«August Macke und die Schweiz» in Thun Inspiration am Thunersee

Vor 100 Jahren weilte AUGUST MACKE in Oberhofen am Thunersee. Nun werden die prachtvollen Werke jener Zeit dem Publikum gezeigt.
Abstrakt: «Kolonnade mit Segelboot II», 1913/14, von August Macke.
Abstrakt: «Kolonnade mit Segelboot II», 1913/14, von August Macke.

Die Faszination für den Thunersee und seine Umgebung hat bei Kunstschaffenden eine lange Tradition. Im 20. Jahrhundert teilten sich Ferdinand Hodler, Cuno Amiet, Paul Klee, Johannes Itten und andere die Faszination für Niesen, Stockhorn & Co. Auch der deutsche Maler August Macke (1887–1914) liess sich von der betörenden Schönheit der Schweizer Berge – vor allem des Niesens mit seiner Pyramidenform – und vom Farbenspiel des Wassers begeistern. So kam es, dass er und seine Familie zwischen 1913 und 1914 acht Monate in Oberhofen verbringen. Im benachbarten Guten lebt sein Malerfreund Louis Moilliet, mit dem er 1914 die berühmte Reise nach Tunesien unternimmt.

Mit von der Partie: Paul Klee. In Oberhofen beginnt für Macke eine intensive Schaffensperiode, in der er auch seinen eigenen Malstil findet: eine starke Abstraktion, gepaart mit der eigenen Lebendigkeit. Mackes Werk wirkt sehr farbenfreudig, was damals nicht selbstverständlich war. Der Künstler übt sich in verschiedenen Mal- und Zeichentechniken. Es entstehen Ölbilder und viele Zeichnungen und Aquarelle, die der aktuellen Ausstellung einen intimen Charakter verleihen. Die bevorzugten Themen des deutschen Impressionisten: Menschen beim Spazieren, Akrobaten, Landschaften, Segelmotive. August Macke stirbt mit 27 Jahren als Soldat im Ersten Weltkrieg.

 

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