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«Es wäre ein schöner Schluss»

Thekla Carola Wied will mit der Schauspielerei aufhören

Schauspielerin Thekla Carola Wied denkt offenbar ans Aufhören. Ihr nächster Film «Martha Liebermann - Ein gestohlenes Leben» könnte auch ihr letzter sein.

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Schauspielerin Thekla Carola Wied denkt ans Aufhören.
Schauspielerin Thekla Carola Wied denkt ans Aufhören. imago/POP-EYE

Die Fans von Thekla Carola Wied (78) müssen jetzt stark sein, die Schauspielerin denkt offenbar ans Aufhören. Das gab sie im Gespräch mit der dpa anlässlich ihres nächsten TV-Films «Martha Liebermann - Ein gestohlenes Leben» bekannt. «Es wäre ein schöner Schluss, ein schönes Ausklingen der Karriere. Ich möchte mich zurückziehen», sagte sie. Ein kleines Hintertürchen lässt sie sich aber immerhin offen: «Falls noch einmal eine tolle Rolle vorbeikommt».

«Martha Liebermann - Ein gestohlenes Leben» ist ab 6. Oktober in der ARD-Mediathek und am 10. Oktober um 20:15 Uhr im Ersten zu sehen. Erzählt wird die Geschichte der jüdischen Martha Liebermann (1857-1943), Ehefrau des jüdischen Malers Max Liebermann 1847-1935), die sich ihre Würde vom NS-Regime nicht nehmen lässt. Ihren bewegenden Überlebenskampf im Berlin des Kriegsjahres 1943 verbindet das historische Drama mit der bislang recht wenig bekannten Geschichte des Solf-Kreises, einer von Frauen angeführten Widerstandsgruppe.

Internationale Ehrung ihrer Arbeit

Beim traditionsreichen Fernsehfestival im Fürstentum Monaco, dem 61. Festivals de Television de Monte-Carlo, wurden Thekla Carola Wied als «Beste Schauspielerin» und der Film «Martha Liebermann - Ein gestohlenes Leben» als «Bester Fernsehfilm» mit einer Goldenen Nymphe ausgezeichnet. Neben einer österreichischen Romy ist es die erste internationale Ehrung ihrer Arbeit.

«Ich empfand es schon als grosses Glück, Marthas Leben und Schicksal im Bewusstsein der Menschen zu halten. Der Preis war dann noch das Sahnehäubchen», sagte sie dem Sender dazu. Eigentlich sei die Auszeichnung für Martha und Max, schob sie hinterher. «Mir bedeutet diese internationale Auszeichnung auch deshalb viel, weil es der lakonischen Erzählweise des Films offenbar gelungen ist, ein exemplarisches Schicksal aus der dunkelsten Zeit unserer Geschichte darzustellen», erklärte Thekla Carola Wied weiter.

Ihren Durchbruch feierte die Schauspielerin in den 1980er Jahren. Mit der TV-Serie «Ich heirate eine Familie» (1983-1986) spielte sie sich in die Herzen der Fans.

Von spot on news AG am 30. September 2022 - 10:30 Uhr