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Stefanie Giesinger kritisiert «GNTM»

«Ich war das kranke Mädchen»

Mit dem Sieg bei «Germany's Next Topmodel» kam ihre Karriere so richtig in Schwung. Doch nun gesteht Stefanie Giesinger, dass es ihr überhaupt nicht gepasst habe, wie sie in der Show dargestellt wurde. Zudem spricht sie offen über ihr Depressionen und Suizidgedanken.

Stephanie Giesinger

Stefanie Giesinger kritisiert die Sendung, die sie erfolgreich machte und spricht offen über ihre Depressionen.

imago/Runway Manhattan

Stefanie Giesinger, 24, gehört definitiv zu den wenigen «Germany's Next Topmodel»-Siegerinnen, die nach Staffelende eine steile Karriere hinlegten. Das zeigt sich etwa an der Anzahl ihrer Instagram Follower: 3,9 Millionen User haben den Account des Models abonniert. 

Doch obwohl «GNTM» für Giesinger den Karriere-Start markierte, blickt sie nicht nur mit guten Gefühlen auf ihre Zeit in der Castingshow zurück. Im Youtube-Format «Bar Talk» sagt sie gegenüber Interviewer Markus Kavka, sie habe es so empfunden, dass alles auf ihre Krankheit reduziert wurde.

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COLOGNE, GERMANY - MAY 08:  Model Stefanie Giesinger celebrates together with Heidi Klum after being chosen as Germanys Next Topmodel 2014 during the final of  Germany's Next Top Model TV show at Lanxess Arena on May 8, 2014 in Cologne, Germany. Stefanie Giesinger was voted as winner of the 2014  Germany's Next Top Model TV show.  (Photo by Alexander Koerner/Getty Images)

Stefanie Giesinger wurde im Jahr 2014 zur Siegerin der neunten «GNTM»-Staffel gekürt.

Getty Images

Giesinger leidet unter Malrotation, einer Verdrehung des Dünn- und Dickdarms. Mit einem frühzeitigen Eingriff hätte man die Störung beheben können. Bei Stefanie wurde sie jedoch erst im Alter von 13 Jahren festgestellt. «Dementsprechend habe ich die Krankheit jetzt für immer», sagt sie. 

«Von diesem Image will ich weg»

Bei «GNTM» sei sie deswegen ständig als «das kranke Mädchen» dargestellt worden, findet das Model. «Als ich gewonnen habe, war mir klar: Von diesem Image will ich weg», sagt sie. 

Doch Stefanie litt in der Vergangenheit nicht nur unter dieser physischen Krankheit, sondern auch unter psychischen. Aber weil sie eben nicht mehr das «kranke Mädchen» sein wollte, hielt sie diese geheim. Im Gespräch mit Kavka bricht sie ihr Schweigen und sagt: «Ich hatte Depressionen. Ziemlich heftige und ziemlich lang.»

Es habe mit Schlafstörungen, «Chaos im Kopf» und Konzentrationsschwierigkeiten angefangen. Später seien Selbstzweifel und Antriebslosigkeit dazugekommen. Es sei immer schlimmer geworden, irgendwann habe sie das Bett kaum mehr verlassen und nur noch an die Decke gestarrt und geweint. Zudem habe sie «realistische Suizidgedanken» gehabt. «Das war der Punkt, wo ich gemerkt habe: So geht es nicht weiter.»

Sie habe daraufhin eine Therapie begonnen. Heute gehe es ihr gut, die Antidepressiva konnte sie im vergangenen November absetzen. Doch sie habe Angst vor einer weiteren depressiven Episode, sagt Stefanie. Die Therapie führt sie deshalb auch weiter. 

Hilfe in persönlichen Krisen

Diese Angebote sind schweizweit rund um die Uhr für Menschen in suizidalen Krisen und ihr Umfeld da – vertraulich und kostenlos:

Von fei am 17. Juni 2021 - 17:43 Uhr
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