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Nach Eskalation in Minnesota

Bruce Springsteen veröffentlicht Protestsong gegen ICE

Bruce Springsteen verarbeitet die Tötungen zweier Zivilisten durch ICE in Minneapolis musikalisch: Am Mittwoch veröffentlichte der «Boss» seinen neuen Song «Streets of Minneapolis».

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Bruce Springsteen zeigt Haltung.
Bruce Springsteen zeigt Haltung. Mirko Fava/TSCK/LiveMedia/ddp/Sipa USA

Bruce Springsteen (76) reagiert mit einer wütenden musikalischen Antwort auf die jüngste Eskalation in Minnesota. Der «Boss» veröffentlichte am Mittwoch den Song «Streets of Minneapolis» – eine direkte Anklage gegen das Vorgehen der US–Einwanderungsbehörde ICE und das Heimatschutzministerium.

Der Song ist eine Reaktion auf die Tötung zweier Zivilisten durch Bundesagenten innerhalb weniger Wochen: der 37–jährigen Lyrikerin Renee Good am 7. Januar und des Krankenpflegers Alex Pretti am vergangenen Samstag.

Song in Rekordzeit aufgenommen

Springsteen, der für seine politische Haltung bekannt ist, teilte das Stück über seine Social–Media–Kanäle. Dazu erklärte er: «Ich habe diesen Song am Samstag geschrieben, gestern aufgenommen und heute veröffentlicht – als Antwort auf den Staatsterror, der die Stadt Minneapolis heimgesucht hat. Er ist den Menschen in Minneapolis gewidmet, unseren unschuldigen Nachbarn mit Migrationshintergrund, und dem Gedenken an Alex Pretti und Renée Good. Bleibt frei.»

Der Text zeichnet ein düsteres Bild der Unruhen. Springsteen singt von einer «Stadt in Flammen», die unter den «Stiefeln eines Besatzers» leide. Er identifiziert die Einsatzkräfte des DHS explizit als «König Trumps Privatarmee».

Hommage an die Opfer von ICE

Besonders eindringlich wird der Song, wenn Springsteen die Namen der Opfer nennt. Er beschreibt «blutige Fussabdrücke dort, wo Gnade hätte stehen sollen» und erinnert an die im Schnee zurückgelassenen Pretti und Good.

Es ist nicht die erste deutliche Wortmeldung des Rockstars in diesem Jahr. Bereits bei einem Konzert in seinem Heimatstaat New Jersey verurteilte er die «Gestapo–Taktiken» der aktuellen US–Regierung und warnte davor, dass die demokratischen Grundpfeiler der Nation so gefährdet seien wie nie zuvor.

Das Weisse Haus reagierte bereits auf die Veröffentlichung. Eine Sprecherin bezeichnete Springsteens Werk als «irrelevanten Song mit ungenauen Informationen» und betonte, die Regierung konzentriere sich darauf, «gefährliche kriminelle illegale Ausländer» zu entfernen.

Springsteen bleibt jedoch bei seiner Linie. Der Song endet mit dem vielstimmigen Chor–Ruf «ICE out of Minneapolis!» und reiht sich musikalisch in die Tradition grosser Protest–Hymnen wie Bob Dylans «Hurricane» ein.

Von SpotOn am 29. Januar 2026 - 05:42 Uhr