Skurrile Liebesgeschichte Delfin verliebt sich in Trainerin - und will Sex

Was passiert, wenn eine junge Frau wochenlang isoliert mit einem Delfin zusammenlebt? Im Fall von Margaret Howe Lovatt verliebte sich das Tier in sie, wollte sogar Sex mit ihr. Jetzt, 50 Jahre später, spricht die 73-Jährige zum ersten Mal über ihre Beziehung mit dem Meeressäuger.
Margaret Howe liebte Delfin Peter
© Screenshot Youtube

Eigentlich wollte Margaret Howe Delfin Peter Englisch beibringen. Um sein Vertrauen zu gewinnen, verbrachte sie zehn Wochen mit ihm - Tag und Nacht. Doch was ein Sprachexperiment hätte werden sollen, wurde zum Liebesdrama. Der Delfin entwickelte so starke Gefühle für seine Lehrerin, dass er sogar Sex mit ihr wollte. Am Dienstag, 17. Juni, zeigt BBC nun eine Dokumentation über die unglaubliche Geschichte. Und Margaret Howe Lovatt, wie sie inzwischen heisst, spricht nach fast 50 Jahren zum ersten Mal über ihre Erlebnisse mit Delfin Peter.

1965, als 23-Jährige, führte sie im Auftrag ihres Chefs, dem Neurologen Dr. John C. Lilly, auf der karibischen Insel St. Thomas das Experiment durch, einem Delfin das Sprechen beizubringen. Keine einfache Aufgabe, wie Dailymail.co.uk berichtet, denn um das Vertrauen von Peter zu gewinnen, lebte Howe Tag und Nacht mit ihm zusammen. Völlig isoliert.

Die beiden wohnten im «Dolphin-House», einer mit Meerwasser gefluteten Wohnung. Margaret trug pausenlos ihren Badeanzug und watete durchs Wasser - bloss zum Schlafen stieg sie auf eine hängende Matratze, die mit einem Duschvorhang geschützt war. Sie und Peter assen, spielten zusammen und schliefen nebeneinander. Howe ass nur Konservennahrung, damit sie keine Lieferungen brauchte. So konnten die beiden in Ruhe miteinander arbeiten.

Die Forscherin bemalte ihr Gesicht mit weisser Farbe und schminkte die Lippen schwarz, damit der Delfin ihre Lippenbewegungen besser sehen konnte. Tatsächlich war Peter auch in der Lage, die Worte «One», «We», «Triangle» und «Hello» auszusprechen. Und wenn seine Lehrerin «Work, work, work», sagte, antwortete er «Play, play, play». Doch bald hatte das sechs Jahre alte Tier mehr im Sinn, als nur Englisch zu lernen.

Peter verliebte sich in Margaret Howe. Klingelte das Telefon im Delfin-Haus, wurde er eifersüchtig. Und: «Mehrmals pro Woche ist Peter sexuell erregt», hielt Howe in ihrem Tagebuch fest. «Er drückt sich immer wieder an meine Beine und knabbert an mir. Dabei ist er so aufgeregt, dass er die Kontrolle verliert.» Schon fast panisch steckte sie Peter darauf vorübergehend mit zwei Delfin-Mädchen in einen Tank, um ihn zu beruhigen. Fortan hielt er ihr seine Genitalien hin, damit sie sie streichelte. «Es schien seine Art zu sein, mich in eine Art Sex-Spiel zu verwickeln, ohne mich zu verschrecken.»

Nach zehn Wochen endete das Experiment. Kurz darauf erhielt Margaret Howe die Nachricht, dass Peter tot war. Er habe sich geweigert zu atmen, habe sich auf den Boden des Beckens sinken gelassen. «Ich war nicht todunglücklich», resümiert Margaret Howe Lovatt 50 Jahre nach dem Experiment. «Unglücklich war ich nur, weil ich ihn in seinem Zustand alleine gelassen hatte.»

Ausschnitt aus der BBC-Dokumentation «The Girl Who Talked To Dolphins», die am 17. Juni gezeigt wird:

Hier erklärt Margaret Howe, wie sie dem Delfin versucht hatte, Englisch beizubringen:

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