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Alicia von Rittberg ist und spielt royal

Der deutsche Adel macht filmreif auf sich aufmerksam

Die Deutsche Alicia von Rittberg hat eine neue grosse Rolle an Land gezogen: Sie wird in einer Serie demnächst Elizabeth I. mimen. Was sie nicht spielen muss: adlig zu sein. Von Rittberg ist Gräfin – und hat sich wie einige ihrer deutschen Adelsgenossen für die Schauspielerei entschieden.

Alicia von Rittberg

Hat eine neue Rolle an Land gezogen: Alicia von Rittberg.

Getty Images

In der erfolgreichen deutschen ARD-Serie «Charité» hat Alicia von Rittberg, 26, bereits unter Beweis gestellt, wie gut ihr historische Produktionen liegen. Nun bietet sich der Münchnerin eine weitere Gelegenheit, in eine längst vergangene Welt einzutauchen: In der US-amerikanischen Serie «Becoming Elizabeth» wird sie in acht Episoden in die Rolle der Elizabeth Tudor (1533-1603), der späteren Queen Elizabeth I., schlüpfen.

«Ich kann nicht beschreiben, wie aufgeregt ich bin», schreibt von Rittberg. Die Vorfreude auf das neue Abenteuer ist gross – die Vorbereitung von Rittbergs allerdings noch grösser. Denn neben ihrer Erfahrung im schauspielerischen Bereich bringt die 26-Jährige auch von Haus aus den optimalen Rucksack mit – weil sie selbst eine Adlige ist.

Elizabeth I., in deren Rolle von Rittberg schlüpfen wird. Im Alter von 25 Jahren bestieg sie den Thron, auf dem sie bis zu ihrem Tod 1603 blieb.

Bildagentur-online/ Universal Im
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«Ich kann nicht beschreiben, wie aufgeregt ich bin», schreibt von Rittberg. Die Vorfreude auf das neue Abenteuer ist gross – ihre Vorbereitung allerdings noch grösser. Denn neben ihrer Erfahrung im schauspielerischen Bereich bringt die 26-Jährige auch von Haus aus den optimalen Rucksack mit – weil sie selbst eine Adlige ist.

Gräfin von Rittberg

Alicia von Rittberg entstammt der deutschen Familie Rittberg, einem ursprünglich westfälischen Adelsgeschlecht. Das zeigt sich auch in ihrem vollen Namen: von Rittberg trägt den Titel Gräfin.

Ihr blaues Blut macht für von Rittberg allerdings keinen Unterschied – ganz im Gegenteil. Ein Prinzesschen zu sein, «wäre gar nichts für mich», sagte sie im Inteview mit der «Berliner Zeitung». «Da kommt bestimmt auch ein bisschen durch, dass ich drei Brüder habe. Ich brauche immer irgendwas, was ich machen kann, am besten zwei Sachen gleichzeitig.» Sich auf ihrem Namen auszuruhen, käme für sie nie infrage. «Ich finde es ganz wichtig, was für sich zu haben, und will mich immer neuen Herausforderungen stellen.»

Alicia von Rittberg

Sie hat keine Krone, dafür einen Bambi: 2017 gewinnt von Rittberg für ihre Darstellung der Ida Lenze in «Charité» den Filmpreis als «Schauspielerin national».

Getty Images for MADLEINE

Titel nicht mehr aussagekräftig

Ganz vergleichbar sind die Stellungen von der von ihr dargestellten Victoria I. und Alicia von Rittberg selbst allerdings nicht. Denn seit dem Inkrafttreten der Weimarer Reichsverfassung 1919 gibt es juristisch gesehen keinen deutschen Adelsstand mehr. Die zuvor Adligen und all ihre Nachkommen sind heutzutage bürgerlich. Allerdings hat man ihnen ein Privileg gelassen: den Titel. Diesen dürfen sie, genau wie das «von», als Bestandteil des bürgerlichen Namens behalten. Der Adelstitel wird aber nicht etwa vor den Vornamen gestellt, wie das beispielsweise bei Queen Elizabeth I. der Fall war. Stattdessen wird er zum Nachnamen gezählt. Die deutsche Schauspielerin, die in «Herz aus Stahl» bereits an der Seite von Hollywood-Superstar Brad Pitt gedreht hat, heisst damit Alicia Gräfin von Rittberg. 

Die Mimin ist gemäss «Welt» eine von rund 80'000 Hinterbliebenen deutscher Adelsfamilien. Was auffällt: Einige von ihnen haben sich, wie von Rittberg, dafür entschieden, den Weg in die Schauspielerei einzuschlagen, wie unsere Galerie zeigt. Auf den deutschen Bühnen und Leinwänden tummelt sich mittlerweile eine illustre Truppe von Von und Zus.

Von Ramona Hirt am 16.11.2020
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