Was wären Sie als Kind gern geworden?
Kassiererin im Supermarkt. Ich war besessen von Kassen. Wir bekamen immer einen Haushaltswaren-Katalog nach Hause geschickt. Darin gab es auch Kassen, und die studierte ich stundenlang. Mit 16 bekam ich einen Job bei der Supermarktkette Tesco und sass etwa zwei Jahre lang an der Kasse. Es war grossartig – und eigenes Geld zu haben, schlicht genial.
Für wen haben Sie als Teenager geschwärmt?
Oh mein Gott, für Leonardo DiCaprio, wegen Filmen wie «Romeo & Julia» und «Titanic» – den schaute ich etwa zwölfmal. Er war ein so gefühlvoller junger Mann und so reif. Natürlich fand ich ihn deswegen gut und nicht etwa wegen seines Aussehens! (Kichert.)
Wie sah Ihr Zimmer aus, als Sie 16 waren?
Oh, es war winzig klein, ich hatte ein ganz schmales Bett und eine kindische Decke mit Comicfiguren. Ein breites Erwachsenenbett bekam ich erst später, als ich zur Uni ging. In einer Ecke des wirklich winzigen Zimmers stand meine Hi-Fi-Anlage mit CDs. An der Wand hing ein Poster von Leonardo DiCaprio in «Romeo & Julia» sowie ein sehr schönes Filmplakat von «Frühstück bei Tiffany» mit Audrey Hepburn.

Mein ZFF-Award: Am Zurich Film Festival 2025 erhält Foy einen Golden-Eye-Award für ihre herausragende Karriere.
Getty Images for ZFFWas haben Sie für einen Spitznamen?
Viele! Im Englischen bietet sich mein Name dafür an, Clairvoyant (Hellseherin) oder Coy Foy (schüchterne Foy) sind nur einige. Ein paar andere kann ich nicht öffentlich teilen.
Mit wem würden Sie gern im Lift stecken bleiben?
Mit einem Feuerwehrmann, einem Sanitäter und einem dieser Flugzeug-Trolleys voller Essen und Getränke. So könnte man es eine Weile bis zur Rettung aushalten.
Wann haben Sie zuletzt geweint?
Ich weine nie in Krisen. Aber sonst aus allen möglichen Gründen. Auf einem englischen Sender gibt es eine Serie namens «Wildlife Rescue» über die Rettung von Wildtieren. Neulich ging es um einen jungen Fuchs, dessen Kopf in etwas feststeckte, das jemand achtlos in den Wald geworfen hatte. Das war so schrecklich, ich habe geheult wie ein Schlosshund.
Gibt es etwas, woran Sie an sich arbeiten, um besser zu werden?
Nicht eine Eigenschaft, aber ich möchte meinen Köper mehr stärken, mehr Muskeln aufbauen. Als Kind hatte ich Arthritis in den Knien und verletzte mich oft wegen meiner schwachen Gelenke. Dann merkte ich, dass man seine Knochen und Gelenke schützen kann, indem man eben Muskeln aufbaut.

Mein Filmpartner: Vier verschiedene Vögel verkörpern die Habichtdame Mabel. Zu jedem einzelnen musste Claire Foy eine Beziehung aufbauen: «Ihr Vertrauen zu gewinnen, klappte nur mit unendlich viel Geduld.»
PRHaben Sie schon einmal eine Therapie gemacht?
Ja – und ich glaube fest an den Nutzen. Sofern man bei der richtigen Fachperson sitzt. Meine Filmfigur Helen vertraut sich wegen ihrer Depression ihrer Ärztin an. Ich finde es wichtig, sich Hilfe zu holen. Sei es bei einem Therapeuten, einem Familienmitglied oder eben einem Arzt.
Welche Eigenschaft hätten Sie lieber nicht?
Da gibt es einige. Ich könnte zum Beispiel gut auf mein Overthinking verzichten, auf übermässiges Nachdenken und Grübeln. Das hilft nie und niemandem.
Was denken andere über Sie, das vielleicht gar nicht stimmt?
Das weiss ich nicht genau. Wahrscheinlich, ich sei posh, vornehm, weil ich die Queen gespielt habe in der Serie «The Crown» und diese distinguierte Art zu sprechen beherrsche. Das gehört zum Berufsrisiko. Tatsächlich bin ich weder nobel geboren noch eine Erbin.
Wofür sollte es Bussen geben?
Für Spucken! Saftige Bussen! Ich hasse es, wenn Leute auf die Strasse speien. Das ist ekelhaft, wirklich, wirklich schrecklich. Entweder haben die einen ungewöhnlich übermässigen Speichelfluss, oder aber sie leiden an einem Katarrh und verbreiten Bazillen. So oder so, bitte hört auf zu spucken!

Meine Badewanne: Claire Foy liebt es, wenn ihr das Wasser bis zum Hals steht - privat und im Film, hier in «The Girl in the Spider's Web».
PRWas darf in keinem Haushalt fehlen?
Ein bequemes Bett! Und worauf ich auch nur sehr unwillig verzichte, ist eine Badewanne. In Amerika gibt es in den Hotels meistens nur Duschen. Ich lege mich aber gern in eine richtige Badewanne, das entspannt und macht mich glücklich.
Was machen Sie als Letztes, bevor Sie ins Bett gehen?
Ich schlucke eine Handvoll Nahrungsergänzungsmittel wie zum Beispiel Magnesium, das mir beim Einschlafen hilft. Ich glaube sowohl an den Nutzen von Nahrungsergänzungsmittel wie auch an den von Therapien.
