INUIKII ist eine dieser Marken, die aus einer klaren Vision heraus entstanden sind: Mode soll nicht nur schön aussehen, sondern sich auch richtig gut anfühlen. Was 2013 in Zürich als Familienprojekt begann, hat sich längst zu einem internationalen Label entwickelt, das für handgefertigte Qualität, unkonventionelles Design und kompromisslosen Komfort steht. Die Gründerin Cinzia Maag und ihre beiden Söhne wollten einen Schuh kreieren, der Wärme, Schutz und Stil miteinander verbindet und der dabei weit mehr ist als ein klassischer Winterboot. Heute umfasst INUIKII eine vielseitige Kollektion, die von ikonischen, gefütterten Boots bis zu modernen Sneakers reicht, doch der Kern der Marke ist gleich geblieben: Jede Silhouette erzählt von Liebe zum Detail, von hochwertigen Materialien und von einer Haltung, die Mode bewusst denkt.

Wärme, Funktionalität und Stil sind bei INUIKII keine Gegensätze.
zVgCinzia Maag, CEO INUIKII

Cinzia Maag, rechts, feiert ihre Brand.
zVgNachhaltigkeit spielt dabei eine zentrale Rolle – von ausgewählten Naturmaterialien bis zu recycelten Komponenten, die elegant in die Designs einfließen. INUIKII ist zu einer Marke geworden, die man nicht nur trägt, sondern spürt: urban, selbstbewusst, mutig und immer mit einem Hauch Schweizer Understatement. Ein idealer Moment also, mit der Frau ins Gespräch zu kommen, die diese Vision ins Leben gerufen hat, Cinzia Maag, CEO INUIKII:
Du wolltest nicht einfach einen Laden eröffnen, sondern eine Begegnungszone. Weshalb war dir das so wichtig?
Wir wollten keine Boutique, in die man kurz reinschaut und gleich wieder rausgeht, wenn einem nichts gefällt. Uns war wichtig, eine Atmosphäre zu schaffen, in der man verweilen möchte – auch wenn man nichts kauft. Einen Ort, wo man etwas trinkt, sich austauscht und sich einfach wohlfühlt.
INUIKII verbindet Streetstyle mit Funktionalität. Wie gelingt euch dieser Spagat?
Wir haben eine sehr breite Kollektion. Manche Styles sind klar Streetstyle, andere eher High Fashion. Genau diese Mischung ist unser Ziel. Wir möchten nicht nur funktionale Schuhe anbieten, sondern auch Modelle, die Fashionistas ansprechen – und gleichzeitig Schuhe, die man im Alltag in der Stadt trägt.
Nachhaltigkeit ist ein grosses Thema in der Mode. Wie setzt ihr das um?
Wir produzieren fast alles in Europa und arbeiten eng mit Partnern zusammen, die wir persönlich kennen. Unser Leder stammt aus Italien, hochwertig und langlebig. Für uns ist es selbstverständlich, dass nicht nur das Produkt schön ist, sondern auch die Umstände, unter denen es entsteht.
Jetzt habt ihr mitten in Zürich einen Laden eröffnet. Wird das die Modeszene hier nochmals beleben?
Ja, das war für uns ein wichtiger Schritt. Wir sind an einem Punkt, an dem wir sagen können: Wir sind eine Marke. Ein Flagship-Store in einer Stadt wie Zürich ist dafür entscheidend. Nächstes Jahr könnte vielleicht München oder Stockholm folgen.
Welches Schuhmodell aus eurer Kollektion spiegelt dich am meisten wider?
Ganz klar der Boot. Das war unser erstes Produkt – und er repräsentiert für mich nach wie vor die DNA unserer Marke.
Gab es Überraschungen, wenn du die kulturellen Unterschiede in den Schuhmärkten im Ausland mit der Schweiz vergleichst?
Ja, absolut. Jede Kultur hat andere Vorlieben. In der Schweiz schätzt man eher Bequemlichkeit, in asiatischen Ländern ist Mode wichtiger, und in den USA dominiert ein eher freier, sportlicher Stil. Aber weil unsere Kollektion so vielseitig ist, findet jedes Land seinen passenden Schuh.
Und privat – was trägst du an einem freien Tag?
Sneakers! Wir machen sie jetzt seit drei Jahren, und sie sind für mich in der Freizeit unverzichtbar. Wenn ich ausgehe, greife ich aber auch mal gerne zu High Heels.
Viele junge Frauen träumen von einer Karriere wie deiner. Welchen Rat würdest du einer 20-Jährigen geben?
Hart arbeiten. An sich glauben. Sich nicht beirren lassen, auch wenn es Rückschläge gibt. Wichtig ist, das Ziel vor Augen zu behalten und alles zu geben. Jeder Umweg oder Rückschlag ist eine Lektion, aus der man lernt.

Auch mit Sneakers von INUIKII muss man im Winter nicht frieren.
zVg