1. Home
  2. News
  3. Das erste Jahr als Mutter war für Wolke Hegenbarth ein «Trauma»

«Kann mir kein zweites Kind vorstellen»

Das erste Jahr als Mutter war für Wolke Hegenbarth ein «Trauma»

Seit drei Jahren ist Wolke Hegenbarth nun Mutter. Das erste davon hat sie jedoch an den Rand ihrer körperlichen und geistigen Kräfte und darüber hinaus gebracht, wie sie nun erklärte.

Teilen

Merken

Kommentare

Artikel teilen

Wolke Hegenbarth wurde 2019 erstmals Mutter.
Wolke Hegenbarth wurde 2019 erstmals Mutter. imago/Future Image

Seit 2019 ist Schauspielerin Wolke Hegenbarth (42) Mutter eines Sohnes. Es ist ihr erstes Kind - und aller Voraussicht nach auch ihr einziges, wie sie nun in einem ausführlichen Interview mit dem «Spiegel» recht deutlich gemacht hat. Inzwischen gehe es ihr zwar wieder «bestens», doch habe sie noch lange am «Trauma des Schlafentzugs» gelitten. «Ich kann mir aus dem Grund kein zweites Kind vorstellen», spricht sie offen über ihre Gefühlswelt und offenbar vielen anderen Müttern aus der Seele.

So habe sie von vielen Frauen positive Rückmeldungen erhalten, weil sie sich traute, dieses vermeintliche Tabuthema anzusprechen. «Viele schrieben mir, dass sie geweint haben, weil sie sich endlich verstanden fühlten. Deshalb will ich allen Frauen sagen, die gerade in der Situation stecken: Es wird besser. Ich konnte es mir nicht vorstellen, aber es stimmt.»

Zuvor musste sie jedoch selbst erst realisieren, dass auch viele andere Mütter dieselben physischen und psychischen Strapazen durchleben: «Ich habe mich so wahnsinnig allein gefühlt [...]. Ich hatte das Gefühl, ich bin die Einzige, der es so geht. Egal, wo man hinschaut, endet die Geschichte immer damit, dass die Frau ihr Baby bekommt und glücklich ist.»

«Gar nicht mehr existiert»

Das erste Jahr lang habe ihr Sohn Avi «nicht mehr als zwei Stunden am Stück geschlafen». Sobald sie versuchte, ihr Kind abzulegen, sei es umgehend schreiend wieder aufgewacht. «Er hat auf mir gelebt. Er, der Koala, ich, der Eukalyptus - das beschreibt mein erstes Jahr mit ihm.» In dieser Zeit habe sie regelrecht aufgehört, als Individuum zu existieren. Zwar habe ihr Partner Olli «alles gemacht, was ging», um ihr zu helfen, nur eben auch weiterhin in Vollzeit gearbeitet.

Hegenbarth habe «glücklicherweise [...] keine postnatale Depression» durchlitten, jedoch «konstante Überforderung» verspürt. Noch heute «triggert» es sie, wenn ihr nun dreijähriger Sohn sie mehrmals nachts aufweckt: «Offenbar ist dieser massive Einschnitt in mein Leben nur oberflächlich verheilt.» Entsprechend ehrlich fällt auch ihr Fazit zu nunmehr drei Jahren als Mutter aus: «Wenn ich vorher gewusst hätte, wie das erste Jahr wird, hätte ich es nicht gemacht. Trotzdem sage ich im Nachhinein: Ich bin sehr froh, Mutter geworden zu sein.»

Bereits im September erklärte Hegenbarth im Interview mit der «Bild», dass sie kein Problem damit habe, «auch einmal die Schattenseiten» des Alltags mit Baby zu beleuchten. «Für mich gehört beides dazu. Ich finde, dass ein Tiefpunkt in einem Leben erzählt werden kann. Und das war mit Abstand das härteste Jahr meines Lebens.»

Von spot on news AG am 30. Oktober 2022 - 15:05 Uhr