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  4. Michael Mittermeier über seine grosse Liebe, Talente und Verschwörungstheorien

Michael Mittermeier

«Jeder Schuss von mir ist ein Treffer»

Auf der Bühne macht sich Michael Mittermeier über die Absurditäten des täglichen Lebens lustig. Hier verrät der Bayer, warum er am Oktoberfest als Monsterschütze gilt, wie er bayrisch zu einer Mundharmonika sagt – und was er von Verschwörungstheorien hält.

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Mittermeier ©Olaf Heine/mediaPool

Michael Mittermeier (56) ist mit «#13» live zu sehen am 7. Oktober in The Hall in Dübendorf und am 8. Oktober im Kursaal Bern.

Olaf Heine / mediaPool

Michael Mittermeier, wie hätte Ihr Vorname als Mädchen gelautet?
Evi – ich habe keine Ahnung, warum.

Was ist Ihre früheste Erinnerung?
Ich als kleiner Bub auf dem Schoss von meinem Uropa unter einer alten Uhr.

Als Sie Kind waren: Was haben Ihre Eltern da immer zu Ihnen gesagt?
Wenn du dich anstrengst, wirst du was.

Als Sie 16 waren: Wie sah Ihr Zimmer aus?
An den Wänden eine wüste Mischung von «Bravo»-Starschnitten. Neben einem Poster der britischen Rockband The Sweet hing da Winnetou.

Was hatten Sie als Kind für einen Spitznamen?
Einfach Michl oder Michi.

Erinnern Sie sich an Ihren ersten Schulschatz?
Ich hatte mehr Zugang zu virtuellen als realen Mädchen, mochte die Vicky aus «Black Beauty».

Ihr schönstes Geschenk als Kind?
Ein Kettcar als Weihnachtsgeschenk.

MUNICH, GERMANY - MAY 18: Michael Mittermeier and his wife Gudrun Mittermeier attend the Bayerischer Fernsehpreis at Prinzregententheater on May 18, 2018 in Munich, Germany. (Photo by TOSHIgawa/Getty Images)

Mittermeier über seine Frau: «Als ich sie das erste Mal sah, wusste ich, das ist meine Frau. Wir haben 1998 geheiratet.»

Getty Images

Ihr Lieblingsbild im Fotoalbum aus Kindertagen?
Spontan fällt mir eher mein Nichtlieblingsbild ein: ich am ersten Schultag in einem roten Cordsamt-Anzug.

Welche Bücher haben Ihr Leben massiv beeinflusst?
«Herr der Ringe» und «1984» von George Orwell lösten bei mir schon etwas aus.

Haben Sie ein Tattoo?
Ich konnte mich für keins entscheiden.

Ihr ulkigstes Mundartwort?
Fotzenhobel – für Mundharmonika.

Ihre peinlichste Modesünde?
Gelbe Wildlederboots. Schon als ich sie zu Hause aus der Tüte auspackte, dämmerte mir: Das ist das Dümmste, was du je gekauft hast. Mithilfe meiner Mutter färbte ich sie dunkelbraun.

Ihr grässlichster Urlaub?
Ein last minute gebuchter All-inclusiveUrlaub in Tunesien. Ich lag mit Lebensmittelvergiftung und 40 Grad Fieber im Zimmer ohne Klimaanlage.

Welches Geräusch lieben Sie?
Das Lachen meiner Tochter und meiner Frau.

zu pers. Inti. Michael Mittermeier

Michael Mittermeier hat mit seiner Tochter Lilly einen Podcast namens «Mittermeiers Synapsen Mikado».

ZVG

Und welches Geräusch hassen Sie?
Wenn mein Auto meldet, dass ich nicht angeschnallt bin.

Haben Sie Phobien? Allergien?
Heuschnupfen und eine Zombie-Phobie.

Ihre liebste Website oder App?
Meine meistfrequentierte ist sueddeutsche.de. Ich lese gern Nachrichten.

Die beste Idee Ihres Lebens?
Als ich meine Frau Gudrun erstmals getroffen hatte und zu mir zu sagen: Ich liebe diese Frau, obwohl ich sie gerade zum ersten Mal gesehen habe.

Und die dümmste?
Im Jahr 2000 ein Plattenlabel gegründet zu haben. Im Jahr darauf brach die Musikindustrie total ein. Da verbrannte ich viel Geld und Energie.

Haben Sie ein Talent, von dem niemand weiss?
Ich bin der Monsterschütze beim Oktoberfest. Jeder Schuss ein Treffer.

Bei welchem Thema haben Sie Ihre Meinung fundamental geändert?
Dass Verschwörungstheorien nur etwas für Spinner sind.

Für welche Eigenschaften bekommen Sie stets Komplimente?
Dass ich in Krisensituationen gut funktioniere und die Ruhe bewahren kann.

In welcher Situation in Ihrem Leben hatten Sie so richtig Schwein?
Als wir in Burma illegal Dreharbeiten für einen Kollegen erledigten und es die beiden Geheimdienste des Landes, die sich gegenseitig bekämpfen, versäumten, uns festzunehmen, ehe wir wieder am Flughafen waren.

zu pers. Inti. Michael Mittermeier

Aktuell hört Mittermeier «House of the Rising Sun», neu interpretiert von River Matthews.

ZVG

Was war der unangenehmste Job, den Sie je verrichtet haben?
Ende der 1980er-Jahre stand ich mal auf einer Volksbühne und musste den lustigen Bayern spielen – in Lederhose und damit beschäftigt, einen Baumstamm zu zersägen. Und das vor rund 800 Touristen aus aller Welt, die kein Wort verstanden haben.

Was an Ihnen ist nicht normal?
Dass ich aus wirklich jeder Situation versuche, das Beste zu machen.

Haben Sie nachts einen Traum, der immer wiederkommt?
Ich in einer Zombie-Apokalypse.

Wie sind Sie, wenn Sie betrunken sind?
Total nett und kuschelig.

Und: Was können Sie alkoholisiert besser als in nüchternem Zustand?
Grölen – aber sonst nix.

Engagieren Sie sich ehrenamtlich?
Ja, unter anderem unterstütze ich seit vielen Jahren ein Waisenhausprojekt in Kapstadt.

Womit belohnen Sie sich selbst?
Mit einem guten Single-Malt-Whisky. Mit Chips oder M&M’s-Schokolinsen.

Angenommen, Sie könnten Wunder vollbringen – Superkräfte inklusive: Was sind Ihre ersten drei Taten?
Mir würde eine Superkraft reichen: Womit ich jeden dazu bringe, ehe er einen Scheiss macht, noch mal darüber nachzudenken. Eine zweite Superkraft würde ich nutzen, um auszusehen wie Jason Momoa.

Ab welchem Geldbetrag ist man – Ihrer Meinung nach – reich?
Diesen Betrag gib es nicht. Den legt jeder für sich selbst fest.

Sie wären für einen Tag eine Frau. Was tun Sie? Was probieren Sie aus?
(Lacht.) Das kann man hier nicht schreiben.

Welchen Tag möchten Sie noch einmal erleben?
Da gäbe es einige, die Geburt meiner Tochter wäre aber einer davon.

Von René Haenig am 2. Oktober 2022 - 07:59 Uhr