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ESC-Sieger von 2021 auf der Erfolgswelle

Måneskin werden «immer füreinander da sein, wenn es schwierig wird»

Måneskin, die ESC-Sieger von 2021, schwimmen auf der Erfolgswelle. Die Rocker treten auf den grossen Festivals auf und starten bald ihre eigene Tour. Dabei ist den vier Musikern immer wichtig, sich selbst treu zu bleiben. «Darauf sind wir stolz», erzählen sie im Interview.

Måneskin sind die neuen Stars am Rockhimmel.
Måneskin sind die neuen Stars am Rockhimmel. Ilaria Ieie

Die italienische Rockband Måneskin gehört für viele bereits in die Riege der Superstars. Dabei vergisst man gerne, dass Sänger Damiano David (23), Gitarrist Thomas Raggi (21), Bassistin Victoria De Angelis (22) und Schlagzeuger Ethan Torchio (21) gerade mal Anfang 20 sind. Seit ihrem Sieg beim Eurovision Song Contest 2021 schwimmen Måneskin auf der Erfolgswelle. In diesem Jahr haben sie bereits auf einigen der grössten Festivals gespielt: Beim Coachella in Kalifornien sowie bei Rock am Ring und Rock im Park in Deutschland. Im Juli stehen sie auf der Bühne des Lollapalooza in Chicago.

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Måneskin haben sich sechs Jahre lang auf den Erfolg vorbereitet

Bisher ist ihnen der Erfolg noch nicht zu Kopf gestiegen: «Wir haben immer an das geglaubt, was wir tun, also geht es nur darum, Spass zu haben und uns selbst treu zu bleiben», sagt Bassistin De Angelis im Interview mit spot on news. «Wir haben das grosse Glück, dass wir das, was wir lieben, mit unseren besten Freunden tun können. Im Moment ist alles verrückt, aber wir freuen uns immer auf das, was als nächstes kommt - wir haben die beste Zeit.»

Dass der Erfolg auch negative Seiten haben kann, ist den Musikern klar. «Ich denke, alle grossen Künstler und Bands erleben negative Seiten», sagt Sänger Damiano David. «Natürlich sind wir uns bewusst, dass es hart werden kann, man mental vorbereitet sein muss und es nicht das Leben für jeden ist. Aber wir haben uns sechs Jahre lang darauf vorbereitet.» Die Bandmitglieder seien «von klein auf befreundet» und kennen sich «sehr gut». «Wir werden immer füreinander da sein, wenn es schwierig wird», ist sich David sicher. «Wir lieben auch alle unsere Fans und sind immer wieder überwältigt von der Unterstützung, die wir aus der ganzen Welt erhalten.»

Streit gebe es bei den vier Freunden durchaus, bestätigt Ethan Torchio. «Natürlich, alle Familien haben ihren gerechten Anteil an Streitigkeiten», sagt der Schlagzeuger. Allerdings wachsen Måneskin «enger zusammen als je zuvor, nachdem wir uns versöhnt haben».

«Wir sehen uns nicht wirklich als Vorbilder»

Måneskin machen nicht nur Schlagzeilen mit ihrer Musik, sondern auch mit ihrem Erscheinungsbild. Sie sind bekannt für ihren extravaganten Kleidungsstil: dunkles Make-up, Leder, bunte Farben, Latex - es gibt gefühlt nichts, was die vier Musiker noch nicht getragen haben. Ihre Fans feiern Måneskin für ihre Authentizität. «Wir sehen uns nicht wirklich als Vorbilder für irgendetwas», erklärt Ethan Torchio bescheiden. «Wir sind eine Gruppe von Freunden, die Musik machen und einfach versuchen, die beste Version von uns selbst zu sein! Aber wir sind stolz darauf, uns selbst treu zu bleiben und uns frei zu kleiden. Wenn sich die Fans davon inspirieren lassen, dann bedeutet uns das sehr viel.»

«Es ist wirklich wichtig, dass wir uns selbst treu bleiben, und Dinge wie Musik und Mode können eine grossartige Möglichkeit des Ausdrucks und der Freiheit sein», bekräftigt De Angelis. «Ich glaube nicht, dass wir einen bestimmten Stil haben. Wir experimentieren einfach gerne, haben Spass und probieren verschiedene Dinge aus.»

Måneskin auf den grossen Festivals: Band schwärmt von Auftritten

In diesem Jahr ist nach der langen Corona-Pause der Festivalsommer zurück. Über ihre jüngsten Auftritte kommen Måneskin regelrecht ins Schwärmen. Das legendäre Coachella-Festival im April sei «riesig» gewesen. «Die Atmosphäre selbst war das Aufregendste für uns», erzählt Ethan Torchio. «Es ist definitiv eines der ikonischsten Festivals der Welt, bei dem man die Chance hat zu spielen.»

Darüber hinaus bei Rock am Ring und Rock im Park Anfang Juni aufzutreten, sei für die Band «ein Traum» gewesen, sagt Thomas Raggi. Die Schwesterfestivals hätten die «Erwartungen definitiv erfüllt». «Es war so schön, wieder in Deutschland zu sein», führt der Gitarrist weiter aus. Für Måneskin habe die Festivalsaison bei Rock im Park und Rock am Ring «mit einer der wildesten Menschenmengen begonnen, die wir je gesehen haben». Es sei «eine verrückte Erfahrung» gewesen, die Musiker könnten es «kaum erwarten, mehr davon zu erleben».

Kommt bald ein neues Album?

Sogar bei den Filmfestspielen von Cannes waren Måneskin im Mai mit von der Partie. Sie präsentierten dort ihre Coverversion von «If I Can Dream» als Teil des Soundtracks des Biopics «Elvis». «Elvis ist ein unglaublicher Künstler, daher war es für uns eine Ehre, dabei sein zu dürfen und einer Legende Tribut zu zollen. Und wir sind grosse Kinofans!», erzählt Raggi.

Das zeigt sich auch im Musikvideo ihrer neuen Single «Supermodel», das «von einigen unserer Lieblingsfilme aus den 90er Jahren inspiriert wurde, von Hitchcock bis Tarantino», sagt der Gitarrist. Ebenso sei «William Shakespeares Romeo + Julia» von Baz Luhrmann (59) «einer der besten Filme dieser Ära». Für Måneskin sei es deswegen «sehr aufregend» gewesen, in Cannes Zeit mit dem Filmemacher zu verbringen, der auch bei «Elvis» Regie führte.

Mit grossen Schritten geht es für Måneskin weiter: Im Oktober starten die Rocker ihre Welttournee in den USA, 2023 kommen sie nach Europa. Und auch ein neues Album scheint nicht ausgeschlossen: «Nun, wir haben viele neue Sachen geschrieben», erklärt Thomas Raggi vielsagend.

Von spot on news AG am 14. Juni 2022 - 22:00 Uhr
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