Familiensache im Hoch-Ybrig Husky-Schlittenfahrt für Familien

Statt die Schlitten mühsam den Hügel hinaufzuschleppen, lassen sich die Wilhelms lieber ziehen - von verschmusten Kraftpaketen auf vier Pfoten. Die Familie geniesst eine Huskyschlittenfahrt im Hoch-Ybrig.

Noch liegen sie an der Leine gemütlich im Schnee am Seeblisee bei der Bergstation im Skigebiet Hoch-Ybrig (SZ) und blinzeln in die Sonne: die beiden Brüderpaare Kobuk und Rama sowie Nanouk und Amarok und die drei Brüder Ben, Iron und Mexx. Sieben Siberian Huskys wie aus dem Bilderbuch, mit dickem Pelz und den markanten eisblauen oder gelbbraunen Augen. Von ihren heutigen «Kunden», der Familie Wilhelm aus Steinmaur ZH, lassen sie sich noch so gerne streicheln. Aber sobald ihr Herrchen, der einstige Weltklasse-Ruderer Nicolas Lätt, 39, die Schlitten auf den Platz zieht, springen sie auf die Pfoten, trippeln aufgeregt herum und heulen wie Wölfe durcheinander.

«Sie können es kaum erwarten, loszurennen», erklärt Lätt. Er zeigt Astrid, 40, und Hanspeter Wilhelm, 36, und ihren drei Töchtern Andrina, 11, Noemi, 9, und Sarah, 6, wie sie auf den Schlitten stehen, wie sie bremsen und wie sie sich verhalten müssen, wenn sie stürzen. «Unbedingt zuerst selber aufstehen und erst danach den Schlitten aufstellen - sonst flitzen die Hunde ohne euch weiter.» Und: «Ruft ihr ‹Los!›, starten die Hunde durch.»

Bei der ersten Fahrt lenken Lätt und Aushilfs-Musher Pascal je ein Gespann. Tierpflegerin Diana, die unter der Woche die Hunde betreut, bleibt mit den übrigen Hunden am Platz - und vertröstet sie, bis auch sie für eine Fahrt eingespannt werden. «In der schneefreien Zeit ziehen sie statt Schlitten einen Wagen oder Trottinette», erzählt Diana. «Aber nur bis 15 Grad, danach ist es ihnen zu heiss - wir gehen ja auch nicht bei 40 Grad joggen.»

Zu Hochform laufen die Hunde bei winterlichen Temperaturen auf, wie sich gerade zeigt: Auf «Los!» stürzen sie los, und die Wilhelms beobachten aufmerksam, wie die Gespanne dem Seeblisee entlangsausen und wieder zurück zu ihnen, bevor sie selbst aufsteigen. Zum Schluss dürfen alle allein ein Zweiergespann führen. Die Wilhelm-Mädels bestimmen den Papa als Vorfahrer. «Wenn du immer schön in die Kurven liegst, hast du es schnell im Griff», sagt Nicolas Lätt zu Hanspeter Wilhelm - «dann hast du es nicht schnell im Griff», ruft Noemi dem Papa grinsend zu. Doch er schafft die Fahrt sturzfrei. Ebenso Noemi und die kleine Sarah. Dann folgt Mama Astrid - und hoppla! Vom Standplatz aus sehen die anderen, wie sie im Schnee landet - aber ruck, zuck wieder auf den Beinen steht, den Schlitten aufstellt und weiterfährt. «Das hast du genau richtig gemacht», lobt sie Lätt nach ihrer Rückkehr. «Es hat auch nicht wehgetan, das war eine weiche Landung im Schnee!», sagt Astrid Wilhelm lachend. Nun wagt sich auch Andrina alleine auf eine Rundfahrt. Ihre Schwestern geben den Hunden zu trinken, und Nicolas Lätt feuert den Ofen fürs Freiluft-Fondue ein. Beim Zmittag erzählt er von seiner Tour mit den Hunden quer durch Lappland - und von seinem nicht weniger abenteuerlichen Leben daheim mit seiner Frau und den vier Buben zwischen sieben und zwei Jahren. Die Hunde liegen jetzt wieder friedlich im Schnee - aber nur so lange, bis Herrchen die Gurten für den Schneespaziergang holt - gibts was zu tun, ists den Huskys pudelwohl!

Husky-Erlebnisse Nicolas Lätt bietet mit seinen Huskys diverse Angebote für Kinder und Erwachsene. Mehr unter: www.huskyevent.ch

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