1. Home
  2. News
  3. «Karate Kid 3»: Sean Kanan wäre bei Dreharbeiten fast gestorben

Litt an inneren Blutungen

Sean Kanan wäre bei «Karate Kid 3»-Dreharbeiten fast gestorben

Als Mike Barnes in «Karate Kid 3» war Sean Kanan der Gegenspieler des Protagonisten Daniel LaRusso (Ralph Macchio) und brachte diesen im Film in Bedrängnis. Nun enthüllt Kanan, dass er selbst während des Drehs in grosser Gefahr schwebte und ihn das fast das Leben und den Job gekostet hätte.

Teilen

Merken

Kommentare

Artikel teilen

Sean Kanan ist aktuell in der Netflix-Serie «Cobra Kai» zu sehen. Dabei hätten sein Leben und seine Karriere während der Dreharbeiten zu «Karate Kid 3» ein jähes Ende finden können.
Sean Kanan ist aktuell in der Netflix-Serie «Cobra Kai» zu sehen. Dabei hätten sein Leben und seine Karriere während der Dreharbeiten zu «Karate Kid 3» ein jähes Ende finden können. Copyright (c) 2015 Kathy Hutchins/Shutterstock

Während der Dreharbeiten zu «Karate Kid 3» (1989) wäre Mike-Barnes-Darsteller Sean Kanan (55) fast an inneren Blutungen gestorben. Kanan hatte etwa sechs Wochen lang an dem Film gearbeitet, als die Produktion wegen der Weihnachtspause unterbrochen wurde. Er hatte erhebliche Schmerzen in einem Oberschenkel, die er aber mit Aspirin behandelte, in der Annahme, es handele sich um einen harmlosen Nebeneffekt des Karate-Sports, sagte er der «Daily Mail».

Er und ein Kumpel setzten sich ins Auto und fuhren nach Las Vegas - eine mehr als vierstündige Fahrt von Los Angeles. «Ich wurde im Dunes Casino ohnmächtig und es stellte sich heraus, dass die Schmerzen in meinem Bein innere Blutungen waren und das Blut an meiner Oberschenkelarterie heruntertropfte», verriet der Darsteller. «Ich blutete schon den ganzen Tag und sie brachten mich sofort ins Krankenhaus.» Er erinnerte sich noch, was die Ärzte sagten: «‹Wir wissen nicht, ob wir Ihr Leben retten können, aber wir werden es versuchen.› Es war das Beängstigendste, was mir je in meinem Leben passiert ist», so Kanan.

Auch der Job stand auf dem Spiel

In diesem Moment galt seine grösste Sorge aber nicht dem Überleben der Operation, sondern der Frage, ob er in dem Film bleiben konnte: «Ich wusste, wenn sie die Bauchmuskeln durchschneiden würden, wäre ich aus dem Film raus. Es gibt keine Möglichkeit, so schnell wieder gesund zu werden», sagte er. Den Ärzten gelang es nicht nur, sein Leben zu retten, sondern sie verzichteten auf seinen Wunsch hin auch darauf, seine Bauchmuskeln aufzuschneiden, um eine schnellere Genesung zu gewährleisten.

Doch dann bekam er einen Anruf vom Studio: «Keine Blumen, keine Luftballons - nur, dass du in, ich glaube, zwölf Tagen oder so wieder bei der Arbeit sein musst, oder wir werden neu besetzen», sagte der Schauspieler. «Ich war am Boden zerstört, und dann war ich nicht mehr am Boden zerstört, sondern wirklich verdammt wütend.» Zum Verhalten des Filmstudios wollte er sich aber nicht eingehender äussern: «Das war nicht gut. Ich werde es dabei belassen.»

Schauspielerei überwog eigene Sicherheit

Kanan riskierte seine Genesung, um auf keinen Fall aus dem Film gedrängt zu werden. «Ich habe mich gegen ärztlichen Rat entlassen», verriet er. Das Studio habe ihn behalten, weil sie bereits genug brauchbares Material hatten. Er zwang sich auch dazu, die restlichen Kampfszenen selbst zu spielen und bekam dabei Hilfe von Regisseur John Avildsen (1935-2017) und einem Profi-Fussballspieler.

Kanan erinnert sich, dass er bei diesem Dreh «mit meiner eigenen Sterblichkeit konfrontiert wurde». Die 38 Zentimeter lange Narbe trage er noch heute «mit Stolz», so der Schauspieler.

Von spot on news AG am 13. Oktober 2022 - 12:00 Uhr