Kinofilm: «Rider Jack» (CH) Verpasste Chancen

Rider Jack

Jetzt im Kino: «Rider Jack».

Die Story Jack (Roeland Wiesnekker) steckt mitten in einer Lebenskrise: Er ist arbeitslos, hat einen Alkoholentzug hinter sich und möchte als Mittvierziger nochmals neu starten. Dem ehemaligen Koch schwebt ein kleines Restaurant auf Mallorca vor. Doch dazu fehlen ihm die Moneten. Nach jahrelanger Abwesenheit taucht plötzlich sein verhasster Vater Paul (Wolfram Berger) auf, der unter beginnendem Alzheimer leidet. Natürlich pleite und auf Hilfe in der Schweiz angewiesen. Da erinnert sich Jack an das gemeinsame Ferienhaus im Tessin und macht sich zusammen mit dem Vater auf die Suche. Vom Verkauf erhofft er sich das nötige Startkapital.

Die Schauspieler Man hätte die Rolle des arbeitslosen Jack kaum besser besetzen können als mit Roeland Wiesnekker («Strähl», 2004) mit seinem legendären Hundeblick. Wunderbar auch Wolfram Berger als reuevoller und spitzbübischer Paul.

Der Regisseur This Lüscher ist ein schweizerischniederländischer Regisseur («AlpTraum», 2007).

Das Highlight Der Zierfisch namens Saddam (weil er alle seine Gspänli aufgefressen hat), der mit ins Tessin muss. Sein Nachtlager: die Badewanne.

Das Fazit Der Film ist unterhaltsam, teilweise witzig trotz heiklen Themen wie Alzheimer, Vater-Sohn-Problematik, verpasste Chancen. Der Hoffnungsschimmer am Schluss tut gut. 

Länge 90 Min.
Regie This Lüscher
Kinostart Jetzt im Kino.

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