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Freizeitpark Atzmännig SG

Eine Familie auf rasanter Rodelfahrt

Wo macht man vier Kinder zwischen drei und neun Jahren glücklich? Im St. Galler Freizeitpark Atzmännig. Riesenschaukeln für die Grossen. Zwerggeissen für die Kleinen. Rutschen und Rodeln für alle. Familie Züger hats getestet.

Ausflugsziele mit Kindern Ostschweiz Freizeitpark Atzmännig bei Zürich
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Wer ist am schnellsten unten? Von vorne nach hinten: Julia, Andrin mit Darja, Nina mit Mama Susanne, Nico und Papa Martin Züger. Sophie Stieger

Der Winter ist vorbei. Am Atzmännig sausen keine Skifahrer mehr die verschneiten Pisten hinunter. Das kleine Familienskigebiet präsentiert sich in den warmen Monaten als bunter Spielplatz mit Rutschen, Schaukeln, Trampolins, Zwerggeissen und vielem mehr. Auch wenn der Park 2010 um einen attraktiven Seilpark erweitert wurde, ist sich Familie Züger einig, worauf sie sich am meisten freut: «Auf die Rodelbahn!»

Klettern, Schaukeln, Reiten – und noch mehr

Zügers wohnen in Andwil im St. Galler Fürstenland, wo sie einen Landwirtschaftsbetrieb mit Schweinezucht besitzen. Vater Martin, 37, führt den Betrieb, Mutter Susanne, 35, kümmert sich um den Haushalt und die vier Kinder. Oder fünf, wenn wie diese Ferien Martins Göttimeitli Darja zu Besuch ist. Heute bringen sie die 14-Jährige zurück nach Hause in Goldingen SG – nur wenige Schritte vom Atzmännig entfernt. Klar nutzen sie da die Gelegenheit für ein paar rasante Fahrten, Sprünge, Ritte und Rutschpartien im Park.

Am Atzmännig bezahlt man die meisten Bahnen mit Münz. Frei zugänglich sind der Streichelzoo, der Erlebniswanderweg um Andrew Bonds «Frechspatz Männi» sowie der Kleinkinder-Spielplatz mit Kletterturm, Rutschbahn und Schaukel. Doch die kleine Nina, 3, bleibt lieber noch etwas auf den Armen ihrer Cousine Darja, und Andrin, 5, eifert schon den «Grossen» nach.

Fürs Bullriding, das diese zuerst ansteuern, ist Andrin allerdings noch zu jung. Doch auch zuschauen ist lustig, wie sich zeigt, als sich sein Bruder Nico, 7, auf dem sich drehenden und bockenden mächtigen Holztier zu halten versucht. Als er von dessen Rücken auf die Matte rutscht, wirft Mutter Susanne nochmals drei Franken ein, und Julia, 9, packt den Bullen am Halfter, bis er auch sie abwirft. Andrin ist auch für die Riesenschaukel Swingolino noch zu jung. «Tempo auf Vollgas stellen!», ruft sein Bruder Nico, der mit Darja auf die Schaukel steigt, doch Vater Martin stellt heimlich nur «Flott» ein.

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Mama Susanne mit Nina (l.) und Julia auf dem Weg zum Rodelstart. Sophie Stieger

Es kann nicht steil genug sein

Auf der Monza-Bahn kommt auch Andrin zum Zug, und er fräst im Mini-Auto um die Kurven. «Achtung, Blitzkasten!», ruft ihm Nico zu, als er an der Fotografin vorbeiflitzt. Beim Schiffliweiher können alle vom Ufer aus ein Böötli steuern. Und auf den Rutschturm kommt sogar die kleine Nina mit. Sie wählt zusammen mit Darja eine flachere Rutsche. Den Grösseren kanns nicht steil genug sein: Im freien Fall oder Kurve um Kurve flitzen sie auf speziellen Teppichen den «Atzmännig-Schuss» oder die «Maggia-Welle» hinunter.

Spätestens jetzt sind alle «eingeturnt» für die Fahrt auf der Rodelbahn. Die Sesselbahn bringt sie in gemütlichem Tempo zum Start bei der Mittelstation. Julia geht voraus, gefolgt von Darja und Andrin, dann folgen Mama Susanne mit Nina, und zuletzt flitzen Nico und Papa Martin um die steilen Kurven, durch Tunnels und über Bäche. Und grad nochmals von vorne. Aber Vorsicht, unten steht wieder das «Blitzgerät»!

Keiner zu klein, König zu sein!

Jetzt knurrt der Magen, aber auf den Königsthron am Schluss des Erlebnisweges wollen sie schon noch. Dort wird nämlich der mutigste Frechspatz zum König ernannt. Bei Familie Züger krönt sich der König gleich selbst: Andrin rennt auf den Thron zu. Keiner zu klein, König zu sein!

Im hübschen Holzchalet «Brustenegg» geniessen die Zügers den Zmittag auf der Sonnenterrasse. Bei ihrem nächsten Besuch im Winter wird wohl drinnen im Restaurant ein Feuer im Cheminée für heimelige Atmosphäre sorgen. Und die Familie Züger den Rodel gegen einen Davoser und Ski eintauschen.

Von Christa Hürlimann am 2. April 2019