«Am Hang» Liebeswirren am Lago Maggiore

Eine Szene aus dem FIlm Am Hang
© HO

Valerie fühlt sich von Thomas angezogen. Lieben tut sie jedoch ihren Mann Felix. 

Die Geschichte Erste Begegnung an einem Bahnübergang: Felix (Henry Hübchen) steht gefährlich nahe an den Schienen, der Zug rast herbei. Im letzten Moment wird er von einem Unbekannten zu Boden gerissen. Kurz darauf treffen die beiden in einem Restaurant erneut aufeinander. Eine Zufallsbekanntschaft mit ungeahnten Folgen. Denn die so unterschiedlichen Männer verbindet dieselbe Frau: Valerie (Martina Gedeck). Felix, ein überzeugter Eheverfechter, wurde von ihr verlassen - nach 15 Jahren. Der Lebemann Thomas (Max Simonischek) war für kurze Zeit ihr Liebhaber. Sie lassen sich auf einen Dialog über die Liebe ein, ohne zu ahnen, wer ihnen jeweils gegenübersitzt. Bis Felix eine zufällige Entdeckung macht, die unkontrollierbare Rachegefühle hochkommen lässt.

Der Hintergrund «Am Hang» basiert auf dem gleichnamigen Bestseller des Schaffhausers Markus Werner, 68. Dem Berner Regisseur Markus Imboden gelang 2011 mit «Der Verdingbub» ein Kassenschlager.

Die schönsten Sätze «Mir war die Ehe Heimat.» «Ich habe mir oft gewünscht, von dir nicht immer verstanden zu werden.» «Die Liebe braucht nicht verfochten zu werden. Sie ist da wie die Sonne.»

Das Fazit Literaturverfilmungen sind ein schwieriges Unterfangen. Anfangs ist das Psycho-Kammerspiel gut gelungen. Doch einige wichtige Szenen des Buches fallen im Film weg. Und die Zuspitzung gegen Ende ist nicht nur für Markus-Werner-Puristen unbefriedigend.



Bewertung ***
Länge 91 Min.
Regie Markus Imboden.
Kinostart 24. 10.
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