Kinofilm: «Usfahrt Oerlike» (CH) Bedingungslose Freundschaft

Usfahrt Oerlike
© HO

Hans (Jörg Schneider) und Willi (Mathias Gnädinger) kennen einander ein Leben lang. Diese Freundschaft wird bis zum letzten Atemzug halten.

Die Story Hans (Jörg Schneider) ist verwitwet, sein Hund ist eingeschläfert worden. Und er selbst mag nicht mehr leben. Doch darüber spricht man nicht. Höchstens mit seinem Freund Willi (Mathias Gnädinger), der ihm zur Seite steht. Doch dieser will ihm auch nicht jeden Wunsch erfüllen.

Die Schauspieler Zusammen in einem Film hat man die beiden Grossen der Schweizer Unterhaltungsszene noch nie gesehen – und es wäre auch beinahe nicht dazu gekommen. Denn noch kurz vor den Dreharbeiten lag Jörg Schneider (am 7. 2. wird er 80) im Spital. Der Wille, endlich eine ernste Hauptrolle in einem Kinofilm zu drehen, half ihm auf die Beine. Mathias Gnädinger, 73, läuft als Willi zur Hochform auf. Nein, er ist Willi.

Der Regisseur Paul Riniker, 68, der bekannte Schweizer Dokumentarfilmer, hat mit «Usfahrt Oerlike» nach «Sommervögel» (2010) seinen zweiten Kinofilm geschaffen.

Die Szene Köstlich, wenn Willi – immer mit bunten Hemden unterwegs – Hans in seinem offenen, grellgelben Mustang herumchauffiert.

Der Satz «Ich habe keine Angst vor dem Tod, sondern vor dem langsamen Sterben.»

Das Fazit Auch wenn der Erzählstrang manchmal harzt und die Story nicht immer aufgeht, ist der Film absolut sehenswert. Einerseits muss sich jeder früher oder später mit dem Tod und der Art, wie man aus dem Leben scheiden möchte, auseinandersetzen. Anderseits sind die beiden Hauptdarsteller eine Wucht. 

Bewertung ***
Länge 94 Min.
Regie Paul Riniker
Kinostart 29. 1.

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