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Harte Vorwürfe gegen Marcus Hyde

Kardashian-Fotograf soll Models missbraucht haben

Starfotograf Marcus Hyde steht am Pranger. Der Freund und Fotograf von Kim Kardashian soll Models für Jobs sexuell genötigt haben. Der nächste #MeToo-Stein ist ins Rollen gebracht.

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Starfotograf Marcus Hyde hatte Kim Kardashian und ihren Gatten Kanye West schon oft vor der Linse. Nun äussert sich der Reality-Star zu dem Verhalten ihres einstigen Kollegen.

Instagram/Kim Kardashian

Knapp eineinhalb Jahre nach den ersten #MeToo-Enthüllungen stehen wieder harte Vorwürfe im Raum. So wird dem US-Fotograf Marcus Hyde, 33, von mehreren Models unprofessionelles Verhalten vorgeworfen. 

Der Starfotograf soll kostenlose Fotoshootings im Tausch gegen körperliche Gefälligkeiten angeboten haben. 

Textnachrichten des Fotografen veröffentlicht

Screenshots von Textnachrichten, die diese unsittlichen Angebote dokumentieren, kursieren zurzeit im Internet. Der Austausch zwischen einem Model und Hyde soll sich auf einen Aufruf des Fotografen, dass er Models für ein Shooting suche, entstanden sein. 

Model und Innenarchitektin Sunnaya folgte diesem Aufruf. Das Angebot des Fotografen basierend auf diesem Dialog? Die Influencerin soll sich für ein kostenloses Nackt-Shooting hergeben. Falls sie sich nicht ausziehen würde, dann koste das Shooting rund 2000 Franken. 

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Das Model sollte ihm schon vorher ein Nacktbild schicken. Er müsse schliesslich wissen, worauf er sich einlasse und ob sie ein Gratis-Shooting überhaupt wert sei. 

Gegenüber Superstars gehts dann doch professionell

Hyde ist kein unbeschriebenes Blatt. Der Fotograf ist mit den Grossen der Branche auf Du und Du. Er hatte bereits Stars wie Ariana Grande, 26, Kim Kardashian, 38, und deren Ehemann Kanye West, 42 vor der Kameralinse.

Kim Kardashians Statement zum Hyde-Fall

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Kim Kardashian äussert sich in ihrer Instagram-Story zu ihrem Verhältnis mit Marcus Hyde und den Vorwürfen. 

Instagram/Kim Kardashian

Kim Kardashian steht hinter den Opfern

Die Vorwürfe gegen Hyde gingen auch an Kim nicht spurlos vorbei. Sie bekam Wind von der Sache und eilt den Models via Insta-Post unterstützend zu Hilfe. Ihr gegenüber hätte sich Hyde immer sehr professionell verhalten. Sie sei aber «zutiefst geschockt und traurig, zu erfahren, dass andere Frauen solche schlimmen Erfahrungen machen mussten.» Kardashian steht voll und ganz hinter den Models. Ihr sei es wichtig, dass Frauen in ihrem Arbeitsumfeld nicht belästigt oder zu Dingen gedrängt würden, bei denen sie sich nicht wohlfühlen.

Ihr Abschluss-Plädoyer: «Wir können diese Art von Verhalten nicht dulden und unbemerkt davon kommen lassen. Applaus für all diejenigen, die aufstehen!»

«Ich hasse es, dass das überhaupt diskutiert werden muss»

Auch Ariana Grande springt in die Bresche. «Liebe Models und Künstler. Ich habe gerade von einer schockierenden Geschichte erfahren. Ich hasse es, dass das überhaupt diskutiert werden muss», schreibt sie in ihrem Statement.

Ihr Aufruf an alle Models auf der Welt ist klar. Sie sollen sich weigern, ihre Grenzen zu überschreiten:   «Bitte lasst euch nicht von Fotografen ablichten, bei denen euch nicht wohl ist und die euch dazu nötigen wollen, mehr Kleidung auszuziehen, als ihr wollt.»

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Instagram-Persönlichkeit Sunnaya lässt das Verhalten des Starfotografen Thomas Hyde nicht auf sich sitzen. Sie wehrt sich und mobilisiert andere Models dazu, ihre Erfahrungen ebenfalls zu teilen.

Instagram/sunnaya

Kein Einzelfall

Marcus Hyde wollte den «Wert» von Sunnaya über ein Nacktbild definieren. Das Model hat rechtzeitig erkannt, dass dieses Verhalten eines Fotografen äusserst unprofessionell ist. Sie ging in die Offensive und veröffentlichte ihren Austausch via Insta-Story. Und löste damit eine Grundsatz-Debatte über professionelles und unprofessionelles Verhalten von Fotografen aus. Schockierend, dass diese 2019 noch nötig ist. 

Die Resonanz auf Sunnayas Geschichte ist riesig. Mehrere Models und Influencerinnen erzählen ihre eigenen Geschichten. Sie fühlen sich durch Sunnayas Offenheit ermutigt, ihr Schweigen zu brechen. Einige Models erzählen von schwerwiegenden sexuellen Übergriffen. 

Der Bekannte Blog «Diet Prada» hat die Vorwürfe ausführlich aufgegriffen, zusammengefasst und die Bildschirmaufnahmen veröffentlicht. 

Von Lorena Wahrenberger am 24.07.2019
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