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  4. King Charles III. und Premierministerin Liz Truss hatten viele Differenzen – ihr Rücktritt ist für den König ein Glücksfall

«Oh dear, oh dear!»

Rücktritt von Liz Truss passt King Charles ganz gut

Liz Truss wird als die Premierministerin mit ultra kurzer Amtszeit in die Geschichtsbücher eingehen. Ihr Rücktritt ist derweil für King Charles III. ein echter Glücksfall.

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King Charles und Liz Truss

King Charles lachte herzlich beim Treffen mit Liz Truss – jetzt wohl noch ein bisschen mehr. 

Getty Images

Nach sechs Wochen wurde der Druck für Premierministerin Liz Truss (47) zu hoch und sie trat wegen ihrer haarsträubenden Regierungsbilanz aus dem Amt zurück. Damit geht sie als Premierministerin mit der kürzesten Amtsdauer überhaupt in die Geschichtsbücher ein. Bevor Truss den traurigen Rekord brach, war der konservative George Canning der am kürzesten waltende Premier. Er trat jedoch weder freiwillig, noch wie Liz Truss unter Druck zurück, er verstarb nach 119 Tagen im Amt 1827 an einer Lungenentzündung.

Immerhin kann Liz Truss von sich behaupten, gleich zwei englische Könige, beziehungsweise Königinnen, persönlich getroffen zu haben. Wenige Tage vor ihrem Tod vereidigte Queen Elizabeth II. Truss als Premierministerin und am 12. Oktober 2022 kam es zum Zusammentreffen zwischen ihr und dem neuen britischen Monarchen King Charles III. (73). Ganz harmonisch war das Plauderstündchen aber nicht. 

 

King Charles III. und Liz Truss

Freundlich reicht King Charles III. beim Besuch im Buckingham Palast der damaligen Premierministerin die Hand.

Getty Images

Schallende Ohrfeige für King Charles

Beim Händeschütteln zwischen dem König und Liz Truss schien zuerst noch alles gut. Doch dann sagte Charles: «Back again, oh dear, oh dear!» Übersetzt: «Zurück, oje, oje!» King Charles war nämlich nur mässig gut auf die Premierministerin zu sprechen, denn diese verbot ihm eine Teilnahme an der UNO-Weltklimakonferenz, die am 6. November in Scharm El-Scheich in Ägypten stattfindet. Für Charles, der sich zeitlebens für den Klimaschutz einsetzte, eine schallende Ohrfeige. 

Darum sei King Charles über den Rücktritt seiner Premierministern alles andere als unglücklich, sagt Royal-Experte Stefan Blatt zu Bunte.de: «Er kann sich nicht wirklich mit ihr identifizieren – das darf er zwar nicht sagen, aber das hat man in den letzten Tagen gemerkt.» Mehr noch: «Der Rücktritt ist für den König ein echter Glücksfall», so Blatt. Es dürfte es dem König, der in letzter Zeit einiges an Kritik einstecken musste ganz recht sein, wenn die Medien nun ein anderes Thema ausschlachten können. 

 

Queen Elizabeth II. mit Liz Truss

Wenige Tage vor dem Tod von Queen Elizabeth wurde Liz Truss von der Königin auf Schloss Balmoral vereidigt. 

Getty Images

Premier nach Charles' Geschmack

Auf die Frage, wen King Charles III. gerne im Amt der Premierministerin sehen würde, muss Royal-Experte Stefan Blatt nicht lange überlegen. «Sicher keinen Typen wie Boris Johnson», sagt er dezidiert. Viel eher müsse es eine Person sein, die seine christlichen Werte teilt, sich für den Klimaschutz engagiert und das Königshaus mit seinen traditionellen Werten ehrt. Liz Truss war eine Premierministerin der Upper Class und darum nicht in des Monarchen Sinn. «Charles ist der König aller Britinnen und Briten. Und je besser die politische und ökonomische Stimmung im Volk, desto besser ist sie auch gegenüber dem Königshaus», ist Stefan Blatt überzeug. Nun bleibt für Charles zu hoffen, dass das britische Parlament den Wünschen seines Königs gerecht wird. 

Von lme am 21. Oktober 2022 - 18:25 Uhr