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Auf Druck der Justiz

Ex-König Albert II. akzeptiert Vaterschaftstest

Der frühere belgische König Albert II. gibt dem Druck der Justiz nach. Im Streit mit seiner möglichen unehelichen Tochter Delphine Boël hat er nun eingewilligt, sich einem Vaterschaftstest zu unterziehen.

Belgiens Ex-König Albert II. 2017
Belgiens Ex-König Albert II. hatte sich lange gegen einen Vaterschaftstest gesträubt. Jetzt hat er seinen Widerstand aufgegeben. imago images / Belga

Seit Jahren wird ihm ein uneheliches Kind nachgesagt: Belgiens Ex-König Albert II. soll Ende der 1960er-Jahre eine Affäre mit der Baronin Sybille de Sélys Longchamps, 77, gehabt und dabei eine Tochter gezeugt haben. Bislang hatte der ehemalige Monarch dies bestritten. Nachdem ihn aber im vergangenen Oktober ein Gericht zu einem Vaterschaftstest verurteilt hatte, will er sich nun nicht mehr dagegen wehren. Der 84-Jährige hat eingewilligt, sich einem Vaterschaftstest zu unterziehen. Das berichtet die belgische Nachrichtenagentur «Belga» am Dienstag unter Berufung auf den Anwalt des ehemaligen Monarchen.

Aus «Achtung vor den Institutionen der Justiz»

In der Stellungnahme heisst es, Albert II. habe sich entschieden, sich der angeordneten Untersuchung zu unterziehen. Dies geschehe aus «Achtung vor den Institutionen der Justiz». Der Test sei am Dienstagmorgen durchgeführt worden, das Ergebnis streng vertraulich.

Delphine Boel
Die belgische Künstlerin will von ihrem Vater anerkannt werden. Dafür kämpft sie vor Gericht. imago/Belga

Dass das Gericht einen Vaterschaftstest anordnete, war ein Etappensieg für die Künstlerin Delphine Boël. Die heute 51-Jährige kämpft seit 2013 um die Anerkennung als Kind des ehemaligen Monarchen.

Von SH am 29. Mai 2019