht, ob ich das bei drei Kindern noch könnte. Ich habe mir immer gesagt, dass ich minimum ein und maximal zwei Kinder will. Geplant ist definitiv kein drittes Kind. 

Frieda Hodel: «Ich komme schon auch an meine Grenzen»

Ein Kind ist kein Kind, stimmt das?
Es hat schon was. Ich sage auch selber, dass ein Kind kein Kind ist und 2 sind wie 20. Mir fehlt der Schlaf jetzt noch mehr. Ich muss nachts mehrfach aufstehen. Wenn ich alleine bin mit unseren Töchtern, komme ich schon auch mal an meine Grenzen. Zum Glück aber ist mein Mann Fabio oft anwesend und kann mich sehr gut entlasten und auch anpacken.

Hat das zweite Kind etwas mit deiner Beziehung verändert und wenn ja, was und wie? 
Zurzeit ist es für Fabio und mich enorm schwierig, Zeit zu zweit zu finden. Es ist halt auch bei der Babysitter-Sache ganz anders mit zwei als mit einem Kind. Für eines findest du schnell mal eine Betreuung, bei zwei Kindern sieht das anders aus. Ausserdem ist unsere Kaia halt schon auch immer noch ein Baby.

Hast du manchmal das Gefühl, deinen Kindern nicht gerecht zu werden?
Nein, zum Glück nicht. Als Influencerin habe ich das Glück, dass ich von zu Hause aus arbeiten kann. Ich habe meine Firma so gut aufgebaut, dass ich jetzt tolle Angestellte habe, die das Business führen. So habe ich die Gelegenheit, mit Zuria das Mutter-Kind-Turnen zu besuchen, ins Schwimmen zu gehen und Kaia ist sowieso daheim bei mir, so dass ich viel Zeit auch mit ihr verbringen kann. Am schönsten ist es, wenn wir alle zusammen sind. Langsam beginnen die Mädchen auch, zusammen zu interagieren. Das ist besonders toll zu beobachten.

Könntest du dir noch ein Kind vorstellen?
Nein, ein weiteres Kind ist kein Thema. Zwei reichen uns. Einerseits, weil ich beruflich doch auch eingespannt bin und anderseits habe ich irgendwie das Gefühl, dass ein Drittes stets das fünfte Rad am Wagen wäre.

Annina Campbell: «Mit einem Kind ist alles unkomplizierter»

Ein Kind ist kein Kind, stimmt das?
Ich finde die Umstellung auf ein Kind viel krasser. Das liegt aber vielleicht auch daran, dass wir vier Jahre Unterschied vom ersten auf das zweite Kind haben. Das erste Kind stellt alles auf den Kopf. Ich bin von heute auf morgen nicht mehr drei Mal pro Woche für einen Job in ein Flugzeug gestiegen. Ich habe nur noch in der Schweiz gearbeitet. Das ist eine riesige Umstellung. Klar, mit einem Kind ist alles etwas unkomplizierter als jetzt bei uns mit drei. Es wird logistisch alles schwieriger, sogar einfach husch eine Pizza essen gehen. Aber: Mit jedem Kind, das dazu kommt, gewöhnt man sich an die neue Konstellationen und Situationen.

Was hat sich für dich am meisten verändert vom zweiten Kind auf das dritte?
Bis jetzt noch nicht sehr viel. Der Kleine ist erst gerade ein paar Monate alt und schläft viel. Ich merke aber, dass es für seine zwei Schwestern vor allem bereichernd ist. Mit jedem Kind, das dazu kommt, werden sie alle noch kuscheliger. Die Schwestern haben es ausserordentlich gut zusammen und die Liebe zum kleinen Bruder schweisst sie noch mehr zusammen.

Hast du manchmal das Gefühl, dass du nicht allen Kindern gerecht wirst?
Nein, ich bin sicher, dass es den Kindern nicht schadet, wenn sie mal ein bisschen warten müssen. Ich bin selber mit zwei Brüdern aufgewachsen, kenne die Situation und weiss, dass man keinen grösseren Schaden davon trägt. Retrospektiv habe ich beim ersten Kind vielleicht ein bisschen ein schlechtes Gewissen, weil ich die ersten zwei Jahre noch viel gearbeitet habe. Aber wirklich schlimm ist das nicht. Was Kinder brauchen, ist vor allem viel Liebe und das haben alle unsere Kinder immer bekommen. Da muss man nicht so streng mit sich selber sein.

Wie haben eure Kinder die Beziehung von dir und deinem Partner Marc verändert?
Also man hat definitiv nicht mehr Zeit füreinander. Im Gegenteil. Die Zweisamkeit geht unter. Dafür verbringt man zusammen viel Zeit mit den Kindern und das ist ja etwas sehr Schönes. Das Familiengefühl schweisst uns noch mehr zusammen. Ich habe mir immer drei Kinder gewünscht und bin sehr dankbar, dass Marc die Idee auch cool gefunden hat und wir zusammen drei gesunde Kinder bekommen konnten.

Von Maja Zivadinovic am 17. Oktober 2021 - 07:09 Uhr
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