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Ungleiche Afrika-Reise des royalen Paars

Harry stresst rum, Meghan hängt rum

Nach einem Wochenende als Hochzeitsgäste in Rom ruft für Prinz Harry und Herzogin Meghan am Montag wieder die Pflicht: Eine zehntägige Reise nach Südafrika steht für die beiden auf dem Programm. Ein Stress vor allem für Harry.

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Für Harry wird Dienstreise ins südliche Afrika anstrengend. Meghan kümmert sich zumeist um Klein-Archie.

Getty Images

Sie gehen wieder unter die Vielflieger: Nach ihrem Stopover in Rom als prominente Gäste der Hochzeit von Meghans Freundin, der Modedesignerin Misha Nonoo mit Unternehmer Michael Hess, checken Prinz Harry, 35, und Herzogin Meghan, 38, am Montag erneut ein – dieses Mal in Richtung Kapstadt. Eine längere Afrikareise ist für das Prinzenpaar und Söhnchen Archie, 4 Monate, vorgesehen.

Ein Grossprojekt für das Königshaus: Mindestens zehn Mitarbeiter reisen laut Berichten der britischen Presse mit, darunter Kommunikations- und Presse-Sekretäre, eine Projekt-Koordinatorin, ein Stylist und eine Nanny. Es ist die erste gemeinsame Auslandreise für das Paar seit ihrem Trip vor über einem Jahr nach Australien – und die erste mit Baby Archie. Jeder Tag ist durchgetaktet, wie ein Blick auf das offizielle Programm zeigt.

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Am Wochenende waren Meghan und Harry Gäste der Hochzeit von Modedesignerin Misha Nonoo und Unternehmer Michael Hess in Rom.

keystone-sda.ch

Tag 1

Bereits am Anreisetag stehen die ersten Auftritte an. Harry und Meghan besuchen einen Workshop in Kapstadt, der Kinder über ihre Rechte aufklärt und in dem ihnen Selbstverteidigung gelehrt wird. Später geht es für das Paar zum District Six Museum, wo sie erfahren, welche Bestrebungen unternommen werden, um die Menschen nach der Apartheid wieder zusammenzuführen.

Tag 2

Am Dienstag geht es für die beiden an die Küste. Am Monwabisi Beach werden Schutzbedürftigen im Rahmen des Programms «Waves for Change» Surftherapien angeboten. Ums Thema Mahlzeiten für Schulen geht es anschliessend beim Projekt «Lunchbox Fund». Die Initianten zeigen Meghan und Harry, wie sie arbeiten.

Danach trennt sich das Paar ein erstes Mal: Harry fährt ohne Meghan zur Kapstädter Marine, die ihm erläutert, wie gegen Wilderer gekämpft wird.

Zum Schluss des zweiten Tages besuchen die Eheleute dann wieder zusammen die mit über 200 Jahren älteste Moschee des Landes, die Auwal-Moschee im Bo-Kaap-Viertel, ehe der britische Hochkommissar Nigel Casey, 50, einen Empfang für die beiden gibt.

Tag 3

Nach einer Stipvisite bei Erzbischof Desmond Tutu und dessen Gattin Leah ist für Meghan und Harry bereits Schluss mit gemeinsamem rumreisen. Für Meghan, die Söhnchen Archie bei sich behält, geht es am Nachmittag zur «Woodstock Exchange», die das Unternehmertum unter Frauen fördern will. Und Harry? Der steigt ins Flugzeug, mit Ziel Botswana. Ab jetzt zeigt sich: Der Afrikatrip ist besonders für ihn recht happig.

Tag 4

Für den Prinzen geht es im zweiten Land seiner Rundreise atemlos weiter: Er muss zuerst zur Schaufel greifen und mit Schülern Bäume pflanzen. Danach besucht der Prinz eine Projekt seiner eigenen Wohltätigkeitsorganisation «Sentebale», bevor es für ihn wieder in den Wald geht, zur Besichtigung einer Initiative seines Grosis, Königin Elizabeth II., 93, im Chobe-Nationalpark zum Schutz von bewaldeten Gebieten. Noch gleichentags steigt der Queen-Enkel erneut in den Flieger, um am Abend ein Minenräumungslager zu besuchen.

Meghan geht es derweil ruhig an: Am vierten Tag steht für sie nur gerade ein Frühstück auf dem Programm, an dem Service-Mitarbeiterinnen aus Kapstadt teilnehmen. Danach hat die Harry-Gattin mehrere Tage frei. Sie soll sich ausruhen und um Klein-Archie kümmern.

Tag 5

Harry wacht am 27. September in Angola auf. Für ihn wird es an diesem Tag emotional: Er soll in Huambo den Ort besuchen, an dem seine verstorbene Mutter, Prinzessin Diana, im Jahr 1997 das Bewusstsein für die Gefahr von Landminen in Angola steigerte.

Den Abend verbringt der 35-Jährige bei einem Empfang von Jessica Hand, der britischen Botschafterin in der Hauptstadt Luanda.

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Emotional: Harry wird auch an den Ort reisen, an dem 1997 dieses Foto seiner kurze Zeit später verstorbenen Mutter Diana aufgenommen wurde. Sie setzte sich in Angola gegen Landminen ein.

Getty Images

Tag 6

Weiter gehts für Harry mit einem Treffen mit Angolas Präsident João Lourenço sowie einem Besuch eines Entbindungsheims. Anschliessend Weiterflug nach Malawi.

Tag 7

Händeschütteln ist für den Royal on tour auch am 29. September angesagt: Peter Murharika, 75, der Präsident Malawis, wartet. Danach Besuch in einem Collage, das sich der Ausbildung von Frauen verschrieben hat.

Tag 8

Auf dem Programm steht für den Prinzen ein Ausflug in den Liwonde National Park. Hier will er Mathew Talbot Tribut zollen, einem Wachmann, der bei einem Einsatz gegen Wilderei ums Leben kam.

Tag 9

Am zweitletzten Tag bildet ein Besuch im Mauwa-Gesundheitscenter den Abschluss für Harry, bevor er zurück nach Südafrika reist.

Dort ist am 1. Oktober nach ihrer Pause auch Meghan wieder im Einsatz. Sie ist mittlerweile nach Johannesburg geflogen, wo sie an einer Podiumsdiskussion über die Herausforderung von jungen Frauen beim Zugang zu einer Uni-Ausbildung teilnimmt. Auch ein Treffen mit Mitgliedern einer Organisation, die sich mit sexueller Gewalt in Schulen befasst, steht an.

Am Abend darf Meghan nach vier Tagen Trennung endlich Harry wieder in die Arme schliessen.

Tag 10

Den letzten Reisetag bestreitet das royale Paar wieder gemeinsam. Zunächst besuchen Meghan und Harry eine Gruppe initiativer Jugendliche in Johannesburg, später begegnen sie der Witwe von Ex-Präsident Nelson Mandela, Grace Machel. Den Abschluss bildet schliesslich das Treffen mit Südafrika-Präsident Cyril Ramaphosa und dessen Gattin Tshepo Motsepe.

Ausruhen können die beiden danach aber nicht: Noch am selben Tag tritt die Sussex-Family die Rückreise nach Grossbritannien an – und hat dann bestenfalls das von der Queen vorgegebene Ziel der Reise erreicht: Die Beziehung zwischen dem Vereinigten Königreich und Afrika stärken.

Von Tom Wyss am 22.09.2019
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