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Anna Maier über Kinder und Karriere

«Wir haben alle den gleichen Alltagsknorz»

Sie wird heftig diskutiert, schon lange gesucht und doch nicht gefunden: Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Journalistin Anna Maier verrät auf Instagram, wie sie ihr Leben managt und warum sie nicht alleinerziehend ist.

anna maier

Anna Maier hat viele Hüte auf, unter anderem den der Mutter, Freundin und Journalistin.

Instagram/anna_maier_journalist

Diese Woche hat das Parlament beschlossen, dass frischgebackene Väter künftig zwei Wochen bezahlten Vaterschaftsurlaub erhalten. Damit geht die Schweiz einen wichtigen Schritt in Richtung Gleichberechtigung von Mann und Frau.

Dass es mit diesen zwei Wochen allerdings nicht getan ist, wissen alle, die Kinder haben. So auch die Journalistin Anna Maier, 41. Sie finde es zwar gut, dass der Vaterschaftsurlaub neu «nicht mehr wie ein Zügeltag behandelt» werde. Doch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gehe noch viel tiefer, schreibt die SRF-Moderatorin auf ihrem Instagramprofil zu einem Foto von sich und ihren drei Kindern, die zwischen sechs und 18 Jahre alt sind.
 

 

«Ich bin nicht alleinerziehend»

Maier schreibt, dass sie hin und wieder bewundernde Nachrichten bekomme, da die Leute meinten, sie bringe Kinder und Karriere mit links unter einen Hut. «Die Realität? Dieses Kunststück gelingt auch mir häufig nur mit zwei linken Händen und auch immer mal wieder eher schlecht als recht», gesteht sie.

Eines sei ihr wichtig festzuhalten: «Ich bin nicht alleinerziehend.» Sie habe zwar keine Nanny und sei für die Hauptbetreuung ihrer Kinder verantwortlich. Doch trotz der Trennung von den Vätern ihrer Kinder, seien diese sehr engagiert im Leben ihrer Kids. Zudem helfe ihr Partner im Alltag kräftig mit.

anna maiers sohn

Seit kurzem ist auch Anna Maiers Jüngster eingeschult. Mit diesem Foto hält sie den Moment fest.

Instagram/anna_maier_journalist

Appell ans gegenseitige Verständnis

Wie so viele Frauen trage sie verschiedene Hüte. Sie sei Mutter, Freundin, Journalistin, Autorin, Moderatorin, Krankenpflegerin, Seelsorgerin, Köchin – und am Ende des Tages ausgelaugt wie alle, die versuchten, «allen und allem gerecht zu werden».

Mit dieser Aussage will die dreifache Mutter, die erst kürzlich den 18. Geburtstag ihrer ältesten Tochter feierte, aber kein Mitleid erzeugen. Sie wolle vielmehr einen Einblick in das reale Leben geben. Und auch wenn es manchmal chaotisch und anstrengend sei, so sei sie doch «glücklich über das Gewusel» in ihrem Leben.

Zum Schluss appeliert sie ans gegenseitige Verständnis. Sie sei überzeugt, dass es allen besser gehen würde, wenn wir uns bewusst machten, dass unser «Alltagsknorz» derselbe sei. So finde man eher einen Konsens – und zwar «nicht nur für die kurze Zeit nach der Geburt, sondern fürs Leben».

Von Edita Dizdar am 13.09.2019