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Dank Fullbody-Scan

Wie ihr schnell merkt, ob das Muttermal böse ist

Regelmässige Kontrolluntersuchungen sind der einzige Weg, um kritische Hautveränderungen frühzeitig zu erkennen. Mit dem Fullbody-Scan ist der Hautcheck noch genauer.

Frau Muttermale Hautkrebs
Dr. Alexander Just empfiehlt, jährlich die Muttermale und Leberflecken kontrollieren zu lassen. Getty Images/iStockphoto

Jedes Jahr erkranken 25 000 Menschen in der Schweiz an Hautkrebs. Der weisse Hautkrebs – Basaliom und Spinaliom – ist circa zehnmal häufiger als der gefährliche schwarze Hautkrebs. Er führt in seltenen Fällen zum Tod. Etwa 2400 Personen erkranken jährlich an schwarzem Hautkrebs, dem Melanom. Tendenz zunehmend. Bei ungefähr 300 Patienten führt die Erkrankung zum Tod.

Frühzeitig entdeckt, ist das Melanom praktisch immer heilbar. Fast jeder fünfte Patient sucht aber erst dann einen Arzt auf, wenn der Tumor bereits Ableger in anderen Organen gebildet hat. Laut Krebsliga sind es in der Schweiz vor allem Männer, die verdächtige Hautveränderungen erst in einem fortgeschrittenen Stadium untersuchen lassen. 

Diese Faustregel hilft weiter

Zur Vorbeugung des schwarzen Hautkrebses hat sich die ABCDE-Regel eingebürgert. Das bedeutet, dass man alle paar Monate Muttermale auf A wie Asymmetrien, B wie Begrenzung, C wie Color (Farbe), D wie Dynamik und E wie Entwicklung untersuchen sollte.

Doch wie soll das gehen bei Menschen mit vielen Muttermalen? «Etliche Stellen des Körpers kann man selber gar nicht einsehen, beispielsweise Rücken, Hinterkopf, Genitalbereich oder die Mundschleimhaut», erklärt Dr. Alexander Just, Facharzt FMH für Dermatologie in der Skinmed-Klinik in Lenzburg AG.

CheckUP Check-Up Hautkrebs
Der Fullbody-Scan registriert jede kleine Veränderung von Muttermalen und Leberflecken. ZVG

Der Fullbody-Scan erreicht alle Körperstellen

Die Klinik verfügt neu über einen Fullbody-Scanner, eine Verbindung aus einer hochauflösenden, pixelgenauen Fotokamera, einem Auflichtmikroskop und einem Hightech-Computer zur genauen Muttermalkontrolle. «Dieses System tastet quasi mit Fotoaufnahmen den Körper ab, registriert die Muttermale und ist so in der Lage, Veränderungen mit einer Genauigkeit von 96 Prozent festzustellen», erklärt der Dermatologe. Bei der Analyse können die Ärzte den Verlauf der Muttermale durch Auflichtmikroskopie aufnehmen und speichern. Bei der nächsten Kontrolle werden Muttermale eins zu eins verglichen.

Dr. Alexander Just empfiehlt, jährlich die Muttermale und Leberflecken kontrollieren zu lassen. «Die Untersuchung ist kurz, schmerzlos und kann viel Leid ersparen. Und ist mit dem Fullbody-Scan erst noch schnell und präzis.» Das System ergänzt die früheren Techniken zur Überwachung der Muttermale.

Weitere Infos findet ihr unter www.skinmed.ch

Von Verena Thurner am 13. Mai 2019