Selbst ist die Mama, selbst ist der Papa. In Sachen Babies und Ernährung ist an der simplen Redewendung sehr wohl was dran. So hält der Trend zum selbstgemachten Babybrei schon lange ungebrochen an. Während Regale voller Fertiggläschen zwar bequem sind, reizt viele Eltern die Vorstellung, genau zu wissen, was im Magen ihres Babys landet. Bloss: Welche Zutaten eignen sich für den Anfang? Welche Mengen sind richtig? Und wie lässt sich Babybrei sicher aufbewahren?
Die gute News vorweg: Fachleute aus der Ernährungsberatung betonen, dass das Selberkochen weder kompliziert noch zeitintensiv sein muss. Und nein, das ist kein Aprilscherz!
Wir beantworten hier die drängendsten Fragen rund um den selbstgemachten Brei und wünschen guten Appetit.
Mit der Beikosteinführung kann man zwischen dem 5. und 7. Lebensmonat beginnen, je nach Entwicklungsstand des Babys. Wichtige Anzeichen dafür sind, dass das Baby aufrecht sitzen und den Kopf halten kann, Interesse an Essen zeigt und Dinge selbstständig in den Mund nimmt.
Für den ersten Brei eignen sich milde, leicht verdauliche Zutaten. Besonders gut verträglich ist Gemüse wie Rüebli, Pastinake, Kürbis, Süsskartoffel, Zucchini, Brokkoli oder Blumenkohl. Dazu kann man gekochte Kartoffeln als sättigende Basis mischen plus einen Teelöffel Rapsöl.
Auf keinen Fall. Im ersten Lebensjahr vertragen Babys weder Salz noch anderes Gewürz. Der natürliche Geschmack reicht völlig aus.

Selber gemachter Brei schmeckt Babies am besten.
Getty ImagesZu Beginn möglichst glatt und fein. Wenn das Baby etwas älter ist und sich gut an den Brei gewöhnt hat, dürfen kleine Stückchen enthalten sein, um die Kaumuskulatur zu fördern.
Ja, absolut. Frisch zubereiteter Brei lässt sich in sauberen Behältern bis zu drei Tage im Kühlschrank aufbewahren.
Bei einer Temperatur von minus 18 Grad kann man eingefrorenen Brei problemlos bis zu zwei Monate halten. Hack: Die Verpackung mit dem Datum anschreiben, damit man immer weiss, wie lange der Brei schon im Gefrierfach steht.
Frisch gekochter Babybrei sollte unmittelbar nach dem Pürieren in den Tiefkühler gestellt werden. Die Schockfrostung verhindert, dass Vitamine und Nährstoffe verloren gehen und Keime sich vermehren können.
Ist der Brei noch sehr heiss, kann man ihn kurz in einen Behälter mit kaltem Wasser oder im Winter einfach schnell draussen abkühlen.
Gemüse wie Pastinake, Kürbis oder Rüebli sind unkompliziert, was das Einfrieren und Auftauen anbelangt. Nur bei Spinat und Rande muss man aufpassen. Beide enthalten Nitrat, das beim Erhitzen zu Nitrit werden kann, was in hoher Menge gefährlich ist, da es zu Sauerstoffmangel führen kann.
Ja, das geht. Wichtig ist, frische und qualitativ hochwertige Produkte zu verwenden, das Fleisch oder den Fisch gut durchzugaren und anschliessend fein zu pürieren, damit keine Stückchen zurückbleiben. Mageres Fleisch wie Huhn, Truthahn oder Rind sowie milde Fischsorten wie Lachs eignen sich besonders gut.

Für den Anfang eignet sich Gemüse wie Pastinaken und Rüebli sehr gut.
Getty ImagesSchonend im Wasserbad oder in der Mikrowelle (gut umrühren). Nicht zu lange erhitzen.
Zu dick: Mit Wasser, Muttermilch oder Säuglingsmilch verdünnen. Zu flüssig: Etwas gekochtes Gemüse oder Getreideflocken unterrühren.
Für den Anfang ist schonend gedünstetes Obst besser verträglich. Später können Früchte wie zum Beispiel Banane, Birne oder Pfirsich roh serviert werden.
Das Wichtigste: nicht verzweifeln und sich in Geduld üben! Die Beikost dann einfach kurz vertagen und an einem anderen Tag erneut anbieten, verschiedene Sorten probieren und nie zum Essen drängen.
