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  4. Heute erscheinen Prinz Harrys Memoiren – diese Enthüllung schockieren das Königshaus

Heute ist die offizielle Veröffentlichung

Harrys Memoiren sind da – die Familienbande am Ende?

Heute erscheinen die Memoiren von Prinz Harry. Das Buch, beziehungsweise die darin enthaltenen Enthüllungen, könnten der endgültige Bruch zwischen dem Herzog von Sussex und der Royal Family bedeuten. Neben etlichen Anschuldigungen gegen Vater und Bruder spricht Harry aber auch erstmals über seinen Onkel.

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Das Verhältnis zwischen Prinz Harry und den Royals dürfte mit der Veröffentlichung der Memoiren wohl endgültig kaputt sein.

Das Verhältnis zwischen Prinz Harry und den Royals dürfte mit der Veröffentlichung der Memoiren wohl endgültig kaputt sein.

WireImage

Die Würfel sind gefallen, das heisst: Prinz Harrys (38) Memoiren sind veröffentlicht. Nachdem vergangene Woche in Spanien das Buch bereits geleaked wurde, ist heute (10. Januar 2023) das offizielle Erscheinungsdatum und nun hat endgültig jeder und jede Zugang zu den teils haarsträubenden Enthüllungen von Prinz Harry über seine Familie und sein Leben. Zum Teil spricht er über Dinge, die niemand wissen wollte, etwa, wie er seine Jungfräullichkeit verlor. Doch der andere Teil, über den er spricht, nämlich seine Familie, die Royals, dürfte so einige Leute brennend interessieren. 

Harry spricht über Prinz Andrew

Womit Harry auf jeden Fall Premiere feiert, ist die öffentliche Thematisierung seines Onkels Prinz Andrew (62), dessen Verwicklung in den Epstein-Skandal und die Anklage wegen sexuellen Missbrauchs einer Minderjährigen. Der Prozess wurde in den Medien breit diskutiert und man hat unzählige Male darüber berichtet, aber ein offizielles Statements der Royals blieb aus. Stets erklärten nur Insider und anonyme Quellen, wie die Königsfamilie dazu stehen soll – auf ein offizielle Statement wartete man vergebens. 

Prinz Harry ist nun also in seinem Buch der erste, der Stellung bezieht und deutliche Worte findet: Auch wenn die Menschen viele Gründe gehabt hätten, sich über die Royals zu beschweren, hätten Sexualverbrechen nie dazugehört. Prinz Harry bezeichnet Andrews Taten in seinem Buch als «beschämenden Skandal». Ausserdem kann er es laut eigener Aussage nicht nachvollziehen, dass ihm selbst sämtliche Privilegien entzogen wurden, wie etwa der Personenschutz, sein Onkel diese Vorzüge allerdings immer noch geniesst. 

 

Als er und seine Ehefrau Herzogin Meghan (41) sich damals als Senior Royals zurückzogen, habe Meghan Harry sogar gefragt, ob sie weiterhin vom Königshaus gestellte Security haben würden. Harry sei davon überzeugt gewesen, dass dies der Fall sei und habe gesagt, dass es eine «Verpflichtung und ein geltendes Versprechen» gebe, die Royals zu schützen, so die «DailyMail». 

Das Verhalten der Familie an der Beerdigung der Queen

Am Tag, als Queen Elizabeth II. (†96) starb, befand sich Harry zufälligerweise in London und reiste sofort nach Schottland auf Schloss Balmoral, um von seiner Grossmutter Abschied zu nehmen. Als er jedoch eintraf, war es bereits zu spät. Doch anstatt in der Trauer um die geliebte Königin, Mutter und Grossmutter zueinander zu finden, behauptet Harry, sei er auf eine Wand der Ablehnung gestossen. Anstatt gemeinsam das Leben von Elizabeth zu feiern, wurden Briefings durchgeführt und angeblich Geschichten platziert und Informationen sickerten durch.

«Der letzte Moment, in dem wir zusammen waren, war während unserer Beerdigung – oder der Beerdigung der Königin. Und das war meiner Meinung nach – und ich denke, die Menschen weltweit fühlten genauso – eine wirklich gute Gelegenheit, die Familie zusammenzubringen», erklärt Harry. Doch von Zusammenhalt sei nichts zu spüren gewesen. Ausserdem sei Meghan am Sterbebett von Queen Elizabeth II. nicht erwünscht gewesen, wie Harry behauptet – das hatte sein Vater damals deutlich gemacht. 

Die britische Royal Family an der Beerdigung von Queen Elizabeth II.

Die britische Royal Family an der Beerdigung von Queen Elizabeth II.

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Charles als Vater

Harry schreibt in seinen Memoiren viele Dinge, die seine Familie verletzen dürften. Doch eine Sache könnte seinem Vater einen besonderen Stich versetzen. Wie der Herzog von Sussex nämlich schreibt, soll Charles mit dem Vatersein überfordert gewesen sein. «Er hat immer so ausgesehen, als wäre er noch nicht ganz bereit für die Elternschaft», schreibt Harry in seinem Buch. Charles war alleinerziehend, aber, wie Harry sagt: «Pa war nie dafür gemacht. Um fair zu sein, er hat es versucht.»

 

King Charles III. (Mitte) gab sein Bestes, um ein guter Vater für seine Söhne Prinz Harry (links) und Prinz William (rechts) zu sein.

King Charles III. (Mitte) gab sein Bestes, um ein guter Vater für seine Söhne Prinz Harry (links) und Prinz William (rechts) zu sein, nachdem ihre Mutter Prinzessin Diana verstorben war.

imago images/ZUMA Wire

Bei einem Abendessen sollen die beiden dann mal über Harrys psychische Probleme gesprochen haben und den Einfluss, den Charles auf diese hatte. «Ich gab ihm die Einzelheiten, erzählte ihm Geschichte um Geschichte. Gegen Ende des Essens schaute er auf seinen Teller und sagte leise: ‹Ich nehme an, es ist meine Schuld. Ich hätte dir schon vor Jahren die Hilfe besorgen sollen, die du brauchst.›», schreibt Harry weiter. Auch wenn der Royal sagt, sein Vater habe versucht, sich so gut wie möglich in die Vaterrolle einzufinden, die Worte dürften Charles trotzdem weh tun.

Es scheint, als sei die Kommunikation schon immer eine Schwäche der Royals gewesen, denn vielleicht hätte man die Situation, in der sie sich nun mit Harry und dessen Memoiren befinden, verhindert werden können, wenn sie nur vernünftig miteinander geredet hätten, selbstreflektierend, ohne Vorwürfe an den anderen, im privaten Kreis. Doch dafür ist es jetzt wohl zu spät und ob die Familienverhältnisse sich nach dem ganzen Drama jemals wieder erholen könne, bleibt fraglich.

Von san am 10. Januar 2023 - 11:50 Uhr