Dänen fordern mit Werbung mehr Sex... ...und 9 Monate später gibts den Baby-Boom!

In Dänemark gibts zu wenig Babys. In einem TV-Werbespot forderte ein Reisebüro die Dänen deshalb zu mehr Aktivferien an der Sonne auf, dies animiere zu Sex. Der Auftruf scheint gefruchtet zu haben. Neun Monate später steigt die Geburtenrate markant an.

Die Idee machte bereits vor neun Monaten Schlagzeilen: Weil die Geburtenrate in Dänemark immer weiter zurück ging, liess sich ein dänisches Reisebüro eine besondere Werbekampagen einfallen. «Tu es für Mama», so der Slogan. Im TV-Spot werden Grosseltern gezeigt, die sich sehnlichst ein Enkelkind wünschen. «Du warst dabei, als dein Sohn laufen lernte. Du warst da, als er Fahrrad fahren lernte. Und du warst da, als er lesen lernte», werden die Grosseltern im Bezug auf ihre Söhne angesprochen. «Aber wenn es darum geht, Enkelkinder zu machen, wäre es ein bisschen peinlich, selbst mitzuhelfen.»

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© Printscreen/Spies Rejser

Wenns ums Babymachen geht, können Eltern ihren Söhnen nicht mehr weiterhelfen - oder doch?

Das Reisebüro aber hat eine Lösung parat: Im sonningen Urlaub hätten Paare 51 Prozent mehr Sex. Deshalb das Angebot: «Schicke dein Kind jetzt in die Aktivferien und bekomme ein Enkelkind in neun Monaten.» Und tatsächlich, der Aufruf hat gefruchtet. Neun Monate nach dem Werbespot zeichnet sich in Dänemark ein Anstieg der Geburten ab. Wie die «DailyMail» schreibt, werden diesen Sommer 16'200 Geburten erwartet, eine Zunahme von gut 1'200 Babys. Insgesamt soll es im Jahr 2016 sogar zum ersten Mal seit langem mehr als 60'000 Geburten geben.

«Ein Anstieg wie dieser ist einfach verrückt»

«Einen Boom wie diesen habe ich noch nie erlebt», zitiert die dänische Zeitung «Politiken» eine Hebamme. «Es ist zwar normal, dass es im Sommer mehr Geburten gibt als im Winter. Aber ein Anstieg wie dieser ist einfach verrückt», so Ann Foosgaard weiter.

Bereits vor zwei Jahren hat das gleiche Reisebüro mit einer ähnlichen Kampagne versucht, die Dänen zu mehr Sex zu animieren. Diese jedoch habe nicht den gleichen Effekt gehabt wie jetzt. Nicht bekannt ist, ob auch die Ferienbuchungen zugenommen haben. Vielleicht war auch schon der Aufruf alleine Ansporn genug.

Der Werbeclip in voller Länge:

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