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Aussage im Johnny-Depp-Prozess

Polizistin über Amber Heard: «Kein Opfer häuslicher Gewalt»

Der Prozess um Johnny Depp und Amber Heard geht weiter: Nun erklärte eine Polizistin vor Gericht, sie habe die Schauspielerin nicht als «Opfer häuslicher Gewalt» identifiziert. Auch eine Psychologin kam zu Wort.

Johnny Depp und Amber Heard führen ihren Rosenkrieg vor Gericht fort.
Johnny Depp und Amber Heard führen ihren Rosenkrieg vor Gericht fort. Tinseltown/Shutterstock.com

Im Verleumdungsverfahren von Johnny Depp (58) gegen seine Ex-Frau Amber Heard (36) ging es an einem neuen Prozesstag darum, was vor sechs Jahren im Penthouse der Stars in Los Angeles passiert ist. Im laut «Deadline» überfüllten Gerichtssaal von Virginia sagte per aufgezeichnetem Video die LAPD-Beamtin Melissa Saenz aus. «Ich habe sie (Heard) nicht als Opfer häuslicher Gewalt identifiziert», erklärte sie dem Bericht zufolge darin vor Gericht.

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Die Polizistin wurde von den Anwälten der Verteidigung befragt. Sie schilderte, was sie beim Betreten und Beobachten der Wohnung des Paares am 21. Mai 2016 gesehen hatte. Saenz nahm damals keine Anzeige auf und bezeichnete den Vorfall als «abgeschlossen», da ihrer Meinung nach kein Verbrechen vorlag.

In der aufgezeichneten Aussage bestätigte Saenz laut «Deadline», dass weder sie noch ihr Partner Notizen oder Fotos gemacht hätten. Die Beamtin sagte, dass Heard «rote Augen» gehabt hätte, «weinte», ein «rotes Gesicht» hatte und keinen Blickkontakt gehalten hätte, als sie ankamen. Die Bewohner des Penthouses habe sie nicht erkannt, so die Polizistin, sie sei aber «beeindruckt» von der Anlage gewesen.

Persönlichkeitsstörung bei Amber Heard?

Zudem sagte in dem Prozess die forensische Psychologin Dr. Shannon Curry aus. Sie teilte dem Gericht mit, dass sie der Ansicht sei, Heard habe eine Borderline-Persönlichkeitsstörung und eine histrionische Persönlichkeitsstörung. Curry wurde von Depps Anwaltsteam engagiert und stellte ihre Diagnose auf der Grundlage einer mehrstündigen Sitzung mit der Schauspielerin. Medienberichten zufolge soll sie mehrere Tests durchgeführt und auch ihre Krankenakten analysiert haben.

Zweiter Prozess von Johnny Depp

Johnny Depp hat Amber Heard auf 50 Millionen Dollar (46 Millionen Euro) verklagt - wegen eines Beitrags, den sie in der «Washington Post» veröffentlichte. Darin behauptete sie, Opfer von häuslicher Gewalt zu sein. Heard soll laut «Variety» Gegenklage gegen ihren Ex eingereicht haben, in Höhe von 100 Millionen Dollar (92 Millionen Euro).

Depp und Heard begannen ihre Beziehung Anfang 2012. Kennengelernt hatten sie sich zuvor am Set von «The Rum Diary». 2015 heirateten die Hollywood-Stars. Die Ehe hielt nur 15 Monate. Einen Verleumdungsprozess gegen die Zeitung «The Sun» in Grossbritannien hat der Schauspieler 2020 verloren. Das Blatt hatte Depp in einem Artikel als «Ehefrauenschläger» bezeichnet. Depp hat alle Anschuldigungen häuslicher Gewalt zurückgewiesen.

Von spot on news AG am 27. April 2022 - 12:40 Uhr
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