Sex Neue Studie: Die Grösse machts eben doch, oder?

Bedeutet ein grösserer Penis automatisch grösseres Glück beim Sex? Oder sollten Männer den Frauen endlich glauben, dass es eben doch die Technik ist, die entscheidend ist? Auch wenn diese Fragen wohl nie abschliessend beantwortet werden können, befasst sich SI online mit der neusten Diskussion zum Thema.
Haben Frauen tatsächlich mehr Spass im Bett, wenn der Mann besser bestückt ist?
© Getty Images Haben Frauen tatsächlich mehr Spass im Bett, wenn der Mann besser bestückt ist?

Die gute Nachricht für die Männer zuerst: 323 Frauen sind nicht unbedingt repräsentativ. Eine Schottische Universität befragte für das «Journal of Sexual Medicine» besagte Anzahl Damen nach ihrem Sexleben und ihrer Orgasmusfähigkeit. Das Resultat: Einen vaginalen Orgsmus erreicht die Mehrzahl der Befragten nur bei Sex mit einem Mann mit überdurchschnittlich langem Penis. Forscher Stuart Brody erklärt dies gegenüber «Live Science» so: «Ein längerer Penis kann mit grösserer Wahrscheinlichkeit die ganze Länge der Vagina stimulieren sowie den Gebärmutterhals.» Andere Forscher bleiben hingegen skeptisch, wenn es zur Je-grösser-desto-besser-Theorie kommt. Es gebe schliesslich nicht nur den vaginalen Orgasmus, sondern auch noch den klitoralen, sagt etwa Forscher Barry Komisaruk. Und nicht jede Frau bevorzuge den vaginalen.

SICH ZUM ORGASMUS «DENKEN»
Generell scheint die Frau selbst viel Einfluss auf das Resultat des sexuellen Akts nehmen zu können. Im «Journal of Sexual Medicine» finden sich unter anderem Forschungsergebnisse, die zeigen, dass Frauen sich zu einem Orgasmus «denken» können. Und dass ein vaginaler Orgasmus eher Frauen mit guter mentaler und physischer Gesundheit vorbehalten bleibt. Auch, so Brody, könnten Frauen, die schon früh über die «Fähigkeiten ihrer Vagina» aufgeklärt worden seien eher einen vaginalen Höhepunkt erreichen.

Uni-Professorin Beverly Whipple stösst sich indes weniger an den Forschungsergebnissen Brodys, sie findet es generell heikel, Sex mit «Zielorientierung» zu verbinden. Die Sexualität eines Paares sei gesünder, wenn es auf die Zwischenmenschlichkeit fokussiere statt auf das Erreichen eines Höhepunktes.

WARTEN AUF DIE VAGINA-STUDIE
Die Männerwelt scheint die ewige Penis-Diskussion ebenfalls langsam leid. Ein britischer Journalist widmete der besagten Studie einen Artikel, in dem er den Spiess kurzerhand umdrehte. «Wenn die Penisgrösse eine Rolle spielt, dann ja wohl auch die der Vagina. Und: Männer können vielleicht den Master Key in eine Tür stecken, wenn das Schloss jedoch zu gross ist, wird sie nicht aufgehen.» Er habe es satt, Männer zu begegenen, die das Gefühl hätten, nicht zu genügen, nur weil immer neue Studien immer neue Ergebnisse präsentierten. Auf Forschungsergebnisse zum Einfluss der Grösse der Vagina auf die Befriedigung eines Mannes warte er hingegen immer noch.

Und dann öffnet er doch noch eine Tür, er bringt das Kamasutra ins Spiel. Das indische Liebes-Lehrbuch teilt nämlich Männer und Frauen anhand der Penisgrösse beziehungsweise Weite und Tiefe der Vagina in je drei Gruppen ein. Treffen zwei Menschen der gleichen Gruppe aufeinander, sollen sie angeblich den höchsten erotischen Genuss erreichen können. Es gibt also weiterhin Hoffnung für alle Frauen und Männer, die noch nach dem erfüllten Sexleben suchen, denn wie heisst es schliesslich hierzulande so schön? Es gibt zu jedem Topf den passenden Deckel.

Auch interessant