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  4. US-Konzern Topps verdrängt Panini: An der Euro 2024 gibt es keine Panini-Bildchen mehr zu sammeln

UEFA hat neuen Partner

An der Fussball-EM 2024 gibt es keine Panini-Sammelbildli mehr

Tschüss Panini-Bildlis! Ab dem Jahr 2022 verliert der Sticker-Hersteller Panini die Rechte für die Herausgabe der beliebten Sammelbücher für die Fussball-Europameisterschaft. Neu wird der US-Konzern Topps Herausgeber der Sticker und Sammelartikel sein.

Panini-Bildlis

Für die Europameisterschaft 2024 in Deutschland kann man am Kiosk in Zukunft keine Panini-Fussball-Bildli mehr kaufen.

imago images/SKATA

Es ist ein trauriger Tag für die Fussballfans, die sich jeweils von den kleinen Panini-Bildli begeistern liessen. Die Kleber waren vor und während der Fussball-Tourniere fast überall anzutreffen, auf dem Pausenplatz an Schulen, zuhause auf dem Küchentisch – und natürlich in den Kiosken. Fleissig wurden die Bildli gekauft, gesammelt, getauscht und eingeklebt, bis das Heft schliesslich voll war – oder man sich einfach mit den Sticker seiner Lieblingsspieler, beziehungsweise Lieblingsmannschaft, zufrieden gab – und stolze Besitzer gab es auf allen Altersstufen, von klein bis gross.

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Aber damit ist jetzt Schluss. Für die kommende Fussball-Europameisterschaft 2024, welche in Deutschland stattfindet, wird es keine Sammelware von Panini mehr geben. Und dies gilt im Übrigen auch für alle weiteren Nationalmannschaftswettbewerbe in Europa.

Ab dem Jahr 2022 verliert der italienische Kult-Hersteller nämlich die Rechte der Uefa – die Union der Europäischen Fussballverbände – und gilt somit nicht mehr als offizieller Hersteller der Sammelbücher der Nationalmannschaftswettbewerbe.

Panini von US-Konzern Topps verdrängt

Das Ende der Panini-Fussballbilder bedeutet aber kein gleichzeitiges Ende vom Sammelspass. Denn als Nachfolger hat die Uefa den US-amerikanischen Sammelware-Hersteller Topps als neuer Lizenzpartner verpflichtet. Das bedeutet, dass ab 2022 und somit auch an der kommenden Europameisterschaft 2024 in Deutschland sowie an der Euro 2028, Topps alle Sammelstücke für die Wettbewerbe herausbringen wird. Dies gab der US-Konzern heute in einem offiziellen Statement bekannt.

Infolgedessen wird Topps auch für alle weiteren Wettbewerbe unter den europäischen Fussball-Nationalmannschaften sowie für die Endrunde der Uefa Nationsleague und die Frauen-WM 2025 neuer Herausgeber sein.

Das Sahnehäubchen auf dem Kuchen dürfte bei diesem neuen Deal wohl die Fussball-Legende José Mourinho (59) sein. Der portugiesische Fussballtrainer wurde von Topps nämlich als Euro-Botschafter und Sticker-Manager verpflichtet. Dabei darf er persönlich auswählen, welche Spieler in die Topps-Kollektionen aufgenommen werden, wie Topps in einem Werbevideo auf Instagram zusätzlich verdeutlicht:

 

«Wir sind stolz, unsere Partnerschaft mit Uefa als offizieller Lizenzpartner der Uefa Euro 2024 bekannt zu geben. Ab 2022 werden wir der exklusive Partner für offizielle Sticker, Sammelkarten und Sammlerstücke rund um die Uefa Euro und andere Uefa-Nationalmannschaftswettbewerbe sein», so der Sammel-Hersteller in dem Video.

Auf erste Fussball-Sammelstücke müssen die Fans aber nicht bis zur Euro 2024 warten. Wie Topps im Statement ebenfalls bekannt gibt, werden «erste und exklusive Produkte» bereits im Sommer 2022 auf den Markt kommen.

Das Ende einer Ära

Das Ende der Panini-Abziehbilder an den Europameisterschaften ist also offiziell besiegelt. Ganze 42 Jahre lang war das Unternehmen aus dem italienischen Modena für die Herstellung der Sammelartikel der Europameisterschaften zuständig. Die erste Ausgabe für eine Euromeisterschaft brachte Panini zur EM 1980 in Italien heraus.

Für die Weltmeisterschaften konnte Panini aber bereits schon zehn Jahre früher sein Debüt geben. Da erschien die erste Ausgabe des Sammelhefts nämlich bereits an der WM 1970 in Mexiko. Über eine Änderung der Partnerschaft zwischen der italienischen Firma und der Fifa ist zurzeit noch nichts bekannt. Aber ob sich Topps in Zukunft auch die Rechte für die Herausgabe der Sammel-Sticker für die WM schnappen wird, wird sich wohl zeigen.

Von nsj am 6. April 2022 - 17:22 Uhr
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