1. Home
  2. News
  3. Reisetrends 2023: Wenn die Drehorte zu Destinationen werden

Keine Lust auf Kompromisse

Reisetrends 2023: Wenn Drehorte zu Destinationen werden

Stippvisite, Städtetrip, Erlebnisurlaub oder Weltreise: Das Reisejahr 2023 steht ganz im Zeichen von Abwechslung und Vielfalt. Wer noch Inspiration sucht, findet sie ganz bequem auf der heimischen Couch mit der Fernbedienung in der Hand.

Teilen

Merken

Kommentare

Artikel teilen

Etwas «Herr der Ringe»-Feeling gefällig? Dann ab nach Neuseeland!
Etwas «Herr der Ringe»-Feeling gefällig? Dann ab nach Neuseeland! Olga Danylenko/Shutterstock.com

Keine Lust mehr auf Kompromisse! Reisende wollen in ihrem Urlaub endlich wieder in die Vollen gehen. Und dafür wartet im kommenden Jahr jede Menge Abwechslung. 2023 steht ganz im Zeichen von Set-Jet, Culture Capitals und ungewöhnlichen Unterkünften.

Nachdem die Welt wegen der Corona-Pandemie ins Stocken geraten war, wurden Reise-Bürokratie und Heimaturlaub zur neuen Normalität. Oft blieb man gleich ganz zu Hause und träumte sich dank des erweiterten Streamingangebots in andere Welten. Wir erkundeten mit Galadriel und Elrond Mittelerde und verliebten uns mit «Emily in Paris». Die filmische Inspiration können Weltenbummler jetzt endlich in die Tat umsetzen: Die Drehorte von Filmen und Serien sind attraktive Destinationen, wie der neue Reisetrend-Report von Expedia und FeWo-direkt zeigt. Dafür wurden 24.000 Erwachsene in 17 Ländern befragt.

Fantastisches Neuseeland: Ab nach Mittelerde!

Weltweit haben demnach zwei Drittel der Reisenden schon einmal überlegt, ein Ziel zu besuchen, das sie in einer Streamingserie oder einem Film gesehen haben - 39 Prozent haben tatsächlich eine solche Reise gebucht. Ganz oben auf der Bucket-List steht Neuseeland, Schauplatz der von J.R.R. Tolkien erdachten Mittelerde-Saga. Ob man Hobbit Frodo, Zwerg Thorin, Elbin Galadriel oder gar den Zauberer Gandalf dort antrifft, bleibt fraglich. Fest steht: Alle, die «Hin und wieder zurück» reisen, haben viel zu erzählen.

Wer die Geschichte von «Emily in Paris» verfolgt hat, fühlt sich vielleicht versucht, die Stadt der Liebe selbst einmal zu besuchen. Das Café de Flore etwa, in dem Emily (Lily Collins, 33) eines Abends Thomas trifft, ist ein berühmter Ort. Schon Schriftsteller Ernest Hemingway oder Modemacher Yves Saint-Laurent genossen hier Kaffee und Croissants. Die französische Hauptstadt mit ihren süssen Verführungen führt uns gleich zum nächsten Reisetrend 2023.

Kulturhauptstädte als Inspiration

Nachdem das geschäftige Treiben auf Märkten, Cafés und Restaurants endlich wieder floriert, wollen Urlauber diese Atmosphäre in vollen Zügen geniessen. Besonders gefragt sind laut den Daten von Expedia dahingehend die Kulturhauptstädte Tokio, Lissabon und Edinburgh. Wer bei Schottland nur an Regen, Nebel und Whisky denkt, liegt kräftig daneben.

Die «Stadt der sieben Hügel», «The Windy City» oder «Athen des Nordens» wartet etwa mit dem weltweit grössten Kunst- und Medienfestival auf. Aber auch ein Abstecher zum Edinburgh Castle auf einem kleinen Burgberg, dem Castle Rock, sollte drin sein. Wenn es weiter weg gehen darf, empfehlen sich New York, Sydney, Montreal oder Bangkok, die es ebenfalls in die Top Ten des Rankings geschafft haben.

Haycation: Unbeschwertes Landleben auf Zeit

Beim Thema Übernachten steht das Jahr 2023 ganz im Zeichen von «Haycation». Die Wortschöpfung setzt sich zusammen aus dem englischen «Hay» (Deutsch: Heu) und «Vacation» (Deutsch: Ferien). So wurden vor allem in Norddeutschland Bauernhäuser, Höfe, Scheunen und Ställe umgebaut, die vielerorts als Ferienwohnungen zur Verfügung stehen. Entspannen auf dem Land ist immer beliebter, was die steigende Nachfrage nach Ferienunterkünften in Niedersachsen auf FeWo-direkt zeigt (+150 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten).

Umso besser, wenn diese Unterkunft eine gut ausgestattete Küche hat - schliesslich wollen viele gemeinsam kochen. Für mehr als die Hälfte der Reisenden, die gemeinsam mit der Familie und Freunden Urlaub machen möchten, ist die Ausstattung eines der wichtigsten Auswahlkriterien. 38 Prozent kochen laut Auswertung selbst, um die Kosten zu senken. Die Hälfte der Befragten hat gern eine Outdoor-Küche mit Grill vor Ort, 25 Prozent schätzen einen Pizzaofen sowie einen Garten mit Obst und Gemüse (24 Prozent).

Wer also im herbstlichen Deutschland schon einmal den nächsten Sommerurlaub planen will, sollte sich keine Grenzen setzen. Frei nach dem Motto: «Normal war gestern!»

Von spot on news AG am 17. November 2022 - 13:00 Uhr