1. Home
  2. News
  3. Alte Börse in Kopenhagen brennt: Trauriger Anblick für König Frederik

Kein Geburtstagskonzert für Margrethe

Alte Börse in Kopenhagen brennt: Trauriger Anblick für König Frederik

König Frederik hat zum Grossbrand in Kopenhagen eine Erklärung abgegeben, in der er allen Helfern dankt, die gegen die Flammen kämpfen. Trotz des Unglücks hat sich die Königsfamilie anlässlich des Geburtstages von Königin Margrethe gezeigt. Auf ihr Geburtstagskonzert wird aber verzichtet.

Artikel teilen

König Frederik ist nur drei Monate nach seiner Proklamation mit einer Tragödie in der dänischen Hauptstadt konfrontiert.
König Frederik ist nur drei Monate nach seiner Proklamation mit einer Tragödie in der dänischen Hauptstadt konfrontiert. EastNews/Backgrid

Ausnahmezustand in der dänischen Hauptstadt: Am Dienstagmorgen (16. April) ist Feuer im historischen Wahrzeichen «Børsen» ausgebrochen, die Feuerwehr ist mit einem Grossaufgebot vor Ort und Mitarbeiter des Nationalmuseums versuchen, so viele Kunstwerke wie möglich aus dem Gebäude zu retten. Auch die Königsfamilie nimmt Anteil an der Katastrophe, die die 84. Geburtstagsfeier von Königin Margrethe überschattet. König Frederik X. (55) wandte sich mit einem Statement an die Öffentlichkeit.

«Beigetragen, Kopenhagen zu der ‹Stadt der Türme› zu machen»

In der Erklärung, die am Mittag auf der Instagram–Seite des Königshauses gepostet wurde, schreibt der Monarch: «Am Morgen erwachten wir mit einem traurigen Anblick, als Rauch über den Dächern Kopenhagens Zeuge des verheerenden Brandes in der Börse war. Ein wichtiger Teil unseres architektonischen Kulturerbes stand und steht in Flammen.» Frederik, der erst seit dem 14. Januar auf dem Thron sitz, hob den Wert des Gebäudes hervor, das seit 400 Jahren «ein bedeutendes Wahrzeichen für Kopenhagen» ist. «Über Generationen hinweg hat der charakteristische Drachenturm dazu beigetragen, Kopenhagen zu der ‹Stadt der Türme› zu machen.» Der Turm stand lichterloh in Flammen und ist inzwischen eingestürzt.

«Bis heute betrachten wir das historische Gebäude als wunderschönes Symbol unserer Hauptstadt und als ein Gebäude, auf das wir als Nation stolz sind», fuhr der König fort. Dann betonte Frederik, dass er und seine Frau Königin Mary (52) allen danken möchten, «die seit dem frühen Morgen dafür gesorgt haben, dass niemand verletzt wurde, und die dafür gekämpft haben, sowohl das Gebäude als auch die vielen Kulturschätze und Kunstwerke, die die Börse enthält, so weit wie möglich zu retten».

Die Polizei informierte darüber, dass viele Gebäude rund um die Slotsholmgade, wo sich die Alte Börse befindet, evakuiert wurden, darunter auch das Finanzministerium. Das Gelände wurde weiträumig abgesperrt. In der Nähe liegt auch Schloss Christiansborg, wo Frederik nach der Abdankung seiner Mutter Margrethe zum König ausgerufen wurde. Wie unter anderem die dänische Zeitung «B.T». berichtete, wurden auch Teile des Schlosses evakuiert. In der südlichen Hälfte befindet sich das dänische Parlament mit Büros der Abgeordneten.

Der verheerende Brand, der in Dänemark schon mit dem Notre–Dame–Drama in Paris 2019 verglichen wird, ist ausgerechnet am 84. Geburtstag von Königin Margrethe ausgebrochen. Es ist ihr erster Ehrentag im royalen Ruhestand, den sie auf Schloss Fredensborg auf der Insel Seeland im privaten Kreis verbringt. Am Mittag sollte im Rahmen des Wachwechsels ein Geburtstagskonzert stattfinden. Doch wegen des Unglücks beschloss der Palast laut «B.T.», darauf zu verzichten. Dennoch zeigte sich die Königin, die ihren Titel auch nach der Abdankung behalten hat, den am Schloss Wartenden. Begleitet von Frederik, Mary und ihrer Schwester Benediktine (79) winkte sie vom Balkon aus.

Wie es zu dem Grossbrand in Kopenhagen kommen konnte, ist noch nicht bekannt. Das im 17. Jahrhundert erbaute Gebäude wird derzeit restauriert und ist deshalb mit Gerüsten umhüllt. Bis um 1800 diente es als Warenbörse und bis 1974 war es Sitz der Kopenhagener Fondsbörse. Heute dient die «Børsen» unter anderem als Bürogebäude und beherbergt eine grosse Kunstsammlung.

Von SpotOn am 16. April 2024 - 19:51 Uhr