1. Home
  2. News
  3. Juliane Fisch und Ben Braun über ihr Debüt in «Die Landarztpraxis»
Neue Folgen ab 5. Januar

Juliane Fisch und Ben Braun über ihr Debüt in «Die Landarztpraxis»

Die Sat.1–Serie «Die Landarztpraxis» kehrt mit Staffel vier zurück. Neu mit dabei sind Juliane Fisch und Ben Braun. Im Interview erzählen die beiden vom intensiven Dreh und der besonderen Verbindung zwischen ihren Rollen.

Artikel teilen

Juliane Fisch und Ben Braun sind die Neuen in «Die Landarztpraxis».
Juliane Fisch und Ben Braun sind die Neuen in «Die Landarztpraxis». Joyn/Marc Rehbeck/Willi Weber

In der vierten Staffel der Sat.1–Vorabendserie «Die Landarztpraxis» (ab Montag, 5. Januar um 19 Uhr in Sat.1 und seit 2. Januar auf Joyn) können sich die Fans neben viele bekannte Gesichter auch auf Neuzugänge freuen: Juliane Fisch (38) mimt Ärztin Viktoria «Vicki» Raichinger, die in ihre Heimat Wiesenkirchen zurückkehrt und sich mit ihrem Bruder, Bergretter Max (Alexander Koll), versöhnen möchte. Ben Braun (46) spielt Restaurantmanager Simon Hilgers (Ben Braun), der den Marinos in der «Alten Post» hilft.

Im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news verraten die beiden, wie sie sich in den bisherigen Cast integriert haben, wie die vielen Drehtage zur neuen Staffel ihren Alltag beeinflussen und was die starke Verbindung zwischen ihren beiden Charakteren auszeichnet.

Wie fühlte es sich für Sie an, zum bestehenden «Landarztpraxis»–Cast zu stossen?

Juliane Fisch: Es fühlte sich von Anfang an sehr herzlich und offen an – ich wurde toll aufgenommen und hatte sehr schnell das Gefühl, Teil des Ensembles zu sein. Zu einem Cast dazuzustossen, der sich schon lange und gut kennt, ist definitiv aufregend. Da meine Rolle Vicky Raichinger in ihr Heimatdorf zurückkehrt, war es mir wichtig, harmonisch und vertraut mit allen anknüpfen zu können. Das hat zum Glück richtig gut geklappt!

Ben Braun: Das war sehr aufregend! Man weiss ja, dass man die nächsten acht Monate sehr eng zusammenarbeiten wird und ausser Juliane Fisch, mit der ich zusammen das Casting gemacht habe, kannte ich niemanden. Tatsächlich habe ich mich dort aber schon nach den ersten Drehtagen sehr wohlgefühlt. Es ist ein tolles Ensemble, das mich sehr warmherzig empfangen hat und die Stimmung am Set ist richtig gut.

«Die Landarztpraxis» läuft 2026 erstmals durchgehend das ganze Jahr über. Was bedeutet diese Kontinuität für Sie als SchauspielerIn?

Fisch: Diese Kontinuität ist ein grosses Geschenk, weil sie für diesen Zeitraum eine Sicherheit mit sich bringt und die Möglichkeit, mich langfristig kreativ in das Projekt einzubringen und meine Rolle weiterzuentwickeln. Gleichzeitig ist es ein schönes Zeichen von Vertrauen und Wertschätzung.

Braun: Im Moment fühlt es sich für mich absolut richtig an. In der Vergangenheit habe ich oft über das Jahr verteilt an unterschiedlichen Rollen und Projekten gearbeitet, jetzt finde ich es schön, dass es mal anders ist und ich über längere Zeit Teil dieses Ensembles sein kann. Vieles wird vertraut und die Kolleginnen und Kollegen wachsen einem ans Herz. Diese Kontinuität bringt eine besondere Ruhe – und auch berufliche Sicherheit.

Die Serie spielt in der malerischen Kulisse rund um den Schliersee. Hatten Sie vorher eine Verbindung zu der Gegend oder überhaupt zu Bayern?

Fisch: Es ist schon eine Weile her, aber ich habe mal für zwei Jahre in München gelebt und in dieser Zeit auch das wunderschöne Umland und die Berge kennengelernt. Also ja – eine kleine Verbindung war da bereits.

Braun: Ich bin in Überlingen am Bodensee aufgewachsen, und von dort sind die Berge auch nicht weit. Immer wenn ich in der Nähe der Berge bin, stellt sich bei mir sofort ein Gefühl von Heimat ein. Ich freue mich sehr über diesen Drehort.

Wie lange haben Sie dort gedreht und wie sah Ihr Alltag aus? Könnten Sie sich vorstellen, dort zu leben?

Fisch: «Die Landarztpraxis» wird am Schliersee und in Bornheim, zwischen Köln und Bonn gedreht. Der Grossteil der Aufnahmen entsteht in NRW, weshalb ich mit meiner Familie für den Zeitraum der Dreharbeiten auch dorthin gezogen bin. Da wir jeden Tag drehen, richtet sich unser Alltag im Moment natürlich komplett nach den Dreharbeiten und ist sehr durchgetaktet. Ich bin den ganzen Tag am Set, mein Mann ist mit unserem kleinen Baby auch vor Ort, damit ich zwischendurch stillen kann und kümmert sich dann am Nachmittag um die beiden grösseren Kinder, wenn sie aus der Schule und der Kita kommen.

Manchmal schaffe ich es zum Abendessen, zu Hause zu sein und dann habe ich mit den Kindern ein kleines Zeitfenster am Ende des Tages. Abends sitze ich mit meinem Mann am Küchentisch und bereite den nächsten Drehtag vor. Am Wochenende haben wir entweder Kraft für eine gemeinsame Unternehmung und entdecken die Umgebung oder wir hängen einfach ein bisschen in der Ferienwohnung ab, in der wir gerade leben. Eine sehr intensive Zeit!

Braun: Zurzeit drehe ich viele Szenen im Grossraum Köln. Aber als wir erst kürzlich mit dem gesamten Cast bei der Fan–Premiere am Schliersee waren und dort der erste Schnee in der Sonne glitzerte, wurde mir wieder bewusst, welchen Charme diese Gegend hat. Ich lebe mitten in Berlin Kreuzberg, im absoluten Grossstadttrubel. Ein Teil von mir sehnt sich aber definitiv nach mehr Ruhe und Natur. Irgendwo ein Haus am See mit den Bergen in der Nähe...das könnte ich mir gut vorstellen, irgendwann.

Neben Wiesenkirchen wird Weilhausen zum neuen Schauplatz. Wie verändert das die Serie?

Fisch: Für Vicky ist Wiesenkirchen aktuell der Hauptschauplatz. Aber ich bin gespannt darauf, welche neuen Geschichten und Wendungen durch Weilhausen entstehen werden!

Braun: Ich denke, das bringt frischen Wind in die Handlung. Durch die Erweiterung des Settings können neue Geschichten erzählt und zusätzliche Charaktere eingeführt werden. Das macht die Serie abwechslungsreicher. Gleichzeitig bleibt die vertraute Atmosphäre erhalten, sodass langjährige Fans weiterhin mit den bekannten Figuren mitfiebern können.

Mit «Herzflimmern» oder «In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte» haben Sie bereits Arztserien–Luft geschnuppert. Hat Ihnen das geholfen?

Fisch: Ja, das hat tatsächlich sehr geholfen. Weil ich eine Drehroutine und einen Drehalltag schon kennenlernen durfte, wenn auch nicht in der engen Taktung, wie jetzt bei der Landarztpraxis. Ausserdem hat es sich für mich sehr natürlich angefühlt, wieder in die Rolle einer starken Ärztin zu schlüpfen. Ich denke, ich wäre nicht die Vicky, die ich bin, ohne die Elly, die ich vorher war!

Braun: Die «Landarztpraxis» unterscheidet sich für mich deutlich von klassischen Medical–Serien. Hier stehen nicht nur medizinische Fälle im Mittelpunkt; vielmehr werden verschiedene Schauplätze wie die Bergwacht oder das Hotel «Alte Post» einbezogen. Dadurch entsteht ein vielschichtiges Bild des Dorflebens von Wiesenkirchen.

Wie haben Sie sich ansonsten auf die «Landarztpraxis» vorbereitet, gab es spezielle medizinische Schulungen?

Fisch: So sehr konnte ich mich gar nicht vorbereiten, denn von der Zusage bis zum Drehstart waren es nur knapp drei Wochen. Alles ging sehr schnell! Aber ehrlich gesagt, mag ich sowas auch. Sich mit viel Mut und Lust und Hingabe einem neuen Projekt zur Verfügung stellen. Das hat etwas sehr Kraftvolles. Und da der Fokus in der Landarztpraxis mehr auf den emotionalen und familiären Geschichten liegt, gab es vorher keine speziellen Schulungen. Wir haben allerdings in den jeweiligen Szenen, in denen es gebraucht wird, medizinische Beratung vor Ort.

Braun: Meine Figur, Simon, steht zunächst nicht im direkten Zusammenhang mit der Landarztpraxis. Als Gastro–Manager ist sein Hauptarbeitsbereich in der «Alten Post» angesiedelt. Dennoch gibt es immer wieder Szenen, die einen Besuch in der Landarztpraxis zeigen – schliesslich arbeitet dort ja auch eine neue Ärztin, die er ziemlich gut findet.

Frau Fisch, Sie verkörpern Vicky Raichinger – eine Ärztin, die mit gebrochenem Herzen in ihre Heimat zurückkehrt. Wie würden Sie Vicky beschreiben?

Fisch: Vicky ist eine entschlossene und warmherzige Ärztin, die trotz ihres gebrochenen Herzens optimistisch nach vorn schaut. Sie bringt viel Offenheit, Freundlichkeit und Lebensfreude mit und hat den Mut, sich in ihrer Heimat noch einmal neu aufzustellen.

Herr Braun, Sie spielen Simon Hilgers, den neuen Restaurantmanager in der «Alten Post». Was hat Sie an dieser Figur besonders gereizt?

Braun: Die Geschichte von Simon hat mich vom ersten Lesen an sehr berührt. Es ist vor allem die emotionale Tiefe der Rolle, die mich interessiert und auch herausgefordert hat. Simon ist ein Mann, der seinen inneren Frieden sucht und sich zunächst sehr zurückhaltend zeigt. Mit Vicky verändert sich dies, denn er spürt gleichzeitig den Wunsch nach Nähe. Genau diese Spannung – zwischen der Anziehung zu ihr und dem Bedürfnis, sich zu schützen – macht die Figur für mich besonders und eröffnet Raum für eine vielschichtige Entwicklung.

Vicky möchte eigentlich «nichts mehr von Männern wissen» – bis sie Simon begegnet. Was macht diese Verbindung für Sie besonders?

Fisch: Das Besondere ist für mich diese leise, aber sehr starke Verbindung zwischen zwei Menschen, die sich im vermeintlich falschen Moment begegnen. Alles fühlt sich sofort richtig an, und trotzdem steht so viel zwischen ihnen, dass wirkliche Nähe eigentlich gar nicht möglich scheint. Genau aus diesem Spannungsfeld entsteht etwas sehr Intimes: Sie halten Abstand und kommen sich dabei doch immer näher. Es ist eine Verbindung, die mehr aus unausgesprochenen Gefühlen besteht, als aus grossen Gesten – und gerade deshalb neugierig macht.

Braun: Gerade, weil Vicky eigentlich abgeschlossen hat, trifft Simon sie völlig unerwartet. Seine ruhige, geheimnisvolle Art steht im spannenden Kontrast zu Vickys Offenheit und Wärme – und genau daraus entsteht eine besondere, leise Verbindung, die sich langsam und ehrlich entwickelt.

Von SpotOn am 5. Januar 2026 - 20:04 Uhr