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  4. Pro und Kontra der SI-Redaktion: Verändert Rihannas Schwangerschaftslook wirklich die Welt?

Die SI-Redaktion debattiert

Verändert Rihannas Schwangerschaftslook die Welt?

Born to be a Star! Auch schwanger weiss sich Rihanna bestens zu inszenieren. Statt auf bequeme Teile setzt die Sängerin auf gewagte Looks und ganz viel bauchfreie Momente. Damit ist Riri in aller Munde. Nur an einer Frage scheiden sich die Geister: Ist Rihannas Baby-Bauch-Style Top oder Flop? Die SI-Redaktorinnen und Mamis Sylvie und Maja sind sich nicht einig.

LOS ANGELES, CALIFORNIA - MARCH 12: Rihanna celebrates the launch of Fenty Beauty at ULTA Beauty on March 12, 2022 in Los Angeles, California. (Photo by Kevin Mazur/Getty Images for Fenty Beauty by Rihanna)

Rihanna setzt neue Schwangerschaft-Trends.

Getty Images for Fenty Beauty by

Sexy Glitzerfummel statt übergrosse elastische Shirts, durchsichtige Kleider statt Schwangerschaftsleggings und knappe Kleidchen statt Stützstrümpfe: Rihanna (34) schafft es zurzeit auf die Titelseiten ganz grosser Modemagazine. Der Grund: Die Sängerin, die mit dem Rapper ASAP Rocky (33) ihr erstes Baby erwartet, revolutioniert gerade die Umstandsmode.

Wo die schwangere Riri auftaucht, da schaut die Welt aktuell hin. Vor allem Fashionistas jubeln bei Rihannas Schwangerschaftslooks. Bloss: Wie alltagstauglich sind die Outfits? Müssen sie das überhaupt sein? Und ist es gerechtfertigt, dass die Musikerin gerade in den Himmel gelobt wird? Und können/sollen wir Normalsterbliche etwas von Rihanna lernen? 

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Fragen, in denen sich unsere Redaktorinnen Sylvie und Maja nicht einig sind.  

Sylvie: «Ich kann den Jubel um Rihanna nicht nachvollziehen»

Rihanna zeigt sich schwanger in bauchfreien Looks in der Öffentlichkeit. Das ist gut. Jede Frau soll bitte so rumlaufen, wie sie sich wohl fühlt – egal ob mit oder ohne Baby im Bauch. Aber den Jubel, den Rihannas Auftritte auslösen, kann ich nicht nachvollziehen.

«Rihannas Looks verändern unser Verständnis von Schwangerschaftsmode», jubiliert die Zeitschrift «Glamour». «Rihanna revolutioniert die Umstandsmode», fachsimpelt die «Frankfurter Allgemeine». Sogar die SI-Style-Redaktion prognostiziert, dass Rihanna in ihrer Schwangerschaft unser Verständnis von Umstandsmode umkrempelt.

Also, die Frau, die so am Arbeitsplatz (oder beim Einkaufen, oder im Zug) auftaucht, will ich sehen.Seien wir ehrlich: Rihanna weiss genau, was sie tut, wenn sie hochschwanger in Nachtwäsche ihren Babybauch präsentiert. Sie zementiert damit ihren Ruf als unerschrockene Fashionista und pusht ihre Platzierung beiGoogle-Trends.

Beides ist ihr gelungen, wie die Schlagzeilen beweisen. Dabei finde ich eine solche Outfitwahl nicht einmal besonders mutig, wenn man weder Dehnungsstreifen verarbeiten noch Stützstrümpfe tragen muss. Sorry, Rihanna, in meinen Augen dienen die provokanten Umstands-Outfits einzig deiner Imagepflege!

Rihannas Auftritte werden weder eine Revolution in unseren Kleiderschränken anstossen, noch dienen sie der Body-Positivity-Bewegung. Warum? Weil erstens gemütliche Kleidung, die unsere Bewegungsfreiheit in der Schwangerschaft nicht noch mehr einschränkt, als es der Bauch schon tut, immer gewinnen wird. Warme Nieren an die Weltspitze!

Zweitens darf man nur hoffen, dass sich Schwangere, die medizinisch verordnete Stützstrümpfe tragen müssen oder ihren Bauch mit einem elastischen Band schützen, vom Gedöns um diesen einen professionell gestylten Babybauch nicht verunsichern lassen.

Maja: «Ich schaue Rihanna gerade wahnsinnig gerne an»

Okay, zwischen Rihanna und mir gibt es einen klitzekleinen Unterschied. Sie dürfte eine Stylistin haben, die den ganzen Tag nichts anderes macht als total krasse und total tolle Fummel für sie zu suchen, in denen Rihanna mit ihrem total perfekten Baby-Bauch total super aussieht. Dass die Sängerin weder Dehnungsstreifen noch einen Anflug von Cellulite hat, dürfte sie ihrem Personal Trainer verdanken. Auch ein Unterschied zwischen ihr und mir: Sie hat bestimmt einen Personal Trainer. Ich habe keinen.

Wir fassen zusammen: Rihanna ist schwanger und sieht dabei grandios aus. Ausserdem macht es ihr sichtlich grossen Spass, ihre Schwangerschaft zu inszenieren. Warum total bequeme Schwangerschafts-Jogginghose tragen wenn es ein Glitzer-Overall auch tut? Warum in Schwangerschafts-Leggings daheim die Füsse hochlegen, wenn man Bock auf Red Carpets und durchsichtige Kleider hat?

Ja, ich schaue Rihanna gerade wahnsinnig gerne an. Sie strahlt Freiheit, Selbstbewusst- und Selbstbestimmtheit aus. Sie ist sexy, sie ist schön, sie ist cool. 

Natürlich ist ihr Schwangerschaftslook maximal alltagsuntauglich. Wahrscheinlich wird sie die Welt auch nicht zu einem besseren Ort machen nur weil sie so rumläuft wie sie rumläuft. Auch würde ich keine einzige meiner Schwangerschafts-Leggings gegen einen ihrer Fummel tauschen wollen. 

Dennoch empfinde ich Rihanna als maximal inspirierend, bewundere ihre Mut und die Kreativität (ihrer Stylistin). 

Apropos Stylistin: Im nächsten Leben hätte ich auch gerne eine. Und einen Personal Trainer. Vielleicht aber wird es dann beides nicht mehr brauchen. Einfach weil es total normal und egal sein wird, ob Frau schwanger Jogginghosen oder einen extrem knappen Glitzerfummel trägt. Eine super Vorstellung!

Von Sylvie Kempa und Maja Zivadinovic am 15. März 2022 - 18:08 Uhr
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