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Diane Kruger, Kristen Bell, Angelina Jolie

Wenn Kinder auf die Filme ihrer Eltern reagieren

Was passiert, wenn Kinder plötzlich sehen, wie Mama oder Papa auf der Leinwand kämpft, küsst oder sich trennt? Diese Erfahrung haben schon viele Hollywoodstars gemacht – von Diane Kruger über Ben Affleck und Jennifer Garner bis zu Kristen Bell.

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Kristen Bell und Dax Shepard

Kristen Bell und Dax Shepard spielen in «Hit and Run» ein Paar – ihre Kinder im echten Leben, waren nicht von allem begeistert, was im Film geschah.

Getty Images

Vor sieben Jahren wurde Diane Kruger (49) zum ersten Mal Mutter. Seither habe sich nicht nur ihr Leben verändert, sondern auch die Filmrollen, die sie annehme, erklärt die deutsche Schauspielerin mit Hollywood-Karriere nun in einem Interview mit «People». Denn: Die siebenjährige Nora, die Diane Kruger mit ihrem Partner und Schauspielkollege Norman Reedus (56) hat, beginnt Fragen zu stellen. Und das Beispiel, das das ehemalige Model anbringt, ist nicht ohne:

«Ich habe gerade einen Film über ein Frauenarbeitslager im Zweiten Weltkrieg, ein Konzentrationslager, abgedreht, und natürlich sieht sie mich dann mit allem Make-up per Facetime und fängt an, Fragen zu stellen.» Hier sei sie in der Verantwortung, ihrer Tochter bestimmte wichtige Dinge zu erklären, und dabei auch kindgerecht vorzugehen. Entsprechend habe sie das Gefühl, Rollen annehmen zu müssen, bei denen sie erklären könne, weshalb es wichtig sei, diese Geschichten zu erzählen.

Jennifer Garner wird von ihren Kindern nicht geschaut

Tatsächlich tun Schauspiel-Eltern gut daran, ihre Filme beziehungsweise Rollen im Hinblick auf ihre Kinder mit Bedacht zu wählen. Oder müssen sich zumindest ein dickes Fell zulegen und sich auf Kommentare gefasst machen. Dabei muss es auch gar nicht immer um ernste Themen gehen.

Ben Affleck (53) beispielsweise erzählte Anfang des Jahres bei «Jimmy Kimmel Live», dass seine Kinder Violet (19), Fin (16) und Samuel (13) sich mit Kritik nicht zurückhalten würden. Beim gemeinsamen Schauen von «Armageddon» etwa habe es schnell geheissen: «Was soll das? Das ist so dumm. Willst du mich veräppeln?»

Da kommt die Mutter der drei Kinder – Jennifer Garner (53) – fast besser weg. Denn im Gegensatz zu den Filmen mit Ben Affleck, schauen sich Violet, Fin und Samuel die Leinwandhits ihrer Mutter gar nicht erst an. «Meine Kids mögen es nicht, mich auf der Leinwand zu sehen. Sie unterstützen mich auf alle Fälle, aber ich kann nachvollziehen, dass es komisch sein muss, seine eigene Mutter zu sehen, wie sie jemanden küsst oder weint», so Garner vor zwei Jahren.

Jennifer Garner Ben Affleck

Jennifer Garner und Ben Affleck waren von 2005 bis 2015 ein Paar und haben drei gemeinsame Kinder – 2018 folgte die Scheidung.

WireImage

Noch lustiger scheint es zu werden, wenn gleich beide Elternteile im gleichen Film mitspielen. 2014 erzählte Angelina Jolie (50), dass ihre beiden Kinder Maddox und Pax den Film «Mr. & Mrs. Smith» angeschaut hätten – den Film also, in dem sie und Brad Pitt (61) sich kennengelernt hatten und anschliessend zwölf Jahre lang bis 2016 ein Paar waren. «Ich glaube, sie fanden es urkomisch», wird Jolie von «Hello!» zitiert. «Die eigenen Eltern als Spione kämpfen zu sehen, ist schon eine seltsame Fantasie.»

In eine ähnliche Richtung gehen die Reaktionen, mit denen Kristen Bell (45) und Dax Shepard (50) zu dealen hatten, als deren gemeinsamen Töchter Lincoln (12) und Delta (10) den Film «Hit and Run» zum ersten Mal sahen. Dieser erschien eigentlich bereits 2012, also bevor die Kinder des Paares zur Welt kamen. Bei «Jimmy Kimmel Live» erzählten Bell und Shepard, die die Hauptrollen spielen, nun aber, dass die Kinder es zwar liebten, ihre Eltern jung und verliebt zu sehen. Nur: Im Film kommt es auch zu einer Trennung, ganz zum Unmut der Kinder. «Sie waren sehr aufgebracht», erzählt Dax Shepard. Was ihn aber gefreut habe: Sie waren wütend auf Kristen Bell, nicht auf ihn. «Sie hielten Mama für eine Zicke. Sie dachten, Papa sei ein guter Junge mit einer schlimmen Vergangenheit, und sie sollte das verzeihen können.»

Von Thomas Bürgisser am 16. Januar 2026 - 12:00 Uhr