Diana Segantini Ein Künstlername, der verpflichtet

Giovanni Segantini revolutionierte mit seiner Malerei die Schweiz. Der weltbekannte Künstler starb 1899 bei Maloja. Nun öffnet Urenkelin Diana Segantini, 33, Atelier und Wohnhaus des Meisterkünstlers für Besucher.

Betritt man das ehemalige Wohnhaus Giovanni Segantinis (1858 - 1899) in Maloja, steht für einen Moment die Welt still. Möbel, Bilder, Atelier, Jagd-Tropähen, Essgeschirr - alles wurde so belassen, wie wenn der Maler das heimelige Holzchalet zum Einkaufen verlassen hätte. Hier ist seine Urenkelin Diana Segantini mit ihrer Mutter Ragnhild aufgewachsen.

Die 33-jährige Kunsthistorikerin verwaltet den Nachlass des bekannten Schweizer Landschaftsmalers, der zu Lebzeiten mit seiner Frau Bice Bugatti und den vier Kindern an der Armutgrenze schwebte. «Sein Geist ist noch immer in jedem Winkel des Hauses lebendig. Trotzdem habe ich mich hier nie wie in einem Museum gefühlt.»

Seit kurzem kann die eindrückliche Casa Segantini besichtigt werden. In den privaten Gemächern werden auf Wunsch Aperos und Dinners ausgerichtet, ein Rundgang durch Haus und Atelier inklusive. Diana Segantini, Organisatorin der Führungen und der aktuellen Ausstellung im Atelier («Segantini & Bugatti», bis 4. April): «So geraten Leben und Werk meines Urgrossvaters nicht in Vergessenheit.»

Der Meister und Naturliebhaber starb mit nur 41 Jahren während des Arbeit zu seinem weltbekannten Alpentryptichon auf dem Schafberg bei Pontresina. Es ist im Segantini-Museum in St. Moritz zu bewundern. Seine imposanten Gemälde erzielen an Auktionen bis zu neuen Millionen Dollar. www.segantini.org

Mehr Einblick in Giovanni Segantinis Welt und wie die Nachkommen das Erbe des Jahrhundert-Künstlers verwalten: in der Schweizer Illustrierten Nr. 03 vom 18. Januar.

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