Wie nah standen sich Kronprinzessin Mette-Marit von Norwegen (52) und der verurteilte Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (1953–2019) wirklich? In den jüngst veröffentlichten neuen Epstein-Akten taucht ein brisantes Foto auf. Die Kronprinzessin sitzt auf einer cremefarbenen Couch in der Villa von Epstein.
Laut den Akten soll die Aufnahme während eines Aufenthalts im Jahr 2013 in seiner Palm-Beach-Villa entstanden sein. Der norwegische Hof hat bestätigt, dass Mette-Marit damals vier Tage auf dem Anwesen verbracht hat.
Was auffällt: Mette-Marit scheint sich wohlzufühlen, zeigt sich auf dem Foto mit einem natürlichen Lächeln. Als sei sie unter Freunden. Bereits zuvor hatten E-Mails und Chat-Nachrichten eine enge Verbindung zwischen der Kronprinzessin und Epstein angedeutet.
Zwischen 2011 und 2014, also nach Epsteins Verurteilung 2008, sollen die beiden regelmässig kommuniziert haben, teils in einem fast flirtenden Ton. Laut der norwegischen Zeitung «Verdens Gang» taucht Mette-Marits Name insgesamt rund 1000 Mal in den Akten auf.
Epstein hatte klare Strategie
Das Bild mit Mette-Marit? Kein Zufall. Epstein soll eine klare Strategie gehabt haben: Fotos mit prominenten Persönlichkeiten, die er in seinen Häusern ausstellte, sollten potenzielle Opfer täuschen. Das bestätigte eine ehemalige Assistentin Epsteins gegenüber der Zeitung «Aftenposten».
Der Milliardär baute sein Netzwerk mithilfe von Verbindungen zu Reichen und Berühmten aus. Mette-Marit gab zu, Epstein über den ehemaligen Microsoft-Manager und Bill-Gates-Berater Boris Nikolic kennengelernt zu haben. Nikolic schrieb Epstein am 24. Oktober 2011: «Eine Freundin von mir besucht New York und es wäre grossartig, wenn ihr euch treffen könntet. Sie ist toll!»
Die Beziehung zwischen Mette-Marit und Epstein ging offenbar über gelegentliche Treffen hinaus. Sein Netzwerk soll ihr sogar medizinische Behandlungen in den USA organisiert haben. Chat-Nachrichten deuten darauf hin, dass Epstein Anfang 2013 möglicherweise auch ihre Kinder getroffen hat, als die Familie in der Nähe von Epsteins Insel in der Karibik Urlaub machte.
Mette-Marit entschuldigte sich
Mette-Marit reagierte auf die Vorwürfe und entschuldigte sich in der Zeitung «VG»: «Jeffrey Epstein ist selbst für seine Taten verantwortlich. Aber ich muss die Verantwortung dafür übernehmen, dass ich seinen Hintergrund nicht besser überprüft hatte und nicht schnell genug gesehen habe, welch ein Mensch er ist. Ich entschuldige mich dafür aufrichtig. Es zeigt, dass ich ein schlechtes Urteilsvermögen hatte, und ich bedauere sehr, überhaupt Kontakt mit ihm gehabt zu haben. Es ist einfach peinlich.»

