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Wegen «Traumschiff»-Rolle

Collien Ulmen-Fernandes wird als Rabenmutter beschimpft

Für Collien Ulmen-Fernandes läufts gut: Sie ist glücklich verheiratet mit Christian Ulmen, hat zwei Kinder und seit April gehört die Schauspielerin zur «Traumschiff»-Crew. Doch seit diesem Engagement wird sie immer wieder als Rabenmutter bezeichnet – weil sie trotz der Kinder im Ausland dreht. Ihr Mann macht derweil ganz andere Erfahrungen.

Collien Ulmen-Fernandes

Collien Ulmen-Fernandes muss sich immer wieder dafür rechtfertigen, dass sie als Mutter arbeitet.

Getty Images

Im April hat Collien Ulmen-Fernandes, 39, zum ersten Mal auf dem «Traumschiff» eingecheckt. In der ZDF-Kultserie mimt sie seither die Schiffsärztin. Ihre erste Reise mit dem Dampfer führte Ulmen-Fernandes zu den Malediven –Ein Traumjob für die Hamburgerin.

Doch seit sie auf dem «Traumschiff» anheuerte, wird sie noch öfter als zuvor schon mit üblen Vorwürfen konfrontiert. Und diese zielen nicht auf ihre schauspielerische Leistung ab, sondern auf ihr Privatleben.

 

 

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Gegenüber «bild.de» sagt Ulmen-Fernandes: «Ich werde sehr oft als Rabenmutter bezeichnet, weil ich es wage, auch als Mutter arbeiten zu gehen. Und eben manchmal in anderen Städten und Ländern ohne mein Kind zu sein.» Als sie zur «Traumschiff»-Crew stiess, habe es geheissen: «Was? Da bist du ja total viel im Ausland. Wie kann man das als Mutter machen?!»

«Männliche Schauspieler werden das nie gefragt»

Collien ist bewusst, dass nicht nur sie sich solche Fragen anhören muss. Viele Kolleginnen hätten ihr von ähnlichen Anfeindungen berichtet. Aber eben nur Kolleginnen: «Männliche Schauspieler werden das nie gefragt», sagt sie.

Auch ihr Mann Christian Ulmen, 45, machte in Bezug auf die Thematik «Kind und Karriere» ganz andere Erfahrungen als sie: «Kurz nach der Geburt hatte ich jeden Mittwoch eine Sendung. Also hat mein Mann damals einmal die Woche das Kind mit ins Büro genommen», erinnert sich Collien. Das habe damals niemand negativ kommentiert – im Gegenteil: «Er wurde da quasi mit Jubelstürmen empfangen. ‹Wie toll! Ein Vater, der sich kümmert!›»

Aus Colliens Sicht ist es für die Gesellschaft noch immer klar, dass die Frauen sich um die Kinder und das Zuhause kümmern – was, wie sie findet, Druck erzeugt. Deshalb appelliert sie: «Wir müssen uns davon frei machen.» Es sei auch okay, als Mutter zu sagen: «Ich kann jetzt nicht mehr.» Man müsse nicht immer alles super hinbekommen. Auch sie schaffe das nicht und deshalb teilen sie und ihr Mann sich zuhause auch die Aufgaben.

Von fei am 05.05.2021
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© 2021 Schweizer Illustrierte
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