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Wie Stars bei einer Scheidung um die Kinder kämpfen

Nicole Kidman und Keith Urban und ihr geregeltes Co-Parenting

Nicole Kidman und Keith Urban sind geschiedene Leute – und das im Eilzugtempo! Möglich war das auch dank einer von Beginn an minutiösen Regelung, was die Betreuung der gemeinsamen Kinder betrifft. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt: Bei weitem nicht alle Promis konnten sich so gut einigen.

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Nicole Kidman Keith Urban

Keith Urban und Nicole Kidman mit ihren Töchtern Sunday Rose und Faith Margaret (v.l.n.r.) und Nicole Kidmans Nichte Sybella Hawley (in Rot) im Jahr 2024.

FilmMagic

19 Jahre waren Nicole Kidman (58) und Keith Urban (58) verheiratet. Letztes Jahr gaben sie ihre Trennung bekannt – und sind jetzt, nur drei Monate später, bereits geschieden. Möglich war die Scheidung im Eilzugtempo auch, weil sich das Paar schon im Voraus Gedanken gemacht hatte. Auch zu ihren Kindern.

Zwei Töchter hat das Ex-Paar – und wo Sunday (17) und Faith (15) zukünftig leben werden, regelt ein minutiöser Erziehungsplan. 306 Tage im Jahr werden sie gemäss «People» bei Nicole Kidman leben, 59 Tage bei Keith Urban.

Fest- und Feiertage sind bereits klar aufgeteilt

Keith Urban steht jedes zweite Wochenende zu – und zwar von Samstagmorgen ab 10 Uhr bis Sonntagabend um 18 Uhr. Auch den Vatertag werden Sunday und Faith beim Sänger verbringen, wie einem Auszug aus den Scheidungsunterlagen zu entnehmen ist, den Bild.de zeigt.

Der Muttertag wiederum steht Nicole Kidman zu. Gleich wie Ostern – und zwar schon von Samstag vor Ostern bis Ostersonntag. Sogar die Herbst- und Winterferien mit den Kindern haben Keith Urban und Nicole Kidman bereits untereinander aufgeteilt, immer vom jeweils letzten Schultag an bis um 18 Uhr des Tages, bevor die Schule wieder beginnt.

Eine minutiöse Planung, die auf den ersten Blick vielleicht etwas irritiert, aber von Beginn an für klare Verhältnisse ohne Diskussionen sorgt. Allgemein steht der respektvolle Umgang miteinander im Zentrum: Gemäss «People» haben sich Nicole Kidman und Keith Urban verpflichtet, nicht schlecht über den jeweils anderen oder dessen Familie zu sprechen. Den Töchtern wollen sie trotz der Scheidung ein stabiles und liebevolles Umfeld bieten.

Damit sind Nicole Kidman und Keith Urban ein Vorbild, wie auch eine Hollywood-Ehe zum Wohle der Kinder ein gutes Ende finden kann. Ein Vorhaben, das in der Vergangenheit längst nicht allen Stars gelungen ist:

Michael Jackson und Debbie Rowe: Sie verzichtete auf alle Rechte

Debbie Rowe (67) ist die zweite Ehefrau von Michael Jackson (†50) und war von 1996 bis 2000 mit dem Sänger verheiratet. In dieser Zeit kamen die gemeinsamen Kinder Michael Jr. – Prince (28) – und Paris (27) zur Welt. Bei der Scheidung übertrug Rowe das volle Sorgerecht an den Sänger. Sie erhielt eine Abfindung von acht Millionen USD und ein Haus. Später versuchte sie, ihre Elternrechte wieder geltend zu machen. Erst 2009 aber, nach dem Tod von Michael Jackson, einigte sie sich mit dessen Mutter auf Besuchsrechte, während das Sorgerecht aber bei Katherine Jackson blieb.

Tom Cruise und Katie Holmes: Sie erhielt das alleinige Sorgerecht

Bei Katie Holmes (47) und Tom Cruise (63) lief es umgekehrt: Das Paar heiratete 2006, im selben Jahr kam die gemeinsame Tochter Suri zur Welt. 2012 beantragte die Schauspielerin die Scheidung von Tom Cruise – und das alleinige Sorgerecht. Es wurde damals sogar in den Medien spekuliert, ob sie die Scheidung in New York eingereicht habe, weil dort die Chancen auf einen Erfolg grösser waren, als in Kalifornien. Und tatsächlich erhielt sie dieses auch zugesprochen, während er Besucherrechte bekam – und fortan 400'000 Dollar jährlich Unterhalt bezahlen musste, bis zu Suris Volljährigkeit 2024. Und das Verhältnis zu seiner Tochter? Dazu äusserte sich das Ex-Paar nie öffentlich. Suri aber verwendet in der Öffentlichkeit den Nachnamen Cruise nicht und tritt als Suri Noelle in Erscheinung.

Katie Holmes und Tom Cruise

Katie Holmes und Tom Cruise – hier 2012 – waren von 2006 bis 2012 verheiratet.

Getty Images

Britney Spears und Kevin Federline: Er erhielt das alleinige Sorgerecht

Bei Britney Spears (44) und Kevin Federline (47) war es der Vater, der das alleinige Sorgerecht zugesprochen bekam. Die Sängerin und der Tänzer waren von 2004 bis 2007 verheiratet und haben zwei gemeinsame Söhne: Sean Preston (18) und Jayden James (17). Nach der Scheidung erhielt sie einzig eingeschränkte Besuchsrechte, während er zur primären Betreuungsperson wurde. Der Sorgerechtsstreit eskalierte zwischenzeitlich stark und fiel in eine Phase persönlicher Krisen der Sängerin, in deren Verlauf sie auch stationär behandelt wurde. Erst mit den Jahren wurden ihre Besuchszeiten ausgeweitet. Noch heute aber deckt sich das Ex-Paar öffentlich mit Vorwürfen ein. Zuletzt reagierte Britney Spears im Oktober 2025 auf Aussagen ihres Ex-Mannes mit einem Statement und schrieb unter anderem: «Das ständige Gaslighting meines Ex-Ehemannes ist extrem verletzend und anstrengend.»

Angelina Jolie und Brad Pitt: Verhandeln, bis die Kinder volljährig sind

Zwei Jahre waren Angelina Jolie (50) und Brad Pitt (62) verheiratet – acht Jahre lang stritten sie anschliessend um die Scheidung. Einer der zentralen Streitpunkte war das Sorgerecht für die gemeinsamen Kinder: Maddox (23), Pax (21), Zahara (19), Shiloh (19) sowie Knox und Vivienne (beide 16). Sie wollte das alleinige Sorgerecht, die Kinder sollten überwiegend bei ihr leben. Er strebte zu Beginn das gemeinsame Sorgerecht an, später zumindest eine stärkere Beteiligung. Es folgten mehrere gerichtliche Entscheide, Berufungen und neue Anträge. Im März 2024 schliesslich gab Brad Pitt Berichten zufolge auf – inzwischen war die Mehrheit seiner Kinder aber so oder so bereits volljährig. Ende 2024 unterzeichnete das Ex-Paar die Scheidungspapiere.

Sofía Vergara und Nick Loeb: Streit um befruchtete Embryos

Manchmal beginnt der Streit um die Kinder sogar, bevor sie überhaupt hier sind: Schauspielerin Sofía Vergara (53) und Geschäftsmann Nick Loeb (50) streiten sich schon länger über zwei befruchtete Embryonen, die 2013 eingefroren wurden. Das Paar war mit Unterbrechungen von 2010 bis 2014 zusammen, aber nie verheiratet. Nach der Trennung zog Nick Loeb vor Gericht, um die Kontrolle über die Embryonen zu erhalten – und das inzwischen bereits in mehreren US-Staaten. Ein Gericht in Los Angeles entschied 2021, dass Loeb Vergaras «ausdrückliche schriftliche Einwilligung» benötigt, um die Embroynen von einer Leihmutter austragen zu lassen. Sie wiederum sagte bereits mehrfach, dass sie keine Kinder mehr mit ihm will und die Embryos lieber eingefroren lässt, als sie verwenden zu lassen.

Von Thomas Bürgisser am 22. Januar 2026 - 12:00 Uhr