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Seine Äusserungen sind «inakzeptabel»

Adidas beendet Zusammenarbeit mit Kanye West

Adidas hat mit sofortiger Wirkung die Zusammenarbeit mit Kanye West beendet. Das hat der deutsche Sportartikelhersteller jetzt bekannt gegeben. Das Unternehmen «duldet keinen Antisemitismus».

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Adidas möchte nicht mehr mit Kanye West zusammenarbeiten.
Adidas möchte nicht mehr mit Kanye West zusammenarbeiten. Xavier Collin/Image Press Agency/ImageCollect

Adidas hat seine Kooperation mit Rapper Kanye West (45), der sich nun Ye nennt, beendet. Das hat der deutsche Sportartikelhersteller am Dienstag bekannt gegeben. «Adidas duldet keinen Antisemitismus und keine andere Art von Hassrede. Die jüngsten Äusserungen und Handlungen von Ye sind inakzeptabel, hasserfüllt und gefährlich und verstossen gegen die Werte des Unternehmens wie Vielfalt und Inklusion, gegenseitigen Respekt und Fairness», lautet die Begründung.

Adidas beendet alle Geschäfte mit Kanye West

Seit 2015 hat Kanye West Schuhe und Kleidung für Adidas unter der Marke «Yeezy» designt. Die Produktion wird laut dem Hersteller jetzt eingestellt, sowie «alle Zahlungen an Ye und seine Unternehmen» gestoppt. Adidas werde das «Yeezy»-Geschäft «mit sofortiger Wirkung einstellen». Dadurch rechnet das Unternehmen mit einem «negativen Einfluss von bis zu 250 Millionen Euro auf den Nettogewinn des Unternehmens im Jahr 2022». Der Hersteller sei der alleinige Inhaber aller Designrechte sowie bestehenden Produkten. Weitere Informationen will Adidas am 9. November bekannt gegeben.

Zuvor hatte bereits der Zentralrat der Juden vom deutschen Hersteller gefordert, sich von Kanye West zu distanzieren. «Die täglich neuen antisemitischen Entgleisungen des Rappers sind für die Jüdinnen und Juden in Deutschland und in aller Welt unerträglich», erklärte der Präsident Josef Schuster (68) dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Adidas müsse deshalb die «Zusammenarbeit mit Kanye West umgehend einstellen». Unternehmerische Interessen dürften nicht im Vordergrund stehen.

Kim Kardashian bricht ihr Schweigen

Auch Kim Kardashian (42), die Ex-Frau des Rappers, hat sich zu Wests antisemitischen Äusserungen zu Wort gemeldet. «Hate Speech ist niemals in Ordnung oder entschuldbar», schrieb der Reality-TV-Star auf Twitter. «Ich stehe an der Seite der jüdischen Gemeinschaft und fordere, dass die schreckliche Gewalt und die hasserfüllte Rhetorik gegen sie sofort aufhört», fuhr Kardashian fort.

Kanye West fällt aktuell immer wieder negativ auf. Wie ein Sprecher von Meta «Entertainment Weekly» bestätigte, wurde vor Kurzem unter anderem Wests Instagram-Account eingeschränkt, nachdem er einen mittlerweile gelöschten, vermutlich antisemitischen Post absetzte. Der Post zeigte laut «EW» einen Screenshot einer Konversation Wests mit Sean «Diddy» Combs (52). Darin soll er behauptet haben, dass sein Musikerkollege von jüdischen Menschen manipuliert werde.

Von spot on news AG am 25. Oktober 2022 - 13:51 Uhr