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Über 11 Millionen Stimmen auf Twitter

Elon Musk lässt über Trumps Rückkehr abstimmen

Darf Donald Trump bald schon wieder munter bei Twitter zwitschern? Der neue Besitzer Elon Musk lässt derzeit darüber abstimmen.

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Elon Musk (li.) stellt die Twitter-Begnadigung von Donald Trump in Aussicht.
Elon Musk (li.) stellt die Twitter-Begnadigung von Donald Trump in Aussicht. Oliver Contreras/CNP/AdMedia/ImageCollect / Phil Stafford/Shutterstock

Wird der ehemalige US-Präsident Donald Trump (76) ausgerechnet über eine weltweite Wahl seine Rückkehr bei der Social-Media-Plattform Twitter feiern dürfen? Zumindest, wenn es nach Twitter-Neubesitzer Elon Musk (51) geht. Der hat am Samstagmorgen (Schweizer Zeit) auf der Plattform eine Abstimmung lanciert, in der er die Frage stellt: «Ex-Präsident Trump wieder einsetzen?», dazu die Antwortmöglichkeiten «Ja» oder «Nein». Zudem schrieb Musk noch die lateinische Phrase «Vox Populi, Vox Dei» zu dem Post - «die Stimme der Menschen ist die Stimme Gottes.» Der neue, umstrittene Inhaber der Plattform scheint dieses Abstimmungs-Spektakel auf seinem Account zu geniessen: «Fascinating to watch Twitter Trump poll» - Faszinierend, die Twitter-Trump-Umfrage zu sehen! - kommentierte er seine Aktion.

Denn nach nur neun Stunden der Umfrage, die insgesamt einen Tag lang aktiv sein soll, haben bereits über elf Millionen Twitter-User ihre Stimme abgegeben. Stand jetzt darf sich Trump noch über eine zeitnahe Rückkehr freuen: 52,5 Prozent wollen den umstrittenen Twitter-User wieder zurück (Stand 19.11., 16:15). Wer bei diesem Poll alles abstimmt, kann von ausserhalb nicht nachvollzogen werden. Auch gibt es hier, auf der Social-Media-Plattform, natürlich auch keine Beobachter, die schauen, dass alles mit rechten Dingen zugeht. 

Seit fast zwei Jahren ausgesperrt

Und ob Trump schliesslich wirklich wieder ein Konto anlegen darf und würde, ist ebenfalls noch unklar. Der Account von Trump war im Zuge des Sturms auf das US-Kapitol im Januar 2021 permanent gesperrt worden. Dem Ex-Präsidenten, der den Wahlsieg von Joe Biden (79) nicht anerkennen wollte, wurde vorgeworfen, die Ausschreitungen durch seine Tweets angestachelt zu haben. Fünf Menschen kamen beim als Angriff auf die US-Demokratie angesehenen Vorfall ums Leben, zahlreiche weitere wurden verletzt. Noch immer halten die Untersuchungen hierzu an. Erst kürzlich wurde Trump von einem Untersuchungsausschuss vorgeladen, der dessen Rolle beim Angriff hinterfragt. Trump hat dagegen bereits Klage eingereicht.

Aktuell sorgt er in der US-Politik schon wieder für Aufsehen: Am Dienstagabend - 15. November 2022 - kündigte er an, dass er die republikanische Nominierung für die US-Präsidentschaftskandidatur für die Wahl im Jahr 2024 anstrebt. «Um Amerika wieder grossartig und glorreich zu machen, kündige ich heute Abend meine Kandidatur für das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten an», sagte Trump vor seiner Anhängerschaft bei einem Auftritt in seinem Anwesen Mar-a-Lago.

Von miw/spot am 19. November 2022 - 09:25 Uhr