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Es wird tragisch bis(s) schräg

Schwarzer Panther beim Kannibalen-Menü: Die Kino-Tipps im November

Eine vakante Wakanda-Stelle als Superheld Black Panther, mörderische Kulinarik und verliebte Kannibalen: Die Kino-Tipps im November.

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Neben «Black Panther: Wakanda Forever» (li.) bittet im November Ralph Fiennes in «The Menu» zu Tisch.
Neben «Black Panther: Wakanda Forever» (li.) bittet im November Ralph Fiennes in «The Menu» zu Tisch. © 20th Century Studios. All Rights Reserved. / © 2022 MARVEL.

sDer November hält viele interessante Neuerscheinungen parat. Aus denkbar tragischen Gründen weckt eine von ihnen jedoch besonderes Interesse: Die Fortsetzung zum Marvel-Blockbuster «Black Panther», dessen Hauptdarsteller Chadwick Boseman 2020 mit nur 43 Jahren an Krebs verstorben ist. Wer es mit dem MCU so gar nicht hält, sollte einen Blick in «The Menu» werfen: Eine Mischung aus schwarzer Komödie und Thriller mit Starbesetzung steht darin auf der Speisekarte. Apropos: Ebenfalls im November startet das ungewöhnliche Coming-of Age-Drama «Bones and All» mit Timothée Chalamet (26) als Nachwuchs-Kannibale.

«Black Panther: Wakanda Forever», 9. November

Königin Ramonda (Angela Bassett, 64), Shuri (Letitia Wright, 28), M‹Baku (Winston Duke, 35), Okoye (Danai Gurira, 44) und die Dora Milaje kämpfen nach dem Tod von König T›Challa darum, ihre Nation vor intervenierenden Weltmächten zu schützen. Während die Wakandaner sich bemühen, ihr nächstes Kapitel aufzuschlagen, müssen sich die Helden mit Hilfe von Elitekriegerin Nakia (Lupita Nyong'o, 39) und Everett Ross (Martin Freeman, 51) zusammenschliessen und einen neuen Weg für das Königreich Wakanda einschlagen.

Einschätzung:

Wer wird Chadwick Boseman in «Wakanda Forever» als Superheld Black Panther ersetzen? Haben es Drehbuchautor sowie Regisseur Ryan Coogler und Co. geschafft, aus der Not eine Tugend zu machen - oder merkt man «Black Panther: Wakanda Forever» zu sehr an, dass Geschehnisse aus der Realität für die Handlung gesorgt haben? Selbst, wer die Lobeshymnen auf Teil eins nicht mit anstimmen wollte, könnte an der Beantwortung dieser Fragen interessiert ins Kino pilgern. Action- und comic- Connaisseurs dürften so oder so auf ihre Kosten kommen.

«The Menu», 17. November

Auf einer abgelegenen Insel lädt ein enigmatischer Koch (Ralph Fiennes, 59) zu einem opulenten Mahl. Unter den Gästen befindet sich auch eine junge Frau (Anya Taylor-Joy, 26), die zusammen mit ihrem Freund (Nicholas Hoult, 32) angereist ist und schnell merkt, dass sich hinter der Fassade des extravaganten Restaurants mehr verbirgt, als es auf den ersten Blick scheint.

Einschätzung:

Ralph Fiennes und «Das Damengambit»-Star Anya Taylor-Joy in einer tief schwarzhumorigen Abrechnung mit ungerechten sozialen Strukturen, dargestellt am zuweilen arg prätentiösen Kult um Kulinarik? Das klingt köstlich! Ähnliche Filme, wenn auch in deutlich anderem Setting («High Rise», «Snowpiercer»), nahmen sich der Dekadenzkritik ebenfalls sehenswert an. Doch bei «The Menu» wird sogar noch mit einer Prise «Squid Game» abgeschmeckt.

«Bones and All», 24. November

Zwischen Maren (Taylor Russell, 28), einer jungen Frau, die lernen muss, am Rande der Gesellschaft zu überleben, und dem temperamentvollen Aussenseiter Lee (Timothée Chalamet) entwickelt sich eine zarte Liebe. Als die beiden sich kennenlernen, beginnt eine tausend Meilen lange Odyssee durch die Schleichwege, versteckten Durchgänge und Hintertüren im Amerika der Reagan-Ära. Doch trotz all ihrer Bemühungen führen alle Wege Maren und Lee zurück in ihre schockierende Vergangenheit - und zu der alles entscheidenden Frage, ob ihre Liebe zueinander ihr Anderssein überwinden kann.

Einschätzung:

Eine Mischung aus Coming-of-Age-Drama und Kannibalen-Horror? Man mag es kaum glauben, aber diese Kombination gab es unlängst sogar schon: Der französische Film «Raw» (2016) von Julia Ducournau (38) verband genau diese beiden Aspekte zu einer heftigen weiblichen Identitätsfindung. Ob «Bones and All» ebenso explizit dabei vorgeht? Regisseur Luca Guadagnino (51) kann beide Gangarten, wie er bereits beweisen hat: 2017 erschien sein gefühlvoller Film «Call Me by Your Name», ebenfalls mit Chalamet in einer der Hauptrollen. Nur ein Jahr später schockte er mit seiner Neuinterpretation von Dario Argentos (82) Horrorstreifen «Suspiria».

Von spot on news AG am 27. Oktober 2022 - 14:31 Uhr