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  4. Luca Hänni, Prinzessin Eugenie: Die Stars und Royals zeigen ihre Narben

Luca Hänni trägt eine unter dem Auge

Diese Geschichten stecken hinter den Narben der Stars

Seit einem Unfall in der Kindheit trägt Luca Hänni eine Narbe unter dem linken Auge. Woher sie stammt, hat der Sänger nun ausgeplaudert. Und findet sich mit seinem Natur-Tattoo in einem illustren Kreis wieder.

Luca Hänni

Hat seit seiner Kindheit eine Narbe unter dem linken Auge: Luca Hänni.

Instagram/lucahaenni1

Seit seiner Teilnahme bei «Deutschland sucht den Superstar» gilt Luca Hänni, 26, als Mädchenschwarm. Gut möglich also, dass seinen Fans die Narbe unter seinem linken Auge bereits aufgefallen ist, als sie Bilder des Sängers anschmachteten. 

Diese trägt der Berner seit seinem zehnten Lebensjahr. Dass sie von einem Baseball-Unfall stammt, war bereits bekannt. In der «Webtalkshow» hat der Musiker nun etwas detaillierter erzählt, wie es zur Narbe in seinem Gesicht gekommen ist. «Das ist von einem Baseballschläger, als ich noch klein war», erzählte er. «Ich habe mit meinem Cousin Baseball gespielt.»

So stand klein Luca neben seinem Cousin, als dieser mit dem Schläger ausholte – und statt nur den Ball auch Lucas Gesicht erwischte. Aua! Seither ziert eine rund ein Zentimeter grosse Narbe das Gesicht des ESC-Vierten von 2019. 

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Hänni ist allerdings längst nicht der Einzige, bei dem ein vermeintlicher Schönheitsfehler schon fast zu einem Merkmal geworden ist. Auch andere VIPs zeigen keine Scheu, ihre Narben zurecht mit Stolz zu tragen – egal, ob diese von einer Schwangerschaft, einem Unfall oder einer Operation stammen.

Prinzessin Eugenie und die Skoliose

Im Alter von zwölf Jahren musste sich Prinzessin Eugenie, 30, einer Rückenoperation unterziehen. Diagnose: Skoliose, eine Verkrümmung der Wirbelsäule, welche operativ begradigt werden musste. Dafür wurden ihr zwei Metallstangen eingesetzt, die ihre Wirbelsäule stabilisieren.

Bis heute wird Eugenie täglich an die Operation erinnert. Zum einen, weil sie nach wie vor kein normales Leben führen kann: Noch heute leide sie unter starken Schmerzen, offenbarte sie bei Instagram. Langes Gehen am Stück ist nicht möglich. Zum anderen ziert ihren Rücken seit der Operation eine rund 30 Zentimeter lange Narbe.

Prinzessin Eugenie

Rund 30 Zentimeter lang ist die Narbe, die Eugenie seit ihrer Jugend trägt. Für die Prinzessin kein Grund, ihren Rücken zu verstecken.

WireImage

Für Eugenie kein Grund, sich zu verstecken. Ihre Kehrseite setzte sie denn auch an ihrer Hochzeit mit Jack Brooksbank, 34, vor zwei Jahren in Szene, als sie sich für ein Kleid von Peter Pilotto und Christopher De Vos mit tiefem Rückenausschnitt entschied. Ein schöner Rücken kann bekanntlich entzücken – und das tat er zweifellos. 

Die Prinzessin, die ihr erstes Kind erwartet, teilt auch in den sozialen Medien immer wieder Bilder ihres Rückens, um anderen Mut zu machen. Sie ist überzeugt davon, dass eine Narbe kein Schönheitsmakel ist. Ihr Appell fällt dementsprechend deutlich aus. «Lasst uns stolz auf unsere Narben sein!» 

Kylie Jenner und ihr Unfall

Auf ihrem Instagram-Profil zeigt sich Unternehmerin Kylie Jenner, 23, gerne glattgebügelt. Doch bei ihrer Narbe am Oberschenkel macht sie eine Ausnahme. «Ich liebe meine Narbe», begründet sie, als sie eine Nahaufnahme des rund zehn Zentimeter langen Körperschmucks teilt. 

Dieser ist eine Erinnerung an einen schmerzhaften Unfall in ihrer Kindheit. «Als ich etwa fünf war, haben meine Schwester und ich Verstecken gespielt, wobei ich mich in diesem wirklich grossen Tor versteckt habe», erklärte Jenner bei einer Fragerunde mit ihren Fans. «Als mich meine Schwester nach einer Weile nicht gefunden hatte, musste ich auf diese scharfe Stange klettern, die aus dem Tor ragte. Ich rutschte aus, und die Stange fuhr in mein Bein. Ich versuchte, mich wegzuziehen, um die Stange herauszuziehen, aber sie riss einfach mein ganzes Bein auf.» 

Die Narbe trägt sie heute mit Stolz. Auch auf dem Cover des «GQ»-Magazins war sie deutlich zu sehen – begünstigt durch die sonst eher spärliche Bekleidung Jenners im Beisammensein ihres damaligen Partners Travis Scott.

Selena Gomez und die Transplantation

Schauspielerin und Sängerin Selena Gomez, 28, zeigte erst jüngst ihre Narbe auf Instagram – nachdem sie sie fast drei Jahre versteckt hatte. Wegen ihrer Autoimmunkrankheit Lupus erythematodes hatte sich die US-Amerikanerin 2017 eine Niere transplantieren lassen müssen.

Nach der Transplantation kam es zu Komplikationen. Gomez wurde in einer Not-OP schliesslich eine Vene aus dem Bein entnommen, um damit die neue Niere zu versorgen. Seither ist eine Narbe an der Innenseite ihres Oberschenkels sichtbar. «Als ich meine Nierentransplantation hatte, war es für mich zunächst sehr schwierig, meine Narbe zu zeigen», schrieb der Disney-Star. «Ich wollte nicht, dass sie auf Fotos zu sehen ist, also trug ich Dinge, die sie verdecken sollten.» 

Mittlerweile aber hat sie ihre Einstellung geändert. «Jetzt fühle ich mich mehr denn je zufrieden damit, wer ich bin und was ich durchgemacht habe. Und ich bin stolz darauf.» 

Ramona Stöckli und der Kaiserschnitt

Eine ganz andere Narbe trägt Ramona Stöckli, 38. Die Schweizerin, die 2013 beim deutschen Bachelor den zweiten Platz erreicht hat, wurde Ende November 2018 Mutter von Clea Sophie. Im Sommer 2019 teilte sie schliesslich ein ehrliches Foto von sich und ihrem Baby, auf dem die Narbe deutlich zu sehen ist, die sie vom Notkaiserschnitt davongetragen hat.

Für die Narbe, «auf die man eigentlich stolz sein sollte, denn einem Kind wurde das Leben geschenkt», muss sich Stöckli noch immer rechtfertigen. Sie müsse sich oft Sprüche Unwissender anhören, die den Kaiserschnitt «als eine Art Schwäche sehen», schreibt sie. Dennoch bezeichnet sie das Merkmal auf ihrem Bauch als Lieblingsnarbe, «die eine genauso schmerzvolle wie auch glückliche Geschichte erzählt und mir das wertvollste Geschenk meines Lebens gemacht hat».

Danioth und das Kreuzband

Ski-Hoffnung Aline Danioth, 23, wurde in ihrer Karriere bereits von zahlreichen Verletzungen zurückgeworfen, wovon ihr Körper Spuren davongetragen hat.

2016 riss sie sich erstmals das Kreuzband im linken Knie. Nach ihrer Rückkehr konnte sich die Urnerin zunehmend im Weltcup etablieren, fuhr beim Slalom in Lienz Ende Dezember 2019 auf den hervorragenden siebten Platz. Doch nur wenig später verletzte sie sich beim Parallel-Riesenslalom in Sestriere schwer und zog sich erneut einen Riss des vorderen Kreuzbands zu, diesmal im rechten Knie. 

In den vergangenen Monaten kämpfte sich Danioth zurück, feilte an ihrem Comeback im Weltcup. Die Erinnerungen an ihre schweren Verletzungen trug sie allerdings auch auf dem Weg zurück stets bei sich. Ihre Narben sieht Danioth als Teil von sich, zeigte sie im Sommer stolz auf einem Foto. «Eine Narbe zeigt nur, dass du stärker warst als was auch immer dich zu verletzen versucht hat.» 

Doch ihre positive Einstellung sollte Danioth nicht vor dem nächsten Schock bewahren. Nur wenige Wochen nach der Veröffentlichung des Fotos zog sie sich beim Slalom-Training auf der Diavolezza erneut einen Riss des vorderen Kreuzbands im rechten Knie zu – wie vor neun Monaten. Der Innenmeniskus ist ebenfalls verletzt, mit Danioths Rückkehr auf die Ski wird erst in neun Monaten gerechnet. Aufgeben kommt für sie dennoch nicht infrage, auch wenn «ich gerade wirklich nicht sicher bin, was ich mit meinem Leben anstellen soll», wie sie bei Instagram offen zugibt. «Alles, was ich sagen kann, ist, dass ich jede Sekunde auf den Ski wirklich liebe, lebe und geniesse.»

Narben wirken attraktiv

Egal, ob die Narben von einem Unfall, von einer Operation oder von einer Geburt stammen: Sie werden schon längst nicht mehr als Schönheitsmakel angesehen. Das geht aus einer 2008 veröffentlichten Studie der Universität Liverpool hervor. Dabei zeigten die Forschenden 147 Frauen und 76 Männern jeweils acht Fotos von Menschen des anderen Geschlechts. Bei der Hälfte der Versuchspersonen waren die Bilder am Computer nachbearbeitet und den Abgebildeten nachträglich Schrammen und Narben zugefügt worden, wie im Fachblatt «Personality and Individual Differences» nachzulesen ist. 

Das interessante Ergebnis: Die Probandinnen fanden die Bilder der Männer mit «Makel» um 5,7 Prozent attraktiver als die ohne. Dabei ist allerdings ausschlaggebend, wonach die Frauen auf der Suche sind: Für ein kurzes Liebesabenteuer würden die Frauen «vom Leben gezeichnete Männer» bevorzugen. Bei der Absicht einer langfristigen Partnerschaft hingegen hätten Männer mit Narben keine Vorteile, erklärten die Wissenschaftler.

Bei Frauen übrigens haben kleine Schönheitsfehler keinen Einfluss auf die wahrgenommene Attraktivität. Allerdings berichteten die Wissenschaftler von einem interessanten Effekt: Während die Probandinnen bei den Fotos von gezeichneten Männern davon ausgingen, dass beispielsweise eine Schlägerei für die Blessur verantwortlich sein könnte, gingen die männlichen Probanden eher von einem Unfall aus, der Spuren auf den Körpern der Frauen hinterlassen hat. 

Von Ramona Hirt am 26.10.2020
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